play³ X3 N-ZONE PlayBlu XBG Games

Metro 2033 (Xbox 360)

Release:
09.06.2011
Genre:
Action
Publisher:
THQ

Metro 2033 für Xbox 360 im Test: Fesselnd und atmosphärisch brillant - So gut ist der Endzeit-Shooter von 4AGames

16.03.2010 11:10 Uhr
|
Neu
|
In unserem Test zu Metro 2033 reisten wir in das virtuelle Moskau. Und das ist im Jahr 2033 kein Schönes: Es besteht aus Ruinen und ist verseucht.

In dem völlig zerstörten Moskau lauern Plünderer und Neonazis. In dem völlig zerstörten Moskau lauern Plünderer und Neonazis. Ihr könnt die Kerle angreifen. Oder ihr versteckt euch, wartet, bis sie vorbeilaufen, und setzet euren Weg fort. Das Spiel stellt euch nicht explizit vor diese Entscheidung. Euer Angreifen macht sich auch nicht direkt bemerkbar. Aber ihr dürft, wenn ihr wollt. Ihr könnt zwar nur den wenigsten Kämpfen in Metro ausweichen, dennoch lockert das hin und wieder den sonst sehr linearen Spielverlauf etwas auf.

Vielleicht wirkt sich diese Entscheidung aber auch auf das Finale des Spiels aus. Zwei Enden gibt es, beide hängen von eurem Handeln an bestimmten, nicht näher beschriebenen Stellen ab. An einer Station könnt ihr zum Beispiel einem Kind mit eurer Spende helfen. Müsst ihr aber nicht. Viel mehr Interaktion gibt Metro auch nicht her. All den Lagerfeuer-Runden, dem Gitarrenspiel der Bewohner oder auch deren Streitigkeiten wohnt ihr als stummer Zeuge bei. Man redet mit euch, ihr selbst sagt jedoch fast nichts. Lediglich in den Ladepausen zwischen den Levels der insgesamt sieben Kapitel kommt Artjom als Erzähler zu Wort. Warum er im eigentlichen Spiel nicht redet, ist uns ein Rätsel.

Action-Spieler kommen auf ihre Kosten. Hier ballert ihr euch durch Horden von Mutanten, Banditen, den erwähnten Neonazis, Kommunisten und Lebensformen, die bisher unbekannt sind. In einem unterirdischen Komplex mussten wir uns beispielsweise kniehoher, schleimiger Kugeln erwehren, die aus den Löchern im Boden auf uns zurollten. Diese offenbar organischen Dinger explodierten in einer Gift- und Säurewolke, wenn sie in die Nähe unserer Spielfigur und deren Begleiter kamen. Wir mussten sie rechtzeitig aus sicherer Distanz ausschalten. Das hört sich einfacher an, als es war. Denn wenn ein knappes Dutzend dieser Kugeln gleichzeitig auf einen zurasen, muss jeder Schuss sitzen. Die Munition ist in der postapokalyptischen Welt von Metro 2033 knapp. Es gibt zwei Arten davon: die aus den Jahren vor der Katastrophe und die aus der Zeit danach. Erstgenannte wurde industriell hergestellt und ist daher durchschlagskräftiger und wertvoller. Sie dient auch als Währung im Spiel. Gegen die Patronen aus der früheren Zeit erwerbt ihr Waffen, Medipacks oder auch Munition aus der Zeit nach der Katastrophe. Diese „neue“ Munition ist schwächer, dafür aber günstig beim Tausch (eine „alte“ Patrone gegen „fünf“ neue) und oft bei den Leichen eurer Gegner zu finden. Die gute „alte“ Munition könnt ihr natürlich auch verballern. Allerdings dürft ihr euch dann nicht beschweren, wenn euch „das Geld“ für eine tolle neue Waffe nicht ausreicht.

Das Grün erfreut das Auge. Doch was hat diese Vision zu bedeuten? Das Grün erfreut das Auge. Doch was hat diese Vision zu bedeuten? Zwei Dinge haben uns besonders gefallen. Zum einen erzählt Metro eine spannende Geschichte. Aber auf seine eigene, subtile Weise. Es ist die Umgebung, die dem Spieler das ungute Gefühl der Gefahr vermittelt, es sind die seltsamen Visionen der Hauptfigur, dank denen ihr euch beobachtet fühlt. Und es sind eure computergesteuer­ten Begleiter, mit denen ihr an vielen Stellen gemeinsam gegen die Gegner kämpft. Und somit wären wir schon bei der zweiten Sache: Begleiter. Die gibt’s freilich auch in anderen Ego-Shootern. Hier jedoch hat man das Gefühl, Charakteren mit eigener Persönlichkeit zu begegnen. Wenn der Anführer eurer Truppe euch zusammen mit einem anderen Kämpfer in eine Zweier-Gruppe einteilt und euch nach hinten befehligt, dann klingt und sieht das … irgendwie respekteinflößend aus. Der Kerl weiß, was er tut, er ist der geborene Anführer. Wenn er euch später in sein eigenes Doppel holt, werdet ihr vermutlich stolz auf eure „Beförderung“ sein!

Natürlich ist das Verhalten der Nichtspieler-Charaktere stellen- und sekundengenau vorgegeben, natürlich sind die Handlungsereignisse skriptgesteuert, aber sie vermitteln einen glaubhaften Eindruck. Schade nur, dass viele Figuren, die Artjom auf seiner Reise kennenlernt, nur kurz in sein Leben treten.

Das Ende enttäuscht ein bisschen, weil es Fragen offen lässt. Und weil es schon nach etwa sieben Stunden über den Monitor flimmert. Die Kürze wird aber wohl immer ein Fluch dieses Spiel-Genres bleiben.

Videogameszone-
Spielspaß-Wertung:
85 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Grafik:
Sound:
Multiplayer:
8/10
9/10
-/10
Schaurig-schöne, atmosphärische Spielwelt
An einigen Stellen sehr schwer
Interessante Figuren …
… die aber nur kurz auftauchen
Action satt, keine Durchhänger
Der russische Akzent mancher Figuren klingt arg aufgesetzt.
   
Alexander Frank
Hoffentlich kommt bald der zweite Teil, denn ich will mehr davon!
Das Erstlingswerk der Ukrainer von 4A Games hat mich überrascht. Nach vielen Bugs in S.T.A.L.K.E.R. (ein Teil von 4A Games verantwortete das Spiel mit) rechnete ich nicht mit einem so sauber programmierten Produkt. Was mir auffiel, war lediglich die an manchen Stellen nicht ganz perfekte Lippensynchronisation der Charaktere. Übrigens: Versucht nicht, den Titel als strikte Umsetzung der Buchvorlage zu sehen. Seht ihn lieber als einen eigenständigen Ego-Shooter. Denn große Teile des Buches kann man einfach nicht am Bildschirm nachstellen. Wer sich aber von Metros Atmosphäre gefangen nehmen lässt, erlebt einen der intensivsten Ego-Shooter überhaupt.
   
   
Marc Brehme
Überraschend gut. Nicht überraschend kurz.
Ja, ich gestehe. Ich gestehe, dass ich Metro 2033 nach der Ankündigung und den ersten Bildern als simple S.T.A.L.K.E.R.-Kopie in die Vorurteilsschublade gestopft und etwas aus den Augen verloren hatte. Für mich entpuppte sich der lineare Ego-Shooter russischer Herkunft nun aber überraschend als äußerst atmosphärischer und spannender Vertreter seiner Zunft. Zumal auch gelungene Skriptereignisse den shootertypischen linearen Ablauf auflockern.Es macht einfach Spaß, durch den Moskauer Untergrund zu latschen und die lebendige Spielwelt zu erleben, die auch von den gelungenen Licht- und Schatteneffekten profitiert. Die Kämpfe sind meist eher kurz und heftig als langwierig und anstrengend und erhalten etwa durch verschiedene Munitionsarten sogar eine taktische Note. So muss das sein! Eins minus. Setzen.
   
Redakteur
Moderation
16.03.2010 11:10 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
16.03.2010 00:52 Uhr
Zitat: (Original von Wiizocker am 16.03.2010 00:16)
Erster! ^^ 85% sind doch voll ok 


Auf jeden Fall.

Wie ist denn die Performance auf der Xbox 360 und wie groß ist der Grafikunterschied zur PC-Fassung?
Ersteres wäre für mich auf jeden Fall wichtiger, ich habe zwar gerne eine schöne Grafik aber nicht wenn die Performance dafür total scheiße ist.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
16.03.2010 00:16 Uhr
Erster! ^^ 85% sind doch voll ok