Microsoft vs. Google: Gmail-Man-Video kritisiert Googles Umgang mit dem Thema Postgeheimnis
Gmail ist erst seit etwa 4 Jahren für jedermann verfügbar. Dass die 200 Millionen Kunden, die der Service bereits heute hat, Microsoft nicht vollkommen kalt lassen, leuchtet ein.
Google macht Software-Riese Microsoft mit seinem Freemail-Angebot Gmail bereits seit einigen Jahren mächtige Konkurrenz. Derzeit hat Hotmail zwar noch mit etwa 360 Millionen Nutzern gegenüber 200 Millionen die Nase vorn, in Stein gemeißelt ist die in diesem Bereich noch existierende Dominanz der Redmonder aber natürlich keineswegs. Zur Zeit versucht der Suchmaschinen-Riese mit dem bunten Logo beispielsweise anderen Email-Providern, darunter eben auch Hotmail, Kunden mit dem sogenannten Email-Intervention-Programm abzujagen. Was das genau ist, erklärt das erste Video unterhalb der Meldung. Nun hat Microsoft aber seinerseits gekontert, mit einem Video, in dem sich der Konzern über Googles angeblich fragwürdigen Umgang mit dem Thema Postgeheimnis lustig macht.
Star des Videos ist der Gmail-Man, wobei Star in diesem Falle allerdings eindeutig negativ zu verstehen ist. Der Gmail-Man bringt Inhabern von Gmail-Accounts die Post, liest sie aber vorab durch - eigentlich ein Skandal. Aber warum tut er das? Grund ist das vielleicht interessanteste, zugleich aber wohl auch umstrittenste Feature von Googles Gmail: die sogenannte Priority Inbox. In dieser werden eingehende E-Mails nach vermeintlicher Wichtigkeit vorsortiert. Um diesen Service gewährleisten zu können, muss der Internet-Riese die Post des Empfangenden mitlesen oder besser gesagt auf bestimmte Schlüsselwörter scannen. Die auf diesem Wege erhaltenen Daten nutzt Google wiederum zu Werbezwecken.