Schlammiges Vergnügen
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Eines der optischen Highlights des Spiels ist die Darstellung von Fahrzeugspuren, insbesondere beim Durchfahren von Schlamm. Zwar bedienen sich die Entwickler hier eines optischen Tricks (statt modellierter Vertiefungen gibt's dank Parallax Mapping "nur" Texturen mit Tiefeneffekt), doch sehen die tiefen Furchen trotzdem ziemlich gut aus und verpassen dem Titel einen wichtigen Next-Generation-Touch - solche Spielereien waren auf der PlayStation 2 definitiv nicht möglich!
Auch sonst kann sich die Grafik durchaus sehen lassen, obwohl die 720p-Auflösung schon das Höchste der Gefühle darstellt und die Framerate nur bei 30 Bildern pro Sekunde liegt - Letzteres wird durch einen Bewegungsunschärfe-Effekt zumindest recht gut kaschiert. Genau betrachtet, finden sich in der Umgebung Licht und Schatten, denn die Texturqualität schwankt zwischen hervorragend und zweckmäßig, doch im Rennbetrieb fallen solche Details ohnehin kaum auf. MotorStorm sieht gut aus, wirkt speziell aus der Fahrerperspektive äußerst rasant und ist insgesamt nicht zuletzt durch die gelungene Beleuchtung sehr stimmig.
Ohne Ticket läuft nichts
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Mittelpunkt des Spiels ist der Festivalmodus, bei dem Sie aus verschiedenen sogenannten Tickets wählen können. Hinter jedem davon verbergen sich ein bis vier Rennen, die erst nach und nach anwählbar sind - erst eine Platzierung unter den ersten drei schaltet das nächste Rennen frei. Für das erfolgreiche Abschließen eines kompletten Tickets gibt's ebenso Bonuspunkte wie für einen zweiten oder gar ersten Platz - die späteren Tickets werden meist erst ab einer bestimmten Punktzahl freigeschaltet, zudem werden erfolgreiche Fahrer immer wieder mal mit neuen Fahrzeugvarianten beschenkt.
Die Rennserien sind dabei in vier Stufen eingeteilt, die den Schwierigkeitsgrad andeuten. Während die Schwierigkeit anfangs vor allem darin liegt, sich auf unbekannten Strecken zurechtzufinden und die optimalen Wege zu wählen - je nach Fahrzeugtyp sollten Sie zum Beispiel Schlamm meiden oder eine möglichst breite Fahrbahn bevorzugen -, werden die Computergegner spätestens bei den Level-4-Tickets unglaublich schnell und verlangen Ihren Fahrkünsten das Äußerste ab.
Spätestens hier geht nichts ohne den Turbo-Boost, der fast jederzeit und prinzipiell unbegrenzt anwendbar ist. Sie müssen lediglich zwei Dinge beachten: In den ersten zehn Sekunden eines Rennens steht der Boost noch nicht zur Verfügung und Sie dürfen niemals die Temperaturanzeige in der linken unteren Ecke des Bildschirms aus dem Auge verlieren - läuft Ihr Motor aufgrund übereifrigen Boost-Einsatzes nämlich zu heiß, fliegt Ihnen das Ding um die Ohren!
Zum Glück bedeuten Unfälle bei MotorStorm nur ärgerlichen Zeitverlust, davon abgesehen können Sie Ihren Wagen beliebig oft zu Schrott fahren. In einem Punkt hat ein Totalschaden sogar einen gewissen Reiz: Immerhin kriegen Sie danach sofort ein neuwertiges und sauberes Fahrzeug hingestellt! Nach diversen kleineren Kollisionen und Schlammfahrten ist von den einst hübschen Wagen oft nicht viel mehr übrig als ein hässlicher, brauner Klumpen Metall. Aber solange der Motor noch läuft ...
Keine freie Wahl
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Innerhalb der Tickets sind die Rennveranstaltungen ziemlich genau vorgegeben, nur in wenigen Ausnahmefällen können Sie Ihren Fahrzeugtyp frei wählen. Meist wird Ihnen der Typ vorgegeben und Sie haben dann lediglich die Wahl zwischen einigen Modellen in je drei Designs - so unterschiedlich sich ein Rallye-Wagen und ein LKW hier steuern, so austauschbar sind wiederum die einzelnen Modelle eines Fahrzeugtyps.
Doch nicht nur Ihr Fahrzeug ist weitgehend festgelegt, auch die anderen Rennteilnehmer wurden stets sorgfältig gewählt. So gibt es Rennen, die vorwiegend von Motorrad- und ATV-Fahrern bestritten werden, sodass oft die Fäuste sprechen. Und während die Mudpool-Strecke mit einem Geländewagen kein Problem darstellt, wird der gleiche Kurs zu einer echten Herausforderung, wenn Ihnen ein Motorrad aufs Auge gedrückt wird - es gibt zwar Alternativrouten, doch sind die alles andere als einfach zu fahren! Und so haben die Entwickler aus dem relativ geringen Umfang von gerade mal acht Strecken erstaunlich viel Abwechslung rausgeholt. Und das ist noch nicht alles: Weitere Strecken sind als Bonus-Downloads über den PlayStation Store geplant. Und wo wir schon beim Thema "Online" sind: Mehrspieler-Rennen sind bei MotorStorm nur online möglich. Leider konnten wir diesen Modus bei unserer Vorabversion noch nicht testen, was wir natürlich so bald wie möglich nachholen werden.
