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  • Mortal Kombat vs. DC Universe

    Seit nun schon 16 Jahren geistert der Schrecken aller besorgten Mütter und Moralhüter durch die Zocker-Zimmer. Die Rede ist natürlich von der Mortal Kombat-Reihe, welche seit jeher dafür bekannt ist, die Kämpfe nicht gerade zimperlich zu inszenieren. Serienvater Ed Boon will dafür sorgen, dass MK auch in der achten Generation nicht zu einem "Barbie und Ken"-Spiel verkommt.

    Gewagtes Crossover-Projekt
    Dieser neueste Teil nämlich entsteht unter speziellen Voraussetzungen. Nachdem man bei Midway bereits vor zehn Jahren über ein mögliches Cross­over-Projekt nachdachte, hat man nun endlich jemanden gefunden, der bereit ist, bei dem Experiment mitzumachen. Dachte man jedoch anno dazumal noch eher an andere bekannte Beat-‘em-up-Franchises als mögliche Partner, konnte man sich nun mit dem Label DC Comics zusammentun. Im Zuge dieser Partnerschaft finden Superhelden wie Batman und Superman den Weg ins Spiel. "Kann das gut gehen?", werden sich jetzt wahrscheinlich nicht wenige unter euch zu Recht fragen. Tatsächlich ist es eine denkbar große Herausforderung für die Entwickler, die Superhelden-Riege so ins düstere MK-Universum zu integrieren, dass die Glaubwürdigkeit nicht darunter leidet. Um Batman & Co. glaubhaft erscheinen zu lassen, hat man sich Hilfe aus der Comic-Branche hinzugezogen (siehe Info-Kasten). Hier seht ihr das neue „Freefall-Kombat-Feature“ in Aktion. Die Landung wird hart. Hier seht ihr das neue „Freefall-Kombat-Feature“ in Aktion. Die Landung wird hart.

    Die Portierung stellt das Entwicklerteam aus dem US-Bundesstaat Maryland auch im Hinblick auf den Gewaltgrad vor knifflige Aufgaben. Seit die bekannte Prügelreihe 1992 aus der Taufe gehoben wurde, ist die Reihe berühmt-berüchtigt durch die sogenannten Fatalities: spezielle brutal-brachiale Aktionen, um dem taumelnden Gegner den Rest zu geben. Diese Fatalities sind mit ein Grund dafür, weshalb MK-Spiele nicht in Kinderhände gehören, und sie stehen anlässlich der Entwicklung des achten Teils auch aus einem anderen Grund im Brennpunkt. Man stelle sich nur folgendes Szenario vor: In der Rolle eines Charakters aus der MK-Kämpferriege hat man Superman schon so weit, dass er sich kaum mehr auf den Beinen halten kann. Prompt wird man mit einem energischen "Finish him!" dazu aufgefordert, dem Treiben doch endlich ein Ende zu setzen, woraufhin der Supermann flugs einen Kopf kürzer gemacht wird.

    Schmaler Grat ...
    Die DC-Bosse haben schnell klar gemacht, dass es im Spiel keine Fatalities geben soll. "Die Verhandlungen mit DC Comics waren schweißtreibend", so Mortal Kombat vs. DC Universe Quelle: videogameszone.de Mortal Kombat-Serienvater Ed Boon. Mit viel Hartnäckigkeit sorgt Boon dafür, dass der wilde Tiger MK nicht zu sehr gezämt wird. Statt Fatalities wird es in MK vs. DCU "nur" sogenannte "Fini­shing Moves" geben. Dabei handelt es sich lediglich um eine abgeschwächte Version der beliebten Fatalities, wobei den Jungs von Midway sehr viel daran gelegen ist, den schmalen Grat zu finden zwischen Ohrfeige und Kopf abreißen. Geheime Button-Kombos wird es weiterhin geben. Statt auf beinharte, übertriebene Gewalt zu setzen, soll der neue MK-Ableger, schon allein wegen der Integration der DC-Superhelden, von den Fini­shing Moves und auch von der gesamten Atmosphäre her, in eine deutlich mystischere Richtung gehen, als dies die Vorgänger getan haben.

    Neuerungen
    Neue Möglichkeiten soll es auch beim Gameplay geben. Hinter der Bezeichnung "Klose Kombat" (Nein, das hat nix mit dem deutschen Nationalstürmer zu tun.) versteckt sich für den Spieler die Möglichkeit, mitten im Kampf den Widersacher bei den Schultern zu schnappen und ihm zu Schau mir in die Augen, Baby, bevor du (ins Reich der Toten) gehst …
Schau mir in die Augen, Baby, bevor du (ins Reich der Toten) gehst … Quelle: videogameszone.de zeigen, was eine ordentliche Schlagfrequenz ist. Gerät man selbst in die missliche Lage, vom Gegner gepackt zu werden, muss man die Richtung seiner Schläge erahnen und durch Ausweichen prompt den Konter einleiten. Im Bereich der Levelarchitektur hat man gute Aspekte aus Vorgängertiteln beibehalten, der Kampf macht nämlich auch vor Wänden etc. nicht Halt. Schafft ihr es etwa, euren Kontrahenten in einem Gebäude förmlich in eine Wand hineinzukloppen, gibt diese dem Druck schnell nach - und schon wird im angrenzenden Raum weitergeprügelt. Nicht immer jedoch hat man das Glück, jenseits der Mauer wieder festen Boden unter den Füßen vorzufinden. Stürzt man einmal in die Tiefe, wird neuerdings sogar während des Sturzfluges weiter drauflos gedroschen. Auch beim nun folgenden "Freefall-Kombat" gilt: Gekontert werden können Angriffe nur durch geschicktes Ausweichen. Abgesehen von diesen neuen Features sollen Spielmechanik und Gameplay im Vergleich zum Vorgänger größtenteils beibehalten werden.

    Antastbare Superhelden
    Da es nicht glaubwürdig wäre, wenn die Protagonisten auch nach zehn kassierten Upper-Cuts noch wie unser aller Lieblingsfußballer aus Portugal ausschauen würden, hat das Team um Ed Boon auch eine Art Schadensmodell ins Spiel eingebaut. Man hat dafür sogar extra ein paar Kostümdesigner mit an Bord geholt. Kriegt man ein paar zünftige Schläge ab, wird der Körper des Kämpfers optisch in Mitleidenschaft gezogen und auch die Kleider bekommen bei entsprechender Behandlung Risse, Abschürfungen etc. ab. Der Überzeugungsarbeit Boons ist es zu verdanken, dass die Comic-Helden hinsichtlich des Schadensmodells keinen Sonderstatus erhalten. Die Herren von DC konnten sich nämlich anfangs überhaupt nicht anfreunden mit der Vorstellung, dass auch die Logos ihrer Superhelden zerfetzt werden können. Doch es wäre ja sonst auch lächerlich: Superman wurde schon dermaßen bearbeitet, dass sein Anzug schon mehr als reif für die Altkleidersammlung ist, das schicke Teil hängt ihm in Fetzen vom Leib, doch das Logo strahlt nach wie vor in vollem Glanz von des Helden Brust. Dank Ed Boons Überzeugungskraft wird die Unantastbarkeit der Superhelden also Stück für Stück verringert. Mortal Kombat vs. DC Universe

    Superman bleibt Superman
    Die Eigenschaften und individuellen Fähigkeiten der Helden werden jedoch sinnvollerweise komplett ins Spiel integriert. Der Supermann wird also wie gewohnt rumflattern können. Da stellt sich automatisch die Frage nach dem Balancing. Wird Superman nicht einen entscheidenden Vorteil dadurch haben, dass er als Einziger die Schwerkraft überwinden kann? Laut Boon wird versucht, das Balancing durch die Story zu erklären (siehe Interview).
    Bedingt durch das spezielle Setting von MK vs. DCU spricht Midway mit dem Spiel auch neue Zielgruppen an, die sonst wohl kaum Hand an Mortal Kombat legen würden. Beide Lager, die MK-Veteranen sowie die Superhelden-Fans, mit dem Game zu befriedigen, ist für die Jungs um Ed Boon eine riesige Herausforderung, wie schon alleine die Fatality-Problematik zeigt. Um das Spiel auch für Nicht-MK-Kenner attraktiv und interessant zu machen, legt Midway noch mehr als in den Vorgängern Wert auf ein eingängiges Gameplay. Die Spielmechanik wurde etwas vereinfacht, doch um nicht Langeweile aufkommen zu lassen, wurden neue Elemente wie das Klose- und das Freefall-Kombat-Feature eingebaut.

  • Mortal Kombat vs. DC Universe
    Mortal Kombat vs. DC Universe
    Developer
    Midway Games
    Release
    21.11.2008
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Mortal Kombat vs. DC Universe
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http://www.videogameszone.de/Mortal-Kombat-vs-DC-Universe-Spiel-23787/News/Mortal-Kombat-vs-DC-Universe-655535/
14.08.2008
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