Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots

Test Onur Yildirancan

KRIEGSSPIELZEUGE
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots Quelle: play3 Neben euren Schießeisen habt ihr natürlich noch einige nützliche Gadgets aus Professor Otacons Garage parat (siehe Extrakasten): Der Mini-Roboter MK. II wird von Snake per PS3-Pad ferngesteuert und kann sich auf Knopfdruck komplett unsichtbar machen. Aktiviert er allerdings seine Strompeitsche, kann er zwar die Soldaten kurzzeitig schachmatt setzen, wird dafür aber auch sichtbar. Zudem zeigt eine endliche Batterieanzeige an, wann Schicht im Schacht ist. Ebenfalls batteriebetrieben ist das futuristische Solid Eye: Die mechanische Augenklappe fungiert als Fernglas, Wärmesichtgerät und Radar. Doch Vorsicht: Das eingeschaltete Solid Eye gibt ein leises Brummen von sich, das besonders hellhörige Supersoldaten leicht aufhorchen lässt. In solchen und ähnlichen Drucksituationen schnellt die neue Stressanzeige nach oben: Ist sie bei 100% Prozent angelangt, wechselt Snake in den Kampfrausch-Modus.

Durch den Endorphinkick spürt ihr kaum Schmerzen und verbessert eure Zielgenauigkeit. Doch übertreibt ihr es, kann die alte Schlange schon mal das Bewusstsein verlieren. Die Verstandsanzeige hängt mit dem Stress-Meter zusammen, hat allerdings auch eine eigenständige Funktion: Je klarer ihr bei Verstand seid, desto schneller füllt sich eure Lebensanzeige.

KINOREIF
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots An MGS 4 hat ein wahrer Künstler mitgewirkt, das merkt man spätestens an den ausufernden Zwischensequenzen: "Regisseur" Hideo Kojima hat hier definitiv sein Meisterstück abgeliefert. Handwerklich sind die zahlreichen Filmchen dermaßen pompös in Szene gesetzt, dass uns ein ums andere Mal die Spucke wegblieb: Geschmeidige Kamerafahrten, punktgenaue Schnitte und tolle Choreographien lassen MGS 4 hollywoodreif wirken. Selbst notorische Zwischensequenz-Wegdrücker dürften die Finger von der START-Taste lassen.

Zumal ihr euch diesmal nicht einfach zurücklehnen und die Story passiv genießen könnt: In aller Regelmäßigkeit taucht für einen kurzen Moment das X-Symbol auf dem rechten oberen Bildschirm auf, das ihr dann bearbeiten müsst. Dadurch blitzen Bilder aus den Vorgängern auf, die euch die Story-Verbindung mit der jeweiligen Sequenz näher bringen. Auch wirtschaftlich zahlt sich das Button-Mashing für euch aus, denn für jeden erfolgreich aktivierten Flashback erhaltet ihr Punkte, die ihr beim Waffenhändler verprassen dürft.

TECHNISCH SOLIDE
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots Grafisch ist MGS 4 besonders in den Zwischensequenzen ein absoluter Hingucker: Neben der tollen Regie begeistern auch die zahlreichen Explosions- und Partikeleffekte, sowie die aufwändig modellierten Spielfiguren. Diese haben erstmals einen menschlichen Glanz in den Augen. Die ordentliche Spielgrafik kann da leider nicht ganz mithalten: Gräuliche Texturen und die blasse Beleuchtung erinnern an die Vorgänger - in HD. Zudem läuft das Spiel in einer konstant niedrigen Bildwiederholungsrate, was sich mit gelegentlichen Slowdowns äußert. Auch in den Zwischensequenzen müsst ihr mit leichten Rucklern leben.

Während wir uns in Paris ausschließlich mit dem Singleplayer-Modus begnügten, hat sich Kollege Opl dem Multiplayer-Part angenommen. Ausführlich Eindrücke zu Metal Gear Online findet ihr auf den nächsten Seiten.

Wertung zu Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots (PS3)

Wertung:

92 /10
Pro & Contra
Die handwerklich grandiosen Zwischensequenzen setzen neue Maßstäbe.Steuerung und Gameplay sind sehr viel komfortabler als in den Vorgängern.Weitläufige Areale und eine große Entscheidungsfreiheit sorgen für Spannung.Fans werden besonders die zahlreichen Anspielungen lieben.
Serien-Einsteiger werden mit der komplexen Story komplett im Stich gelassen.Das Design der Endgegner kommt nicht an die Vorgänger heran.

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