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  • Mighty No. 9 im Test: Mega-Man-Nachfolger enttäuscht
    Quelle: Comcept

    Mighty No. 9 im Test: Mega-Man-Nachfolger enttäuscht nach langer Wartezeit

    Die Macht ist schwach in diesem Roboter: Mighty No. 9 erhebt Anspruch darauf, die wohl größte Enttäuschung des Jahres zu werden. Warum der geistige Nachfolger von Mega Man den hohen Erwartungen nicht gerecht wird, lest ihr in unserem Test.

    Was ist denn da nur bei Capcom los? Street Fighter 5 erwies sich nicht als der erhoffte Superhit, Resident Evil verkam in den letzten Jahren zum absurden Action-Spektakel und vom einstigen Firmenmaskottchen Mega Man fehlt schon lange jede Spur. Gerade letzteres ist besonders schade, da Capcom dem blauen Roboter seinen Aufstieg in den 80er Jahren zu verdanken hat. Zwei erfolgreiche Fortsetzungen der klassischen Jump 'n Shoot-Reihe aus dem Jahr 2008/2010 hoben Mega Man zwar kurzzeitig wieder aus der Versenkung, doch seitdem fristet er wieder ein einsames Dasein in Capcoms Archiven. Ein Status Quo, gegen den Keiji Inafune, einer der Schöpfer von Mega Man, nicht mehr länger hinnehmen wollte. Der Wunsch nach einem geistigen Nachfolger mündete im Jahr 2013 in eine Kickstarter-Kampagne, bei der sage und schreibe 4 Millionen Dollar zusammenkamen. Nach mehreren Verschiebungen und einem zusätzlichen Kickstarter ist Mighty No. 9 nun endlich erschienen. Viel besser als hier sehen die Zwischensequenzen in wahlweise englischer oder japanischer Sprache leider nicht aus. Und damit fängt die Misere erst an. Viel besser als hier sehen die Zwischensequenzen in wahlweise englischer oder japanischer Sprache leider nicht aus. Und damit fängt die Misere erst an. Quelle: PC Games

    Rise of the Robots

    Auch wenn es mit der Vorlage aus dem Hause Capcom keine inhaltlichen Überschneidungen gibt, sind die Ähnlichkeiten zwischen Mega Man und Mighty No. 9 mehr als offensichtlich. Android Beck übernimmt die Rolle des blauen Bombers, sein junger Schöpfer Dr. White ist die Neuinterpretation von Dr. Light und selbst die niedliche Roll erlebt in der mechanischen Haut von Call quasi eine Wiedergeburt. Die Hintergrundgeschichte, bei der plötzlich fast alle Roboter aus unbekannten Gründen ihre menschlichen Erschaffer angreifen, weist ebenfalls nicht viel Originalität auf, aber das ist im Angesicht des Genres durchaus zu verschmerzen. Anders als Mega Man setzt Mighty No. 9 jedoch auf umfangreichere Zwischensequenzen, die mal in Form von Standbildern, mal in Spielgrafik präsentiert werden. Die sehr dürftige Präsentation - nicht einmal die Lippen bewegen sich zum gesprochenen Text - lässt dabei schon recht früh erahnen, auf was für einen Niveau sich Mighty No. 9 befindet.

    Die meisten Stages bieten vom Layout her nicht viel mehr als den bekannten Einheitsbrei. Hier fühlen wir uns doch sehr an die Stage von Storm Eagle aus Mega Man X erinnert. Die meisten Stages bieten vom Layout her nicht viel mehr als den bekannten Einheitsbrei. Hier fühlen wir uns doch sehr an die Stage von Storm Eagle aus Mega Man X erinnert. Quelle: PC Games Ist im Hauptmenü erstmal die Wahl getroffen, welchen der insgesamt acht Robotermeister ihr als erstes herausfordern möchtet, wechselt das Geschehen auf die altbekannte 2D-Schiene. Becks Kampfrepertoire unterscheidet sich zu Beginn kaum von dem seines geistigen Vaters. Die größte, erwähnenswerte Ausnahme ist allerdings die Dash-Funktion, dank der Beck sich schnell nach vorne oder nach einem Sprung Richtung Boden bewegen kann. Nun gab es diese Art der Fortbewegung schon bei Mega Man X auf dem Super Nintendo, neu hingegen ist aber die Tatsache, dass ihr mit dem Dash auch Gegner absorbieren könnt. Habt ihr sie vorher durch Beschuss ausreichend geschwächt, taumeln sie für einige Sekunden und können mit einem Dash endgültig besiegt werden. Wer binnen weniger Augenblicke gleich mehrere Gegner absorbiert, erhält nicht nur einen Punktebonus, sondern kurzzeitig auch einen Boost auf seine Profilwerte. Hat man die Positionen der einzelnen Gegner und den Aufbau des Levels erst einmal verinnerlicht, düst man wie im Höhenrausch durch die Stages. Besonders Speedrunner werden ihre Freude daran finden, den perfekten Ablauf zu koordinieren. Es kann aber jetzt schon davon ausgegangen werden, dass die Cryosphere-Waffe zum Standardwerkzeug vieler Runner werden wird, da sie das Zeitfenster für perfekte Kombos signifikant erhöht und andere Waffen fast schon obsolet macht.
    Und noch eine Anspielung auf Mega Man, diesmal Teil 2. Damit macht es sich Mighty No. 9 stellenweise leider ein wenig zu einfach. Und noch eine Anspielung auf Mega Man, diesmal Teil 2. Damit macht es sich Mighty No. 9 stellenweise leider ein wenig zu einfach. Quelle: PC Games

    Comeback misslungen

    Leider haben es die Entwickler nicht geschafft, diesen kleinen Funken an Innovation auf den Rest des Spiels auszuweiten. Von Anfang an stellt man sich als Spieler die Frage, wo das ganze per Kickstarter gesammelte Geld hingeflossen ist. In eine zeitgemäße Technik schon mal nicht - Mighty No.9 befindet sich gerade einmal auf gehobenen PS2-Niveau und enttäuscht mit detailarmen Charakteren, lächerlichen Explosionen sowie quasi nicht vorhandenen Lichteffekten. Völlig unerklärlich, wie das Spiel im Angesicht einer solch veralteten Technik noch mit Framerate-Einbrüchen zu kämpfen hat. Nun mag man als alteingesessener Mega-Man-Fan über optische Defizite noch hinwegsehen und sich allein aufs Gameplay konzentrieren können. Dafür, dass Mighty No. 9 als geistiger Nachfolger des blauen Bombers angekündigt wurde, bietet das Spiel in seinem Gesamtspektrum einfach viel zu wenig, um der Vorlage gerecht zu werden. Größtenteils macht es bei vielen Levels kaum Sinn, zu einer der gesammelten Extrawaffen zu wechseln, die ihr für das Besiegen der immer nett designten Bossgegner erhaltet. Über eine wohldurchdachte Vorgehensweise müsst ihr dabei nicht vorgehen, denn der Auswahlbildschirm gibt euch die ideale Reihenfolge quasi schon vor. Abseits der Hauptkampagne locken noch diverse Challenges ans Gamepad, doch sind diese grafisch noch unspektakulärer ausgefallen als die Roboterwelten. Somit wirft Mighty No. 9 letzten Endes nicht nur ein schlechtes Bild auf Keiji Inafune und sein aus ehemaligen Capcom-Mitarbeitern bestehendes Team, sondern auch auf das gesamte Kickstarter-Konzept. Ob es wirklich eine gute Idee ist, als Endkunde reine Spielkonzepte sofort mit einem riesigen Budget auszustatten, müssen jetzt Bloodstained: Ritual of the Night und Yooka-Laylee unter Beweis stellen. Mighty No. 9 hat seine Chance vertan.
    Einige Boss-Designs sind recht gelungen, allerdings macht die biedere Technik viel wieder zunichte. Zero anyone? Einige Boss-Designs sind recht gelungen, allerdings macht die biedere Technik viel wieder zunichte. Zero anyone? Quelle: PC Games

    Mighty No. 9 (PS4)

    Spielspaß
    58 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Nette Dash-Funktion
    Einige cool designte Bosse
    Japanische und englische Sprachausgabe
    Nicht alle Extrawaffen sinnvoll
    Stellenweise Einbrüche in der Framerate
    Schlimmes Voice-Acting
    Maßlos veraltete Technik
    Schwaches Level- und Weltendesign+
    Blasse Charaktere

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Mighty No. 9
Mighty No. 9 im Test: Mega-Man-Nachfolger enttäuscht nach langer Wartezeit
Die Macht ist schwach in diesem Roboter: Mighty No. 9 erhebt Anspruch darauf, die wohl größte Enttäuschung des Jahres zu werden. Warum der geistige Nachfolger von Mega Man den hohen Erwartungen nicht gerecht wird, lest ihr in unserem Test.
http://www.videogameszone.de/Mighty-No-9-Spiel-54150/Tests/Mega-Man-Nachfolger-enttaeuscht-1199213/
21.06.2016
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2016/06/aufmacher-pc-games_b2teaser_169.jpg
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