Mass Effect 2 im Test für Xbox 360: Mehr Action und Dramatik, weniger RPG - Wertungs-Update
Dialoge nehmen einen großen Teil der Spielzeit ein und sind in tollen Kamerawinkeln eingefangen. Typisch Bioware: Man hat generell viele verschiedene Antwortmöglichkeiten.
In guter und schlechter Gesellschaft
Das Spielziel ist von Anfang an klar: Shepard soll die Kollektoren stoppen, erklärtermaßen eine Selbstmordmission - und dafür stellt er ein Spezialistenteam zusammen. Diese Männer, Frauen und Aliens zu rekrutieren, bildet den eigentlichen Kern des Spiels, daher fällt die Story um die Kollektoren auch etwas ab. Bis zu zehn grundverschiedene Mitstreiter kann Shepard um sich sammeln. Je mehr es sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, die letzte Mission zu überleben. Jedes Teammitglied bringt nämlich ein wichtiges Upgrade für die Normandy: bessere Panzerung und Waffen, schnellere Antriebe und dergleichen. Zwar kann man diese Erweiterungen nicht aktiv nutzen und für den Großteil des Spiels sind sie sogar völlig belanglos, doch in der letzten Mission entscheiden sie über Leben und Tod.
Die Erfolgschancen der Truppe steigen zudem weiter, wenn Shepard das Vertrauen seiner Mannschaft gewinnt. Dazu bietet jedes Teammitglied eine persönliche Quest an: Der Assassine Thane etwa wünscht sich Hilfe dabei, seinen Sohn aufzuhalten, bevor dieser leichtsinnig einen Mord begeht. So muss man zunächst einige Leute auf der Zitadelle ausquetschen, ein großartig geschriebenes Verhör führen und einen Verdächtigen beschatten, bevor man den Jungen bei seinem Anschlag ertappt - und dann ist es am Spieler, wichtige Entscheidungen zu fällen: Thane unter die Arme greifen? Den Dingen ihren Lauf lassen? Den Jungen gar ermuntern? Bioware-typisch bietet auch Mass Effect 2 hier viele Freiheiten. Je nachdem, wie man sich in solchen Momenten entscheidet, können Teammitglieder danach zu Shepard stehen oder ihn ablehnen. Vor allem bei diesen Mitstreitern hat sich Bioware selbst übertroffen: Die Figuren sind so glaubhaft geschrieben und klasse umgesetzt, dass man sie sofort ins Herz schließt. Ob der heißblütige Kroganer Grunt, die kaltschnäuzige Subject Zero oder der herrlich drauflosplappernde salarianische Doktor Mordin, sie alle gefallen uns noch einen Tick besser als die Figuren aus dem Vorgängerspiel.
- Mass Effect 2 Test: Einleitung und Bildergalerie
- Mass Effect 2 Test: Die Handlung
- Mass Effect 2 Test: Das Reisesystem
- Mass Effect 2 Test: Eure Begleiter
- Mass Effect 2 Test: Die Beziehungen
- Mass Effect 2 Test: Nebenmissionen und Entscheidungsfreiheit
- Mass Effect 2 Test: Gut oder böse?
- Mass Effect 2 Test: Deutsche Sprachausgabe und Kampfsystem
- Mass Effect 2 Test: Das Kampfsystem
- Mass Effect 2 Test: Das Klassensystem
- Mass Effect 2 Test: Neues Inventarsystem
- Bildergalerie zu "Mass Effect 2 im Test für Xbox 360: Mehr Action und…
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So wenig wie man die Spiele vergleichen kann, darf man daher die Wertungen vergleichen. Man könnte natürlich ein festes Wertungskorsett erdenken und dann zig Kategorien mit Unterkategorien und Plusminus und Gedöns definieren, damit es dann am Ende Zahlen und Fakten gibt. Das machen ja manche Magazine, das halte ich aber für den falschen Weg.
Der Test hat die Aufgabe, einem interessierten Spieler zu sagen, ob er das Spiel kaufen soll oder nicht - und dies muss der Test nachvollziehbar begründen. Die Zahl 10 bei der Grafik von MW2 und 8 bei Mass Effect 2 kann das nicht. Es ist keine Begründung. Die steht im Text. Da es im Text keinerlei Bezug auf Modern Warfare 2 gibt (zu Recht, wie ich finde) ist der Maßstab der Vorgänger. Da passt die Relation.
Problematischer ist da schon der Wertungsunterschied zum Vorgänger. Teil 2 ist eigentlich besser, kriegt aber weniger. Wertungsmaßstäbe verschieben sich oft im Lauf der Zeit, was ich gut finde, da die Spieleentwicklung dynamisch ist, ebenso das Spielerlebnis und die Emotionalität. Ja, ich weiß, ich argumentiere gerade gegen Wertungen. Ist meine Privatmeinung. Aber wenn ich einen Freund frage wie sich sein Auto fährt, antwortet er auch nicht "88%" ^^
Bin ich ja generell ganz deiner Meinung. Aber dann haut das Punktesystem trotzdem keineswegs hin. Man ist ja erst vor kurzem vom 100%-System bei den Technikwertungen auf ein 10-Punkte-System umgestiegen, was aber letztendlich auch nicht viel besser funktioniert.
Mass Effect 2 schaut trotz kleinerer Grafik-Bugs wunderbar aus, hätte - gerade im Vergleich zum Vorgänger - also meiner Meinung nach schon eine 9 von 10 verdient (fängt ja auf Prozent umgerechnet bei 85% an). Da es sich bei der Grafik aber um einen (weitgehend) objektiven Bewertungspunkt handelt, habe ich den MW2-Vergleich gebracht. Und man kann sagen was man will, aber ein MW2 verdient keine 10 von 10 Punkte in Sachen Grafik.
Da gibt es weitaus besser aussehende Spiele, die "nur" mit 9 von 10 Punkten bewertet wurden. Selbiges beim Sound. Ein MW2 hat meiner Meinung nach keine Maximalwertung verdient.
Dazu muss man auch nicht mal groß ins Detail gehen. Der Sound ist gut, aber das war's auch schon. Eine 10 (= Max. in der Skala) könnte man dem Spiel geben, wenn es unkomprimierten PCM-Sound bringt und 7.1-fähig ist. Dann könnte ich es nachvollziehen. MW2 hat aber nichts, was andere AAA-Spiele nicht auch hätten. Aber egal, es geht schließlich um "ME2"
Die 88er-Wertung vom ME2-Test möchte ich ja gar nicht in Frage stellen. Mir kam sie nur etwas niedriger als erwartet vor. Ich bin eigentlich niemand, der (besonders bei Endwertungen) auf einzelnen Prozentpunkten rumhackt
So wenig wie man die Spiele vergleichen kann, darf man daher die Wertungen vergleichen. Man könnte natürlich ein festes Wertungskorsett erdenken und dann zig Kategorien mit Unterkategorien und Plusminus und Gedöns definieren, damit es dann am Ende Zahlen und Fakten gibt. Das machen ja manche Magazine, das halte ich aber für den falschen Weg.
Der Test hat die Aufgabe, einem interessierten Spieler zu sagen, ob er das Spiel kaufen soll oder nicht - und dies muss der Test nachvollziehbar begründen. Die Zahl 10 bei der Grafik von MW2 und 8 bei Mass Effect 2 kann das nicht. Es ist keine Begründung. Die steht im Text. Da es im Text keinerlei Bezug auf Modern Warfare 2 gibt (zu Recht, wie ich finde) ist der Maßstab der Vorgänger. Da passt die Relation.
Problematischer ist da schon der Wertungsunterschied zum Vorgänger. Teil 2 ist eigentlich besser, kriegt aber weniger. Wertungsmaßstäbe verschieben sich oft im Lauf der Zeit, was ich gut finde, da die Spieleentwicklung dynamisch ist, ebenso das Spielerlebnis und die Emotionalität. Ja, ich weiß, ich argumentiere gerade gegen Wertungen. Ist meine Privatmeinung. Aber wenn ich einen Freund frage wie sich sein Auto fährt, antwortet er auch nicht "88%" ^^
Ich weiß, die Tester sind nicht die gleichen und die besagten Tests erscheinen auch teilweise in anderen Magazinen von Computec, aber ein wenig sollte man die Wertungen schon abgleichen. Denn es gibt einige Wertungen, die einfach in keiner Relation stehen.