Motorstorm: Apocalypse - Test des PS3-Rennspiels mit 3D-Support

Test Sascha Lohmüller

Mit interaktiven Strecken, vielen freischaltbaren Extras und neuen Fahrzeugklassen punktet Motorstorm: Apocalypse im Test. Das PS3-Rennspiel hat aber auch ein paar Macken. Welche das sind, erfahrt in unserem Test!

Nur auf den ersten Blick ist Motorstorm: Apocalypse ein Aufguss der PS3-exklusiven Rennspiele, denn unter der Haube verbergen sich einige wirklich gelungene Neuerungen. Besonders die interaktiven Strecken und die neuen Fahrzeug-Typen haben es uns angetan. Auf Dauer profitiert Motorstorm: Apocalypse außerdem von den vielen freischaltbaren Upgrades, Verzierungen und Fahrzeugen. Abgesehen davon bietet das neue Motorstorm natürlich wieder das bewährte Arcade-Vollgas-Spektakel, das ihr aus den Vorgängern kennt.

Ergänzt werden die Solo-Rennen durch sinnvolle, gut durchdachte Online-Features. Die Kampagne hätte man sich allerdings komplett sparen können, die ist überflüssig wie ein Plattfuss. Schade ist auch, dass Apocalypse teilweise unter der miesen Kollisionsabfrage leidet und es immer wieder zu Trial & Error-Passagen kommt, wenn ihr das erste Mal über einen neuen Kurs brettert. Wirklich gut zu erkennen sind Tunnel und Kurven nämlich nicht.

Das hat uns an Motorstorm: Apocalypse gefallen

Das namensgebende Motorstorm-Festival findet in Motorstorm Apocalypse in einer Stadt statt, die an San Francisco erinnert. Quelle: Sony Das namensgebende Motorstorm-Festival findet in Motorstorm Apocalypse in einer Stadt statt, die an San Francisco erinnert. Das namensgebende Motorstorm-Festival findet in Motorstorm Apocalypse in einer Stadt statt, die an San Francisco erinnert und fast völlig von einem Erdbeben zerstört wurde. Neben den Festival-Teilnehmern tummeln sich außerdem "Crazies" genannte Anarcho-Punk-Terroristen in der City, die euch während der Rennen mit Schusswaffen oder Molotow-Cocktails angreifen. Außerdem will ein privater Sicherheitsdienst sowohl die Crazies als auch die Rennfahrer mit seiner Miniarmee aus der Stadt verscheuchen. Das verspricht eine Menge Action, allerdings nur fahrerisch – die Handlung selbst ist mau. Zu den bekannten Vehikeln (Quad, Motorrad, Renntruck, Buggy etc.) gesellen sich in Motorstorm: Apocalypse weitere Fortbewegungsmittel, darunter Muscle-Cars und Chopper. Die Kisten unterscheiden sich hauptsächlich in Sachen Widerstandsfähigkeit und Beschleunigung, gewinnen könnt ihr auf jeder Strecke mit jedem Fahrzeug.

Herzstück von Motorstorm: Apocalypse ist der Mehrspieler-Part. Denn nur hier lauern die zahlreichen Belohnungen, die das Spiel zu bieten hat und die an moderne Ego-Shooter erinnern. Für jede erfolgreiche Aktion in einem Online-Rennen erhaltet ihr Chips, die nichts anderes als Erfahrungspunkte darstellen. Dabei ist es egal ob ihr driftet, springt, Gegner von der Strecke rammt oder schlicht gewinnt. Nach und nach steigt ihr so Stufe für Stufe auf und schaltet neue Fahrer, Embleme oder Lackierungen frei. Für eure aktuell gewählte Fahrzeugklasse winken zudem neue Ersatzteile sowie brandneue Karossen. Neben allerlei Aufklebern, Mustern und Spoilern bestimmt ihr sogar Verwitterungsgrad, Schmutz und Kratzer für euer Gefährt – ein Traum für Schrauber und Individualisten.

In MotorStorm 3: Apocalypse warten Rennen mit bis zu 15 Kontrahenten auf euch. In MotorStorm 3: Apocalypse warten Rennen mit bis zu 15 Kontrahenten auf euch. Spielerische Auswirkungen solltet ihr jedoch nicht erwarten, die Fahrzeuganpassung ist rein optischer Natur. Habt ihr dann das Vehikel eurer Wahl zusammengeschustert, tretet ihr in drei unterschiedlichen Modi (normale Rennen, Elimination, Verfolgung) gegen bis zu 15 Kontrahenten an. Hier hat man sich ebenfalls von Call of Duty & Co. inspirieren lassen, denn alle Fahrer versammeln sich vor und nach dem Rennen in einer Lobby. Dort stimmt ihr für den nächsten Kurs ab und wählt euer Fahrzeug. Zudem könnt ihr auf den Sieger des nächsten Rennens wetten. Ein Ingame-Chatsystem sowie eine Motorstorm-Freundesliste runden den positiven Gesamteindruck der Online-Raserei ab. Außerdem gibt es einen Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler.

Bildergalerie: Motorstorm 3: Apocalypse
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Die Rennen selbst laufen wieder serientypisch ab. Gegen bis zu 15 Gegner hetzt ihr über diverse Rundkurse. Auf Knopfdruck zündet ihr einen Turbo, der jedoch euren Motor überhitzen und am Ende explodieren lässt. Wasser (dazu zählt auch herab prasselnder Regen) kühlt euren Motor wie gewohnt ab, so dass ihr länger boosten könnt. Neu hingegen ist, dass Brände sowie Gegnerbeschuss euren Motor zusätzlich erhitzen. Vor den Rennen dürft ihr euch für drei so genannte Vorteile entscheiden, hinter denen sich nichts anderes als diverse Boni verstecken. Dann überhitzt euer Motor beispielsweise langsamer oder ihr habt mehr Grip. Wie beim Konkurrenten Split/Second löst ihr auf einigen Kursen per Knopfdruck interaktive Streckenveränderungen aus. Dann explodiert schon mal ein Haus oder ein Schiff wird vor euch auf den Kurs geschleudert.

Technisch leistet sich Motorstorm keine Schnitzer, von der fragwürdigen Kollisionsabfrage mal abgesehen. Quelle: Games Aktuell Technisch leistet sich Motorstorm keine Schnitzer, von der fragwürdigen Kollisionsabfrage mal abgesehen. Technisch leistet sich Motorstorm keine Schnitzer, von der fragwürdigen Kollisionsabfrage mal abgesehen. Die Grafik ist hübsch anzuschauen, die ein oder andere matschige Textur fällt während der rasanten Rennen kaum auf. Auch soundtechnisch ist alles im grünen Bereich, auch wenn einige Dialoge ins Lächerliche abdriften. Das liegt aber eher an der Story als an der sprachlichen Darbietung. Eine große Veränderung betrifft jedoch den Soundtrack. Die Rock- und Metal-Stücke der Vorgänger fallen komplett raus, übrig bleibt eine Mischung aus Orchester-Musik und elektronischen Rhythmen (die es natürlich in den Vorgängern ebenfalls gab). Schade, mehr Abwechslung wäre schön gewesen, ganz gleich zu welcher Stilrichtung man geschmacklich tendiert. Zum schnellen Renngeschehen passt das eine wie das andere. Und zu guter Letzt: Auch ein 3D-Modus ist mit an Bord. Diese Tatsache ist ja schon länger bekannt und die 3D-Unterstützung wurde bereits nachträglich für den Vorgänger umgesetzt. Qualitativ setzte man allerdings noch mal eine Schippe drauf. SO und nicht anders muss 3D-Gaming aussehen!

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