Mass Effect 3 für PS3 und Xbox 360 im Test: In Mass Effect 3 schlüpfen wir ein letztes Mal in die Rolle von Commander Shepard und nehmen es mit den übermächtigen Reaper auf. Vorhang auf für das actionreichste und beste Kapitel der grandiosen Sci-Fi-Reihe von Bioware! In unserem ausführlichen Mass Effect 3-Test lest ihr, was das Rollenspiel so besonders macht.
Das hat uns an Mass Effect 3 nicht gefallen:
Störende Ladezeiten
Vor allem auf der Citadel und auf der Normandy, Shepards Raumschiff, zerren die Ladezeiten an den Nerven: Bis zu eine halbe Minute haben wir manchmal den Ladebildschirm angestarrt, bis es endlich weiter ging. Immerhin: Innerhalb der Missionen gibt's dafür wenig bis keine störenden Wartepausen.
Lineare Levels
Ähnlich wie im Vorgängerspiel sind die Levels von Mass Effect 3 sehr linear aufgebaut. Stets ist das Ziel klar vor Augen, Interaktionsmöglichkeiten gibt es kaum, Erkundungsanreize jenseits der Zielmarkierung fehlen. Einzig auf der Citadel-Raumstation darf man sich ein wenig die Beine vertreten, zumindest mehr als im Vorgängerspiel. Das ist zwar schön, doch trotzdem hätten wir uns hier mehr Freiheiten gewünscht.
Öde Sternenkarte
Zunächst die gute Nachricht: Die meisten zeitraubenden Minispiele hat Bioware für Mass Effect 3 gestrichen. Ein Glück! Ohne das umständliche Hacken oder das sterbenslangweilige Ressourcensammeln spielt sich der dritte Teil flotter und angenehmer.
Die aus Teil 2 bekannte Sternenkarte ist trotzdem wieder enthalten: Der Spieler lenkt sein Schiffchen von System zu System, daran hat sich nichts geändert. Neu ist aber, dass man nun nicht mehr jeden Planeten einzeln anfliegen muss - ein Tastendruck genügt, um die Umgebung des Raumschiffs auf Beute zu scannen. Hat man etwas Wertvolles entdeckt, kommt das bekannte Planetenscan-Minispiel zum Einsatz, das zwar nicht wirklich Spaß macht, aber immerhin blitzschnell erledigt ist.
Etwas nervig allerdings: Hat man in einem System mehrmals die Scan-Taste betätigt, kommen einige Reaper-Schiffe angedüst, vor denen man zunächst schleunigst flüchten sollte. Wer das System trotzdem weiter erkunden will, fliegt nun einfach wieder zurück, muss dann nur geschickt den Gegnern ausweichen oder abwarten, bis die Alarmbereitschaft der Reaper zurückgegangen ist. Kurz gesagt: ein überflüssiges Spielelement, das sich kinderleicht aushebeln lässt.
Keine Rüstungen für Begleiter
Quelle: Videogameszone.de
Wie im Vorgängerspiel gibt's neue Rüstungsteile nur für Shepard selbst.
Wie im Vorgängerspiel gibt's neue Rüstungsteile nur für Shepard selbst, seine Begleiter hingegen sehen von Anfang bis Spielende gleich aus. Auch diesmal gilt also: Wer ein Rollenspiel mit tonnenweise Items und vielfältigen Rüstungen à la Kingdoms of Amalur erwartet, der wird auch mit dem dritten Mass Effect nicht glücklich - trotz klarer Fortschritte gegenüber dem zweiten Teil.
Grafische Kleinigkeiten
Mass Effect 3 sieht zwar gut und stimmungsvoll aus, doch wer bei der Grafik nach Kritikpunkten sucht, der findet sie auch: Einige Charakteranimationen wirken hölzen, manche Gesichtsanimationen sind nicht mehr zeitgemäß, hin und wieder sind auch mal unscharfe Texturen oder pixelige Schatten zu sehen.
Info: Spielmodi
Zum Spielstart von Mass Effect 3 hat man die Möglichkeit, alle Dialog-Entscheidungen im Spiel dauerhaft abzuschalten - auf diese Weise laufen die Gespräche automatisch ab, der Spieler ist praktisch nur noch mit Ballern beschäftigt. Warum man das tun sollte, entzieht sich unserem Verständnis. Darum unser Tipp: Wählt bei Spielstart den Modus "Rollenspiel", denn nur so bekommt Ihr das volle Programm mit allen Kämpfen, Dialogen und Entscheidungen, also Mass Effect in Bestform!
