Max Payne 3 (X360)

Release:
18.05.2012
Genre:
Action
Publisher:
Rockstar Games

Max Payne 3 im Test für PS3 und Xbox 360: Rockstar setzt neue Action-Maßstäbe

14.05.2012 18:01 Uhr
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Neu
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Im Test zu Max Payne 3 nehmen wir das neue Action-Abenteuer um den Alki-Cop genauestens unter die Lupe und verraten, mit welchen Mitteln es Rockstar gelingt, neue Maßstäbe im Action-Genre zu setzen. In Max Payne 3 erwarten euch eine konkurrenzlos stilvolle Inszenierung und famose Charaktere. Im Test erfahrt ihr mehr!


Max Payne 3 im Test für PS3 und Xbox 360: Rockstar Games setzt neue Maßstäbe im Action-Genre. Max Payne 3 im Test für PS3 und Xbox 360: Rockstar Games setzt neue Maßstäbe im Action-Genre. [Quelle: Rockstar Games] Max Payne 3 im Test für PS3 und Xbox 360: Zu einer guten Unterhaltung gehören immer mindestens zwei aufmerksame Gesprächspartner. Immer? Nicht immer! Ein Max Payne braucht keine aktiven Zuhörer, denn er ist der Meister des Monologs, des knorrig-depressiven Selbstgesprächs. Auch in Max Payne 3 brabbelt der Ex-Polizist mit dem Schnapsproblem in einer Tour vor sich hin - und das mit so viel zynischem Witz, dass der Spieler gebannt zuhört.

Zu erzählen gibt es wahrlich viel: Denn Max wird von einem dubiosen Geschäftsmann als Bodyguard angeheuert, zieht deshalb nach São Paulo in Brasilien und macht seinem Ruf als Scheißemagnet alle Ehre. Doch hat Rockstar es tatsächlich geschafft, die legendäre Serie perfekt in die Moderne zu hieven? Unser Test zu Max Payne 3 gibt die Antwort! Nutzt das Inhaltsverzeichnis am Ende dieser Zeilen, um auf die nächste Seite zu springen.

Das hat uns an Max Payne 3 gefallen:

Konkurrenzlos stilvolle Inszenierung, famose Charaktere

Im Verlauf der knapp zehnstündigen Handlung verschwimmen die Grenzen zwischen Lüge und Wahrheit, Freund und Feind zusehends - allerdings sind einige Wendungen dann doch arg vorhersehbar. Die große Stärke des Spiels ist aber nicht seine Story, sondern die Art und Weise, wie es diese inszeniert: Kinoreif geschnittene Zwischensequenzen verbinden alle 14 Kapitel miteinander, Farbfilter und Texteinblender geben dem Ganzen einen extrem stilvollen, individuellen Look. Cooler Nebeneffekt: Rockstar kaschiert durch die teils sehr langen Filmschnipsel auch sämtliche Ladezeiten!

Spektakuläre Schießereien

Die Physikroutinen in Aktion: Max stürzt schwerfällig zu Boden, die Papierstapel werden von Kugeln zerfetzt. Die Physikroutinen in Aktion: Max stürzt schwerfällig zu Boden, die Papierstapel werden von Kugeln zerfetzt. [Quelle: Rockstar Games] Wenn in Max Payne 3 mal keine Charaktere sprechen, dann tun dies die Waffen: Im Kern ist das Spiel ein reinrassiger Third-Person-Shooter. Ihr spaziert also mit Max durch linear aufgebaute Schauplätze und schießt alles nieder, was nach Ganove aussieht. Eure Widersacher gehen dabei erstaunlich clever vor: Die KI-Knilche fallen euch in die Flanke, rücken koordiniert vor und sind so treffsicher wie ein bayerischer Schützenverein. Zum Glück ist auch Mister Payne ein Meister an der Waffe - und an der Uhr. Denn auch in Max Payne 3 kommt wieder die legendäre Bullet Time zum Einsatz: Auf Knopfdruck aktiviert ihr eine Art Zeitlupe, die das Zielen und Ausweichen deutlich erleichtert. Außerdem im Offensivarsenal: der "Shootdodge"! Hinter diesem (übrigens von Rockstar markenrechtlich geschützten!) Ausdruck verbirgt sich ein Slow-Motion-Hechtsprung, den Max in alle Himmelsrichtungen ausführen kann - und auch sollte.

So hüpft ihr beispielsweise in ein Zimmer voller Gegner hinein und verteilt noch im Anflug die ersten blauen Bohnen. Aber Vorsicht: Max fällt dank realistischer Physikberechnungen gerne mal unglücklich, bleibt an einem Stuhl hängen und plumpst wie ein Stein zu Boden. Das sieht zwar faszinierend echt aus, kann aber tödlich enden - denn schließlich warten eure Feinde nicht, bis der Pannenpolizist wieder aufgestanden ist. Apropos warten: Max Payne 3 verlangt deutlich mehr taktisches Geschick von euch als noch die beiden Vorgänger. Nur wer das brandneue Deckungssystem nutzt und sich hinter Mobiliar versteckt, hat auf Dauer eine Überlebenschance. Denn schon auf dem zweiten Schwierigkeitsgrad (insgesamt gibt es fünf inklusive zweier freispielbarer) sackt Mister Payne nach wenigen Gegentreffern leblos zusammen. Klasse Idee: Ihr bekommt dann stets noch eine Art Gnadenfrist - und habt knapp drei Sekunden Zeit, euren potenziellen Mörder im letzten Moment zu erledigen. Allerdings kostet diese Instant-Vendetta eine Dose Schmerzmittel ("Painkiller"). Letztere fungieren als heilende Items: Max' Lebensenergie füllt sich - ganz altmodisch - nicht automatisch auf, ihr müsst sie durch eingesammelte Medizin wieder aufpäppeln.

Keine Chance auf Genesung haben indes eure Widersacher: Habt ihr den letzten Bösewicht einer Angriffswelle erledigt, so wird dies durch eine spektakuläre Kamerafahrt verdeutlicht. Diese folgt eurer letzten Kugel - vom Mündungsfeuer bis zum Einschlag im Polygonkörper des jeweiligen Gegners. Makaber und unserer Ansicht nach völlig unnötig: Ihr könnt währenddessen weiter auf den Abzug hämmern und euer armes Opfer quasi durchlöchern! Trotz dieses Abstechers in die Geschmacklosigkeit hat Max Payne 3 eine USK-Freigabe ab 18 Jahren erhalten - auch dank einer minimalen Anpassung in der deutschen Version. Zivilisten sind in der hiesigen Fassung unverwundbar - was völlig okay ist und die Atmosphäre null stört.

Motivierende Extras und Boni

Gute, alte Zeiten: Rückblenden zeigen, wie und warum Max von New Jersey nach Brasilien kam. Gute, alte Zeiten: Rückblenden zeigen, wie und warum Max von New Jersey nach Brasilien kam. [Quelle: Rockstar Games] Rockstar gibt sich viel Mühe, den linearen Solo-Modus durch einige pfiffige Boni aufzuwerten. So sind in allen Levels der Kampagne sogenannte "Hinweise" versteckt, deren Entdeckung euch mit coolen Storydetails belohnt. So lernt ihr beispielsweise in einer Herrentoilette einen amerikanischen Auswanderer kennen, der dann auch in späteren Missionen wieder auftaucht. Außerdem liegen in abgelegenen Levelecken goldene Waffenteile herum. Sammelt ihr diese ein, so wird die Angriffskraft der jeweiligen Wumme deutlich erhöht - und zwar dauerhaft. Dieser unrealistische Effekt lässt sich auf Wunsch aber auch jederzeit abschalten. Pflicht sind hingegen die "Grinds" genannten Mini-Achievements: Habt ihr zum Beispiel 100 Gegner mit einem Beinschuss erledigt, leuchtet am unteren Bildrand eine entsprechende Medaille auf. Dies funktioniert auch in den beiden freischaltbaren Extramodi: Score Attack und Eine Minute in New York. Bei Ersterem bekommt ihr für Abschüsse Punkte, bei Letzterem bekommt ihr für jeden erledigten Gegner Zeitboni gutgeschrieben - unterhaltsam und motivierend.

Brillant designte Schauplätze

Im Vorfeld war die Empörung groß: Max im sonnigen Brasilien? Mit schrillem Hawaiihemd und Glatze? Da geht nun wirklich nicht - dachten zumindest viele Fans. Das finale Spiel straft jedoch alle Zweifler Lügen: Atmosphärisch ist Max Payne 3 genauso düster, genauso erbarmungslos wie die beiden vorherigen Serienepisoden. Hinsichtlich des Leveldesigns setzt Rockstars neuester Hit gar genreweit neue Maßstäbe: Egal ob Luxusyacht, Nobeldisco oder Friedhof - nie waren Shooter-Schauplätze schicker! Der absolute Höhepunkt ist jedoch Max' Besuch in einem Armutsviertel: Die Favela wirkt unglaublich echt, man kann die Spannungen zwischen den Reichen und den Ärmsten der Armen förmlich spüren. Und wenn sich Max dann noch über seinen eigenen, völlig bescheuerten Touristenlook lustig macht, fühlt man sich wie in einem guten alten Bruce-Willis-Streifen.

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Max Payne 3 im Play3-Videotest: Neue Action-Maßstäbe
Redakteur
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14.05.2012 18:01 Uhr
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Dein Kommentar
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Bewertung: 0
19.05.2012 12:31 Uhr
Zitat: (Original von PatBiege;9371462)
(Diese ist schon damals entstanden, wurde aber nur nicht veröffentlicht, da sie nichts an der Indizierung geändert hätte).


Okay. Allerdings finde ich die Begründung bescheuert  Hätte man doch auch bei der Ösi-Version draufpacken können  Naja, bei Max Payne benötige ich wirklich keine deutsche Synchro.
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
19.05.2012 12:07 Uhr
Na da bin ich mal gespannt wann die ersten Cheater im Multiplayer auftauchen. Rockstar ist ja bekannt dafür sich einen Schei** um Cheaters zu kümmern bzw. um den Multiplayer, siehe Red Dead Redemption.
Benutzer
Bewertung: 0
18.05.2012 20:32 Uhr
Zitat: (Original von Iroquois-Pliskin;9371371)
Teil 1 gibt es auf Deutsch? Das wäre mir neu  Bei Teil 2 hätte man auf die deutsche Synchro verzichten können... Teil 3 hat keine deutsche Synchro, aber ist vielleicht auch besser so ^^

Teil 1 gibt es seit der Iphone Version mit deutsche Synchro (Diese ist schon…