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  • Mirror's Edge Catalyst angespielt: Parkour-Action in der Vorschau - mit Video
    Quelle: Electronic Arts

    Mirror's Edge Catalyst angespielt: Parkour-Action in der Vorschau

    Wir waren bei den Entwicklern von DICE in Stockholm zu Besuch und konnten mehrere Stunden das kommenden Mirror's Edge Catalyst anspielen. In der Vorschau schildern wir euch unsere Eindrücke von Story, der offenen Spielwelt, den sozialen Komponenten und dem Parkour-Gameplay aus der aktuellen Beta-Version. Mit Gameplay-Video.

    Der Videospielindustrie wird immer wieder eine gewisse Innovationslosigkeit vorgeworfen. Mit Mirror's Edge wagten die Entwickler von DICE vor über sieben Jahren ein Experiment. Ein Ego-Shooter (fast) ohne Schusswaffen, der sich stattdessen vor allem an der immer populärer werdenden Parkour-Szene bediente. Spieler und Kritiker nahmen das Konzept zwar sehr positiv auf, ein wirtschaftlicher Erfolg war Mirror's Edge jedoch lange Zeit nicht. Die ursprünglich angestrebten drei Millionen verkauften Exemplare, erreichte der Titel auch vier Jahre nach Release nicht.

    So standen die Chancen auf eine Fortsetzung des außergewöhnlichen Spielkonzepts nie wirklich gut. Dennoch gehörte ein zweites Mirror's Edge immer wieder zu den Spekulationen und Hoffnungen der Fans, wenn es um die nächste große Ankündigung von Electronic Arts ging. Auf der E3 2013 war es mit der Ankündigung des Prequels Mirror's Edge dann endlich soweit. Inzwischen hat das Spiel den Titel Mirror's Edge Cataclyst bekommen und nähert sich der Fertigstellung. Bei einem Besuch in Stockholm konnten wir bei DICE die aktuelle Beta-Fassung ausführlich spielen.

    Faiths Herkunftsgeschichte

          

    Während der Einführung stellten uns die Entwickler die vier Säulen vor, die das Team als die zentralen Stärken von Mirror's Edge Catalyst herausstellt. Eine davon ist die Origin-Story von Faith. Der Spieler soll die Heldin besser kennen lernen und erfahren, warum sie die beste Runnerin von Glass City geworden ist. Die Stadt wird von einem Konglomerat verschiedener Unternehmen mit harter Hand regiert. Die meisten Bewohner folgen den Unternehmen und dem permanenten Streben nach Status und Reichtum.

    Runner über den Dächern von Glass City. Runner über den Dächern von Glass City. Quelle: Electronic Arts Zu jenen, die sich diesem System nicht unterwerfen, gehören die Runner. Sie agieren als Kuriere über den Dächern von Glass, die von den Sicherheitskräften weitgehend in Ruhe gelassen werden - zumindest so lange sie keine direkte Stellung gegen das Konglomerat beziehen. Wurde die Story im Vorgänger noch durch gezeichnete Zwischensequenzen erzählt, setzt DICE jetzt auf Cut-Scenes direkt in der schicken Optik der Frostbite Engine 3. Mit den hervorragenden Charaktermodellen gewinnt die Inszenierung der Story dadurch deutlich. In Flashbacks zurück in die Kindheit von Faith, gewährt das Spiel so auch Einblicke in die Ereignisse der Vergangenheit, die die Heldin geprägt haben.

    Ihre Entwicklung hat Faith immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt gebracht. Zu Beginn des Spiels wird die Runnerin nach zwei Jahren Haft unter Bedingungen aus dem Jugendgefängnis entlassen. Doch kaum aus dem Knast schließt sie sich wieder ihren alten Freunden bei den Runnern an. Dabei lernt sie auch einen jungen und mysteriösen Neuling kennen, der an ihren Fähigkeiten als Runner zweifelt. Für Faith heißt es nun sich wieder zu Beweisen. Wie spannend ihr Abenteuer über den Dächern von Glass City dann letztendlich wird, war in der Anspielversion jedoch noch nicht erkennbar.

    City of Glass

          

    Als einen weiteren wichtigen Eckpfeiler von Mirror's Edge Catalyst bezeichnen die Entwickler von DICE den Schauplatz des Spiels - die City of Glass. Im Vorgänger bewegte sich Faith nur in eng abgesteckten Levels und die Stadt diente lediglich als Kulisse. Nun erwartet die junge Heldin jedoch eine offene Spielwelt, in der die Stadt selbst fast eine Art Charakter darstellen soll. Ohne Ladezeiten geht es von einer Mission zur nächsten, indem wir direkt in der Spielwelt mit den storyrelevanten Charakteren interagieren.

    In der City of Glass dominiert die Farbe Weiß. In der City of Glass dominiert die Farbe Weiß. Quelle: Electronic Arts Wie gewohnt sehen wir die Stadt dabei vor allem von oben, wenn sich Faith über die Dächer der Metropole schwingt. Die komplette Spielwelt ist jedoch nicht von Anfang an zugänglich. Stattdessen öffnen sich mit stetigem Fortschritt in der Story immer weitere Bereiche von Glass City. Auf diese Weise soll der Spieler etwas geführt werden und gezwungen sein in regelmäßigen Abständen zur Hauptgeschichten zurück zu kehren. Das funktionierte in unserer Anspielsession bereits ganz gut. Wir haben Nebenaufgaben erledigt ohne jemals das Gefühl zu haben zu sehr vom eigentlichen Pfad abzuweichen.

    Bei all dem macht die City of Glass auch optisch einen hervorragenden Eindruck. Die Frostbite Engine 3 liefert eindrucksvolle Ausblicke und Häuserschluchten. Besonders gut hat uns dabei die Beleuchtung gefallen, die je nach Sonnenstand für die unterschiedlichsten Lichtspiele an den verschiedenen Gebäuden sorgt. Im Stil sind die Entwickler dem Vorgänger treu geblieben. Auch wenn es in Glass jetzt die eine oder andere dreckige Ecke, deutlich mehr Detailobjekte und den einen oder anderen Farbakzent gibt, so dominiert doch noch immer das sterile und saubere Weiß.

    Mirror's Edge Catalyst im Vorschau-Video

          
    07:03
    Mirror's Edge Catalyst ausführlich angespielt: Vorschau-Video
    Spielecover zu Mirror's Edge Catalyst
    Mirror's Edge Catalyst

    Das soziale Zusammenspiel

          

    Während des Anspielevents nutzten die Entwickler die Gelegenheit die sozialen Features von Mirror's Edge Catalyst, das sogenannte Social Play, erstmals vorzustellen. Einen klassischen Mehrspieler-Modus, in dem mehrere Spieler zusammen gegeneinander antreten oder im kooperativen Spiel zusammenarbeiten, wird es nicht geben. Dafür bietet das Spiel vielfältige Möglichkeiten sich mit seinen Freunden zu messen. Über sogenannte Billboard-Hacks lasst ihr zum Beispiel euer Runner-Tag auf einer Werbetafel erscheinen. Dies ist dann auch im Spiel eurer Freunde sichtbar.

    Deutlich spannender sind da allerdings die Dashes - Rennen gegen die Uhr von einem Start- zu einem Zielpunkt. Wie ihr dorthin gelangt ist euch dabei völlig freigestellt. Am Ziel wird die Zeit gestoppt und in eine Rangliste eingetragen. Bereits während der wenigen Versuche gegen Pressekollegen packte uns immer wieder der Ehrgeiz, wenn wir gesehen haben, dass jemand fünf Sekunden schneller war. An dieser Stelle beginnt das Tüfteln und Experimentieren, um die beste Route zum Ziel zu finden. Die von der Runners Vision vorgegebene Route ist dabei meist nicht zu empfehlen.
    Mirror's Edge Catalyst in der Vorschau. Mirror's Edge Catalyst in der Vorschau. Quelle: Electronic Arts Zusätzlich zu den bereits im Spiel vorhandenen Herausforderungen, setzt DICE diesmal auch auf sogenannten User-Generated-Content. Also Inhalte, die der Spieler erstellt und mit anderen Spielern teilt. Mit wenigen Klicks erstellt ihr so zum Beispiel einen Beat-Point an einer schwer zugänglichen Stelle und fordert damit andere Spieler heraus, ebenfalls einen Weg dorthin zu finden. Mit den Time-Trials legt ihr außerdem eigene Rennen durch die Stadt an. Dazu platziert ihr simpel während des Laufens Checkpoints auf eurer Strecke. Andere Spieler können auf dieser Strecke dann um Bestzeiten wetteifern.

    Die selbst erstellten Herausforderungen werden dann ungelistet, also nur für euch selbst, oder gelistet gespeichert. In letzterem Fall erscheinen die Kreationen auf den Karten eurer Freunde. Zusätzlich sorgt ein Algorithmus dafür, dass besonders beliebte Strecken auch bei anderen Spielern angezeigt werden. Aber keine Sorge: Wer sich absolut nicht mit anderen Spielern und deren Werken auseinandersetzen möchte, kann einstellen, was ihm auf der Karte angezeigt wird oder das Spiel auch komplett offline spielen (siehe Interview auf Seite 2).

    Bewegungsfreiheit in der ersten Person

          

    Das letzte der vier wichtigen Elemente von Mirror's Edge Catalyst ist für die Entwickler das First-Person Free Flow Movement, wie sie es nennen. Noch besser als im Vorgänger soll Faith in einen Bewegungsfluss verfallen, bei dem sich die verschiedensten Abläufe geschmeidig aneinander reihen. Diesmal soll sich auch der Kampf wesentlich besser in die Laufbewegungen integrieren lassen. So kann Faith verschiedene Sprünge mit direkten Angriffen auf in der Nähe stehende Gegner verknüpfen. Bei uns hat das bisher recht gut funktioniert. Hin und wieder landeten wir aber auch in Kampfsituationen, die uns völlig aus dem Flow gerissen haben.

    Im Kampf ist es von Vorteil die Umgebung zu nutzen. Im Kampf ist es von Vorteil die Umgebung zu nutzen. Quelle: Electronic Arts Auch in der normalen Bewegung gibt es noch immer einige Elemente wie Rohre und Leitern, die den Fluss stören. Aber insgesamt hatten wir den Eindruck, dass das Laufen mit Faith deutlich geschmeidiger und flüssiger von der Hand geht. Dabei hat sich an der Steuerung nur in Details etwas verändert. Mit Maus und Tastatur greifen wir altbewährt vor allem auf die WASD-Tasten für die Bewegung und die Leertaste zum Springen zurück. Mit der Maustaste sehen wir uns um und führen mit den Maustasten einen schweren Angriff beziehungsweise eine Ausweichbewegung aus.

    Im Kampf setzt Faith jetzt nämlich nur noch auf ihre Athletik und die Kraft ihrer Fäuste. Schusswaffen kommen im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr zum Einsatz. Dafür stellen sich der Runnerin verschiedenste Gegnertypen entgegen. So gibt es jetzt zum Beispiel auch einfaches Sicherheitspersonal, das nur mit Schlagstöcken ausgerüstet ist. In Kombination mit der Umgebung stellen diese leichten Gegner meist kein Problem dar. Gefährlicher wird es jedoch, sobald Feinde mit Schusswaffen ins Spiel kommen. Hier ist es ratsam jederzeit in Bewegung zu bleiben und den Flow aufrecht zu erhalten. Auf diese Weise baut sich nämlich das sogenannte Focus Shield auf. Solange das aktiv ist, wird Faith nicht von feindlichen Kugeln getroffen. Rennen ist daher häufig eine der besseren Optionen.

    Die Runner Vision zeigt den Weg. Die Runner Vision zeigt den Weg. Quelle: Electronic Arts Durch die nun offene Spielwelt bekommt das ganze Rumgerenne allerdings auch eine ganz neue Dimension. Wie Faith an ihr Ziel kommt entscheidet ihr. So lange ihr nicht in eine der zahlreichen Straßenschluchten stürzt, stehen euch alle Wege offen. Zur besseren Orientierung ist die Runner Vision wieder mit von der Partie. Diese Fähigkeit hebt nützliche Objekte rot hervor und führt euch an einem Band den einfachsten, aber nicht immer schnellsten, Weg entlang. Diese Funktionen können aber auch abgeschaltet werden. Besonders in den Herausforderungen mit Bestenlisten ist es unerlässlich nach alternativen Routen zu suchen, um die schnellste Zeit zu holen.

    Durch verschiedene Upgrades, die ihr mit gewonnener Erfahrung freischaltet, erlernt Faith neue Möglichkeiten der Fortbewegung. Dazu gehört unter anderem die Mag-Rope, mit der sich die Runnerin über breite Abgründe ziehen kann. Leider konnten wir den Einfluss dieses Gadgets auf die Bewegungsfreiheit in der offenen Spielwelt noch nicht ausprobieren. Unsere Anspielversion endete genau vor der Mission, in der sich Faith die entsprechende Fähigkeit hätte verdienen können.

    Feinschliff und Vorfreude

          

    In den verbleibenden Wochen bis zum Release haben die Entwickler vor allem bei der Optimierung noch einige Arbeit zu erledigen. Auf unseren Vorführrechnern hatte das Spiel hin und wieder mit einigen Framedrops zu kämpfen. Außerdem konnten wir teilweise fehlende Teile der Stadt beobachten. Egal ob Ladefehler, oder einfach noch nicht fertig gestellt, diese Probleme müssen noch auspoliert werden. Abgesehen davon läuft das Spiel spielerisch jedoch bereits erfreulich rund.

    Der grafische Stil, der Soundtrack und das Rennen durch Glass City erzeugten bei uns wieder die wohl bekannte Atmosphäre. Zusätzlich machten uns die hervorragende Inszenierung und die interessanten Charaktere Lust darauf mehr über Faith und ihr Schicksal zu erfahren. Nun hoffen wir nur, dass DICE diese Qualität auch über das gesamte Spiel hinweg halten kann. Dann stehen die Chancen auch gut, dass Mirror's Edge Catalyst nicht das gleiche Schicksal wie sein Vorgänger erleidet.

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Mirror's Edge Catalyst
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http://www.videogameszone.de/Mirrors-Edge-Catalyst-Spiel-55642/Specials/angespielt-Parkour-Action-in-der-Vorschau-1191540/
15.04.2016
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