Metroid Other M im Test für Wii: Mitreißende Story, tolle Grafik aber Tücken in der Steuerung
Samus Aran hat auch in Other M nichts von ihrer Coolness und ihrem rauen Charme eingebüßt. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Lange hat es gedauert, doch nun ist es endlich da: Metroid: Other M erscheint heute in Europa und verspricht einmal mehr, Spieler durch düstere Atmosphäre, ausgereiftes Gameplay und fordernde Endbosse in ihren Bann zu ziehen. Allerdings war kein Metroid-Spiel zuvor auch so umstritten wie dieses hier. Nach den genialen Prime-Teilen, die von den Retro-Studios entwickelt und aus der Ego-Perspektive gespielt wurden, geht das von den Action-Experten von Team Ninja gefertigte Other M einen anderen Weg: Es kehrt zu den Wurzeln der Serie zurück und verbindet offene Welten mit klassischem 2D-Gameplay. Ob dieser Schritt geklappt hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Test zu Metroid: Other M.
Das hat uns gefallen:
Variantenreich: Von frostigen Eislandschaften über unheimliche Sumpfgebiete bis zu feurigen Lavahöhlen reicht die Levelvielfalt. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Mitreißende, durchdachte Story
Metroid mit ausufernden, gerenderten Zwischensequenzen, einer verzweigten Story und einem starken Fokus auf die Figuren? Was bis vor Kurzem noch undenkbar war und erst mit Metroid Prime 3: Corruption in Ansätzen integriert wurde, hat sich im neuesten Teil endgültig durchgesetzt. Zeitlich ist die Handlung von Other M zwischen Super Metroid und Metroid Fusion angesiedelt und erzählt, welche Abenteuer Samus Aran nach ihrem knappen Sieg über ihre Erzrivalin Mother Brain und dem Tod des Baby-Metroids zu bestehen hat. Nachdem Samus, geschwächt vom Kampf, auf einer Krankenstation aus einem langen Schlaf erwacht, bleibt ihr kaum Zeit, sich auszuruhen: Eine seltsamer Hilferuf aus einer Forschungsstation im Weltraum bringt sie dazu, mit ihrem Raumschiff nach dem Rechten zu sehen.
Schon bald trifft sie dort auf Soldaten der Galaktischen Föderation, unter ihnen ihr ehemaliger Vorgesetzter Adam Malkovich. Obwohl sie und er einst im Streit auseinandergingen, arbeitet Samus fortan mit ihm zusammen. Schon bald muss die kleine Gruppe jedoch mit Schrecken feststellen, dass auf der Forschungsstation einiges nicht mit rechten Dingen zugeht … Wir wollen und dürfen euch nicht viel mehr zur Other M-Story verraten, doch seid versichert, dass uns noch niemals zuvor ein Metroid-Spiel derart in seinen Bann gezogen hat. Freut euch auf zahlreiche, unerwartete Wendungen, dramatische Situationen und eine Samus Aran, die noch niemals zuvor derart menschlich gewirkt und agiert hat!
Sinnvolle und spaßige neue Features
Die Soldaten der Galaktischen Föderation spielen eine immens wichtige Rolle für die Geschichte. Welche, verraten wir allerdings nicht! [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Other M macht vieles anders als seine Vorgänger und ist doch durch und durch ein sehr würdiger Serienvertreter. Die größte Veränderung ist ohne Frage die "2.5D-Ansicht", die es so noch niemals zuvor in einem Metroid-Spiel gegeben hat und die euch auch Bewegungen in den Hintergrund ermöglicht. Mit quer gehaltener Wii-FB steuert ihr Samus somit durch diese quasi offene Welt, jedoch auch immer wieder durch reine 3D-Abschnitte mit fester Kameraperspektive. Damit die Präzision nicht darunter leidet, werden Gegner ab sofort automatisch anvisiert. Sobald ihr dann euren Schuss aufgeladen habt und einem Bösewicht auf den Buckel gesprungen seid, wird - das richtige Timing vorausgesetzt - ein beeindruckender Finishing-Move ausgelöst. Dieser Move ist auch bei Endgegnern oft von großer Wichtigkeit! Wenn ihr mit der Fernbedienung auf den Bildschirm zeigt, wechselt das Geschehen in die Ego-Perspektive.
Ihr könnt euch dann zwar nicht mehr bewegen, jedoch dafür Gegenstände scannen, nach verborgenen Objekten Ausschau halten und - besonders wichtig - eure Widersacher direkt anvisieren und mittels Raketen aufs Korn nehmen. Ganz richtig, in der "normalen" Ansicht steht euch nur noch euer Beam zur Verfügung, was nach kurzer Eingewöhnung aber schnell in Fleisch und Blut übergeht. Übrigens, Munition für eure Waffen müsst ihr ab sofort nicht mehr einsammeln und auch Lebensenergie-Kugeln existieren nicht mehr: Haltet einfach den Controller senkrecht, drückt den A-Knopf und ladet damit euren Raketenvorrat und einen Teil eurer Energie wieder auf.
Sehr viel zu entdecken
In manchen Abschnitten könnt ihr euch nur langsam gehend fortbewegen. Diese dienen vor allem der Weiterführung der Geschichte. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Die Welt von Metroid: Other M ist groß, sehr groß sogar und nach wie vor gespickt mit Items, die für ein Vorankommen im Spiel nicht unbedingt notwendig sind, die einem das Leben aber enorm erleichtern. Lebenscontainer, Raketen-Upgrades etc. werden auf der Karte als kleine, blinkende Punkte dargestellt. Jedoch liegen diese Helferlein niemals offen in der Gegend herum; es erfordert einiges an Hirnschmalz, die verborgenen Wege und Verstecke zu finden, die einen zum gesuchten Objekt der Begierde führen. Oft steht ihr direkt neben einem Item und habt dennoch keine Ahnung, wie ihr daran gelangen sollt. Aber keine Sorge, ungeduldige Spielernaturen, die ohne große Gedankenverknotungen vorankommen wollen, haben auch nach Abschluss des Abenteuers die Möglichkeit, die gesamte Karte weiterhin zu erforschen und eventuell liegen gelassene Gegenstände einzusacken. So wird für alle Spielertypen, sowohl für jene mit einem Action-Faible als auch ruhige Erkunder, etwas geboten.
Gegnertypen bis zum Abwinken
Sprachausgabe, Dialoge und Sound sind auf einem hohen Niveau. So etwas würden wir uns auch für das neue Zelda: Skyward Sword wünschen! [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Die Gegnervielfalt in Metroid-Spielen war schon immer enorm groß. Bereits im ersten Teil für den NES liefen euch je nach Levelabschnitt unterschiedliche und einzigartige Viecher über den Weg, denen ihr mit eurem Power Beam die Hölle heiß machen musstet. Other M bildet hier natürlich keine Ausnahme. Während ihr das Abenteuer bestreitet, begegnet ihr einer Vielzahl an großen und kleinen, schrägen und eher unscheinbaren, hartnäckigen und scheinbar harmlosen Widersachern, die euch das Leben schwer machen wollen. Viele davon dürften euch bereits aus anderen Spielen bekannt sein, die Entwickler setzen klar auf den Wiedererkennungseffekt.
Aber natürlich dürft ihr auch gegen eine Heerschar neuer Kreaturen zu Felde ziehen. Auch die Endbosse sind durch die Bank äußerst gelungen, so tretet ihr etwa gegen ein riesiges Lava-Monster, ein flinkes Chamäleon-Wesen, das sich unsichtbar machen kann, oder - in bester Zelda-Manier - gegen ein schleimiges Wurm-Duo an. Schön auch, dass das Abenteuer ganz eindeutig an Vielspieler gerichtet ist: Bis ihr die richtige Taktik gegen manche Feinde gefunden habt, zieht oftmals einige Zeit ins Land und leicht zu bezwingen sind sie trotzdem noch lange nicht. Langweilig wird euch bei dieser Menge an bösen Gestalten, die euch an den Kragen wollen, ganz bestimmt nicht!
Das hat uns weniger gefallen:
Licht und Schatten
Oft steht ihr einer wahren Übermacht an Gegnern gegenüber. Auf euren treuen Powerbeam ist zum Glück aber immer Verlass. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Super Mario Galaxy 2 muss sich festhalten, denn was Metroid: Other M an Effekten und technischen Kinkerlitzchen bereithält, nagt gewaltig an der Krone der aktuellen Wii-Grafikreferenz. Während wir in unserer Test-Session durch frostige Schnee-Gebiete, feurige Lavahöhlen und verregnete Sumpflandschaften rannten, lief uns mehr als einmal ein wohliger Schauer über den Rücken. Lediglich ein paar unschöne Texturen stören das ansonsten tadellose Gesamtbild. Doch bei aller grafischen Brillanz ist es vor allem der Sound, der im Gedächtnis haften bleibt: Die Mischung aus altbekannten und neuen Melodien ist extrem stimmig und untermalt jede Spielsituation perfekt. Die professionelle, englische Sprachausgabe der Figuren ist für ein Nintendo-Spiel ein echtes Novum. Oh, und haben wir schon die genial gerenderten Zwischensequenzen erwähnt? Nein? Dann wäre das hiermit auch getan … und jetzt genug der überschwänglichen Lobhudelei.
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Screenshots aus unserem Test zu Metroid: Other M:
- Schlagwörter:
- , metroid: other m
Das es ein sehr gutes Spiel ist bestreite ich nicht, als Fan der Serie hat mir oM eh Spaß gemacht, aber ich wollte einpaar Punkte aufzählen über die es sich durchaus streiten lässt.
@Atmo: ich spiele zurzeit wieder Fusion , und was die Atmosphäre betrifft finde ich Fusion eindeutig besser.…