Mass Effect 2 im Test für Xbox 360: Mehr Action und Dramatik, weniger RPG - Wertungs-Update
Die neuen Feinde in Mass Effect 2: die Kollektoren, eine eiskalte Insekten-Rasse. Was haben sie mit den Reapern aus dem Vorgänger zu tun? Finden Sie's raus!
Spannende Story, aber nicht perfekt
Mass Effect 2 bietet eine spannende Hauptgeschichte, die allerdings nicht an die Klasse des ersten Teils heranreicht. Das Geschehen rund um die Kollektoren ist nämlich weder besonders umfang- noch wendungsreich, zudem knüpft es nur halbherzig an die dramatischen Ereignisse des Vorgängers an. Das ist schade, da man seinen Spielstand aus dem ersten Spiel importieren kann! So wirken sich nämlich rund 20 der moralischen Entscheidungen aus Mass Effect 1 auch im zweiten Teil aus. Eben hier hatten wir aber mehr erwartet: Beispielsweise ist es für den Nachfolger unerheblich, ob der galaktische Rat am Ende von Mass Effect 1 überlebt hat oder nicht - das beeinflusst die Geschichte von Mass Effect 2 nicht. Wichtige Charaktere aus dem Vorgänger - unter Ihnen Wrex, Ashley und Liara - tauchen zwar wieder auf, nehmen aber nur kleine Nebenrollen ein und wirken eher wie schmückendes Beiwerk. Schade!
Immerhin: Einige quälende Fragen aus dem ersten Spiel werden beantwortet und Fans bekommen neuen Stoff zum Staunen und Wundern: Sie erfahren spannende neue Details zu den Geth und den Reapern, lernen Schreckliches über die Protheaner, gewinnen weitere Einblicke in die Kulturen der Quarianer und Kroganer und erkunden viele neue, faszinierende Orte. Schade allerdings, dass eine "Quest-Zentrale" wie die Zitadelle diesmal fehlt - diese riesige, wunderbar designte Raumstation aus dem ersten Mass Effect hat diesmal nur einen kleinen Auftritt und kommt in der Geschichte etwas zu kurz.
Dafür erhält Shepard wenige Stunden nach Spielbeginn sein vertrautes Raumschiff zurück: Die Normandy, hier in einer zweiten, verbesserten Version, dient ihm und seinem Team abermals als mobile Basis. Das Schiff hat nun mehrere Stockwerke, auf die sich Shepards Begleiter nach und nach verteilen, außerdem finden sich einige neue Konsolen und Apparate an Bord. An denen kann der Held beispielsweise Mails abrufen, seine Ausrüstung verbessern und Teile seiner Körperpanzerung austauschen. Shepard besitzt nun auch eine eigene Kabine, wo er sich Haustiere halten oder Musik hören kann - spielerisch sinnlose, aber doch nette Gimmicks, die der Auflockerung dienen.
- Mass Effect 2 Test: Einleitung und Bildergalerie
- Mass Effect 2 Test: Die Handlung
- Mass Effect 2 Test: Das Reisesystem
- Mass Effect 2 Test: Eure Begleiter
- Mass Effect 2 Test: Die Beziehungen
- Mass Effect 2 Test: Nebenmissionen und Entscheidungsfreiheit
- Mass Effect 2 Test: Gut oder böse?
- Mass Effect 2 Test: Deutsche Sprachausgabe und Kampfsystem
- Mass Effect 2 Test: Das Kampfsystem
- Mass Effect 2 Test: Das Klassensystem
- Mass Effect 2 Test: Neues Inventarsystem
- Bildergalerie zu "Mass Effect 2 im Test für Xbox 360: Mehr Action und…
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So wenig wie man die Spiele vergleichen kann, darf man daher die Wertungen vergleichen. Man könnte natürlich ein festes Wertungskorsett erdenken und dann zig Kategorien mit Unterkategorien und Plusminus und Gedöns definieren, damit es dann am Ende Zahlen und Fakten gibt. Das machen ja manche Magazine, das halte ich aber für den falschen Weg.
Der Test hat die Aufgabe, einem interessierten Spieler zu sagen, ob er das Spiel kaufen soll oder nicht - und dies muss der Test nachvollziehbar begründen. Die Zahl 10 bei der Grafik von MW2 und 8 bei Mass Effect 2 kann das nicht. Es ist keine Begründung. Die steht im Text. Da es im Text keinerlei Bezug auf Modern Warfare 2 gibt (zu Recht, wie ich finde) ist der Maßstab der Vorgänger. Da passt die Relation.
Problematischer ist da schon der Wertungsunterschied zum Vorgänger. Teil 2 ist eigentlich besser, kriegt aber weniger. Wertungsmaßstäbe verschieben sich oft im Lauf der Zeit, was ich gut finde, da die Spieleentwicklung dynamisch ist, ebenso das Spielerlebnis und die Emotionalität. Ja, ich weiß, ich argumentiere gerade gegen Wertungen. Ist meine Privatmeinung. Aber wenn ich einen Freund frage wie sich sein Auto fährt, antwortet er auch nicht "88%" ^^
Bin ich ja generell ganz deiner Meinung. Aber dann haut das Punktesystem trotzdem keineswegs hin. Man ist ja erst vor kurzem vom 100%-System bei den Technikwertungen auf ein 10-Punkte-System umgestiegen, was aber letztendlich auch nicht viel besser funktioniert.
Mass Effect 2 schaut trotz kleinerer Grafik-Bugs wunderbar aus, hätte - gerade im Vergleich zum Vorgänger - also meiner Meinung nach schon eine 9 von 10 verdient (fängt ja auf Prozent umgerechnet bei 85% an). Da es sich bei der Grafik aber um einen (weitgehend) objektiven Bewertungspunkt handelt, habe ich den MW2-Vergleich gebracht. Und man kann sagen was man will, aber ein MW2 verdient keine 10 von 10 Punkte in Sachen Grafik.
Da gibt es weitaus besser aussehende Spiele, die "nur" mit 9 von 10 Punkten bewertet wurden. Selbiges beim Sound. Ein MW2 hat meiner Meinung nach keine Maximalwertung verdient.
Dazu muss man auch nicht mal groß ins Detail gehen. Der Sound ist gut, aber das war's auch schon. Eine 10 (= Max. in der Skala) könnte man dem Spiel geben, wenn es unkomprimierten PCM-Sound bringt und 7.1-fähig ist. Dann könnte ich es nachvollziehen. MW2 hat aber nichts, was andere AAA-Spiele nicht auch hätten. Aber egal, es geht schließlich um "ME2"
Die 88er-Wertung vom ME2-Test möchte ich ja gar nicht in Frage stellen. Mir kam sie nur etwas niedriger als erwartet vor. Ich bin eigentlich niemand, der (besonders bei Endwertungen) auf einzelnen Prozentpunkten rumhackt
So wenig wie man die Spiele vergleichen kann, darf man daher die Wertungen vergleichen. Man könnte natürlich ein festes Wertungskorsett erdenken und dann zig Kategorien mit Unterkategorien und Plusminus und Gedöns definieren, damit es dann am Ende Zahlen und Fakten gibt. Das machen ja manche Magazine, das halte ich aber für den falschen Weg.
Der Test hat die Aufgabe, einem interessierten Spieler zu sagen, ob er das Spiel kaufen soll oder nicht - und dies muss der Test nachvollziehbar begründen. Die Zahl 10 bei der Grafik von MW2 und 8 bei Mass Effect 2 kann das nicht. Es ist keine Begründung. Die steht im Text. Da es im Text keinerlei Bezug auf Modern Warfare 2 gibt (zu Recht, wie ich finde) ist der Maßstab der Vorgänger. Da passt die Relation.
Problematischer ist da schon der Wertungsunterschied zum Vorgänger. Teil 2 ist eigentlich besser, kriegt aber weniger. Wertungsmaßstäbe verschieben sich oft im Lauf der Zeit, was ich gut finde, da die Spieleentwicklung dynamisch ist, ebenso das Spielerlebnis und die Emotionalität. Ja, ich weiß, ich argumentiere gerade gegen Wertungen. Ist meine Privatmeinung. Aber wenn ich einen Freund frage wie sich sein Auto fährt, antwortet er auch nicht "88%" ^^
Ich weiß, die Tester sind nicht die gleichen und die besagten Tests erscheinen auch teilweise in anderen Magazinen von Computec, aber ein wenig sollte man die Wertungen schon abgleichen. Denn es gibt einige Wertungen, die einfach in keiner Relation stehen.