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  • Monster Hunter Generations im Test: Ein Best-of der Rollenspielreihe

    Monster Hunter Generations richtet sich vor allem an Veteranen, ist aber auch für Neueinsteiger geeignet (1) Quelle: Nintendo, Capcom

    Monster Hunter Generations im Test für Nintendo 3DS: Waidmannsheil! Jetzt dürfen auch Europäer mit ihrem 3DS auf die Jagd nach gewaltigen Monstern gehen. Monster Hunter Generations verknüpft geschickt neue Ideen mit spaßigen Traditionen, leidet aber auch unter der einen oder anderen alteingesessenen Schwäche.

    Seit Menschen Knochenschmuck trugen und in Höhlen herumlungerten, sind viele Generationen vergangen. Damals gehörte die Jagd zum gefährlichen Alltag, heute sitzen wir auf dem Sofa, in der U-Bahn oder im Büro, während wir virtuellen Monstern nachstellen. Offensichtlich ist der Urtrieb immer noch in unseren Genen verankert, denn es fühlt sich verdammt gut an, ein haushohes Ungetüm nach langem, harten Kampf zur Strecke und die Beute zurück ins Dorf zu bringen. Klingt primitiv, ist aber auf keinen Fall simpel: In Monster Hunter Generations geht ihr auf die Pirsch, um mehr oder weniger seltene Wesen zu erlegen. Während das Rollenspiel in Japan bewährter Rekordverkaufsschlager ist, brauchten Europäer und Nordamerikaner ein bisschen Zeit, um mit der Reihe warm zu werden. Das mag an der relativ hohen Einstiegshürde liegen - die bei Generations besonders ausgeprägt ist. Gedacht ist der Titel als eine Art Best-of nämlich in erster Linie für Langzeit-Fans der Reihe. Experten freuen sich über bekannte Bereiche, Dörfer und ein paar der beliebtesten Monster der Seriengeschichte. An Neulingen geht der Fanservice natürlich vollkommen vorbei. Ist aber die Bereitschaft vorhanden, sich innerhalb mehrerer Stunden in die Mechanik einzuarbeiten, wird auch bei Frischlingen der Jagdtrieb erwachen.

    Redefreudig

    Per Luftschiff reist ihr von einem Ort zum nächsten. Das erste Dorf, das ihr erkundet, ist die Siedlung Bherna. Per Luftschiff reist ihr von einem Ort zum nächsten. Das erste Dorf, das ihr erkundet, ist die Siedlung Bherna. Quelle: Nintendo, Capcom Zugegeben, leicht macht Generations euch dieses Unterfangen nicht zu jedem Zeitpunkt. Zwar gibt es zu so ziemlich jeder Option und Mechanik im Spiel eine ausführliche Erläuterung, Übungsaufgaben und Tutorials, diese werden aber zerstückelt an mehreren Orten präsentiert, sodass die Orientierung mitunter schwer fällt. Dazu kommen ausführliche Dialoge, in denen im Grunde nichts gesagt wird und die gespickt sind mit mehr oder weniger lahmen Wortwitzen. Allgemein ist die Übersetzung liebevoll, für Stirnrunzeln sorgen aber Momente, in denen die vierte Wand durchbrochen wird, oder auffällig umgangssprachliche Ausrufe, etwa wenn die Questgeberin kundtut, dass man einem Monster "auf die Fresse geben" solle. Etwas Geduld ist nötig, bis man endlich alle vier Ortschaften bereisen und dort Aufträge annehmen kann. Zuvor sammelt man Kräuter, Erze und Käfer, was ohne Frage wesentlich langweiliger ist, als dicke Monster zu erlegen. Und auch später muss man sich ab und zu durch öde Sammelquests quälen, wenn man alle Missionen abschließen möchte. Habt ihr die Dörfer und das Gildenlager aber erst erreicht, entfaltet Generations die serientypische Sogwirkung. Als Jäger nutzt ihr alle Ressourcen der Natur: Aus dem Leder, den Hörnern und Knochen erlegter Untiere fertigt ihr Ausrüstung und Waffen (oder ihr verbessert bereits vorhandene Objekte), aus Kräutern und Pilzen braut ihr starke Heilmittel oder ihr baut Fallen. Stetig steigert ihr die Qualität eures Handwerkzeugs und somit eure Wehrhaftigkeit. Crafting und Grinding sind Kernelemente im Spiel, die die Jagdausflüge miteinander verbinden und für Dauermotivation sorgen.

    Eine Frage des Stils

    Freiwillig geben die Monster ihre Haut natürlich nicht her, deshalb sollte man sich bei jeder Boss-Auseinandersetzung auf einen langen Kampf einstellen. Auch die Wahl der Waffe will wohlüberlegt sein. Neu in Generations ist die Einteilung der Angriffsmuster in vier Stile - ob der Held Schläger ist, im Gildenstil kämpft, auf Luft-Angriffe setzt oder den Fokus auf Kontern legt, ist dem Spieler überlassen. Die Auswahl kann man ändern und das ist auch gut so, denn nicht jeder Stil ist bei jedem Feind gleichermaßen hilfreich. Der Stil bestimmt über die Anzahl der Kampftechniken, auf die man während des Jagens zugreifen kann. Maximal drei der Spezialattacken führt man gleichzeitig mit sich, ausgelöst werden sie durch den entsprechenden Knopf auf dem Touchscreen. Zum Button-Mashing sind diese Manöver jedoch nicht zu gebrauchen, denn sie müssen für jeden Einsatz aufgeladen werden, meistens durch gelandete Treffer beim Feind. Mit der Zeit wird die Auswahl an Kampftechniken größer, sodass man sich spezialisieren und flexibel an unterschiedliche Gegnertypen anpassen kann. Dazu kommt, dass jede Waffengattung einzigartige Optionen für die Auswahl der Spezialattacken bereithält. Ein Traum für alle, die gerne Zeit damit verbringen, komplexe Kampf- und Ausrüstungssysteme zu optimieren. Selbstverständlich unterscheiden sich die Klingen, Bögen, Hämmer und Sensen nicht nur durch die Spezialattacken, sondern auch in Sachen Angriffsgeschwindigkeit, Schaden und Bewegungsschemata.

    Taktik statt Hektik

    Die Jagdstile bereichern das Kampfsystem, machen das Spiel aber bei klugem Einsatz der verschiedenen Techniken auch einfacher. Die Jagdstile bereichern das Kampfsystem, machen das Spiel aber bei klugem Einsatz der verschiedenen Techniken auch einfacher. Quelle: Nintendo, Capcom Das Kampfsystem an sich ist recht langsam, beinahe träge. Ihr könnt Aktionen nicht unterbrechen, sobald ihr den Befehl dazu per Knopfdruck erteilt habt. Es ist extrem unklug, auf einen Feind zu stürmen und auf die Angriffstaste zu hämmern, denn wahrscheinlich wird er sich neu positionieren, während ihr die Luft bearbeitet. Taktisches Vorgehen ist ein Muss, genau wie das Studieren der Bewegungsmuster des Feindes. Monster haben keinen Lebensenergiebalken, sondern verraten durch ihr Verhalten, wie stark sie geschwächt sind. Das Schärfen der Klinge und die Einnahme eines Trankes sollten nur im rechten Moment erfolgen, nämlich wenn genug Abstand zwischen euch und eurer wütenden Beute liegt. Im Gegenzug solltet ihr euren Zielen keinen Moment Ruhe gönnen, sobald sich deren Lebensenergie im kritischen Bereich bewegt. Oft versuchen die Ungetüme zu fliehen, um ihre Kräfte mit einer Mahlzeit zu regenerieren. Haltet sie mithilfe einer Falle fest, markiert sie mit einem Farbball oder bleibt ihnen einfach dicht auf den Fersen, um die Hatz zum erfolgreichen Abschluss zu bringen.

    Serientypisch entpuppt sich die Kamera zuweilen als erbittertster Gegner des Helden. Zumindest, wenn man keinen New 3DS oder ein Circle Pad Pro zur Hand hat. Zwar gibt es Optionen, um die virtuelle Linse mit dem Stylus oder dem Steuerkreuz zu kontrollieren, am praktikabelsten ist es aber, stetig die Blickrichtung durch Betätigen der L-Taste neu hinter dem Charakter auszurichten. Nach einer Weile kann man sich durchaus daran gewöhnen, wer aber einmal die besseren Hardware-Varianten ausprobiert hat, will sie keinesfalls mehr missen. Das Anvisieren von Monstern ist auch in Generations manchmal störrisch und des Öfteren wird man unversehens aus dem toten Winkel heraus attackiert. Insgesamt ist das Steuerungsschema mit doppelt belegten Buttons ziemlich überladen und komplex, Kenner des 3DS-Vorgängers werden sich aber rasch zurechtfinden, denn das System ist beinahe identisch. Schön ist, dass man die Anzeige auf dem Touchscreen und die Einblendungen im Bild teilweise an die eigenen Wünsche anpassen kann.

    Jäger und Sammler

    Die Monster besetzen unterschiedliche ökologische Nischen. Unterwasserkämpfe sind in Generations jedoch nicht möglich. Die Monster besetzen unterschiedliche ökologische Nischen. Unterwasserkämpfe sind in Generations jedoch nicht möglich. Quelle: Nintendo, Capcom Neben der tollen Gestaltung der Monster, den atmosphärischen Lebensräumen derselben und den spannenden Kämpfen gehört serientypisch der Mehrspielermodus zu den Highlights im Spiel. Im Lager der Gilde trifft man sich mit bis zu drei Freunden, um gemeinsam auf die Jagd zu gehen. Wie üblich kommen die Aufträge in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen daher. Das Zusammenspiel mit anderen Jägern macht jede Menge Freude, eine gewisse Strategie, Absprache und Kompatibilität voraus­gesetzt. Spielt man nicht lokal mit Freunden und kommuniziert mündlich, nutzt man die Chat- und Gestenfunktion, um sich den Mitspielern verständlich zu machen. Was müsst ihr sonst noch wissen, bevor ihr die Klingen wetzt? Wer möchte, der kann nun auch als Felyne im Pirscher-Modus auf die Jagd gehen - ihr schlüpft dann in das Fell eures katzenartigen Begleiters. Sogar spezielle Missionen gibt es für die Samtpfoten - eine willkommene Abwechslung. Insgesamt ist Generations eine gute Mischung; es orientiert sich an den älteren Generationen, eine Evolution ist dennoch zu spüren. Der niedrigere Schwierigkeitsgrad durch die Einbindung von Jagdstilen und -Techniken kommt Neulingen entgegen, die müssen aber ein bisschen Geduld beim Erlernen der Eigenheiten des Spiels beweisen.


    Monster Hunter Generations (3DS)

    Spielspaß
    82 %
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Multiplayer
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Abwechslung dank Kampfstilen und -techniken
    Viel Spaß im Mehrspielermodus
    Komplexes, taktisches Kampfsystem
    Großer Umfang
    Schöne Monsteranimationen
    Pirscher-Modus mischt Geschehen auf
    Toll gestaltete Monster und Dörfer ...
    ... von denen man aber schon viele kennt
    einige langweilige Sammelquests
    so gut wie keine Hintergrundgeschichte
    Hässliche Texturen
    Fazit
    Ein Best-of der Rollenspielreihe, das aber auch mit neuen Ideen aufwartet.

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1201229
Monster Hunter Generations
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http://www.videogameszone.de/Monster-Hunter-Generations-Spiel-56790/Tests/Review-Nintendo-3DS-1201229/
12.07.2016
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2016/04/Monster-Hunter-Generations-12--pc-games_b2teaser_169.jpg
nintendo 3ds,action-rollenspiel,japano-rollenspiel
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