Mass Effect 2 Test: Das Klassensystem

Test Felix Schütz

Mass Effect 2 im Test: Unser Test zeigt euch, ob das Bioware-Rollenspiel seinen tollen Vorgänger noch übertreffen kann.

Pro Talent gibt's nur vier Ausbaustufen, auf der höchsten wählt man eine von zwei Spezialisierungen. Das war's - mehr Charakterausbau genießt man leider nicht in Mass Effect 2. Quelle: PC Games Pro Talent gibt's nur vier Ausbaustufen, auf der höchsten wählt man eine von zwei Spezialisierungen. Das war's - mehr Charakterausbau genießt man leider nicht in Mass Effect 2. Neues Klassensystem
Das schöne Angebot hat nur leider einen Haken: Die sechs Charakterklassen, von denen man zu Spielbeginn eine für sich bestimmt, sind bei der Waffenauswahl eingeschränkt. Nur manche Klassen können überhaupt mehr als zwei Kanonen benutzen - angesichts des hohen Action-Anteils eine unnötige Regelung! Beispielweise kann einzig die Soldaten-Klasse ein Maschinengewehr führen, und auch sonst darf sie alle Waffen abfeuern - alle bis auf Maschinenpistolen. Der Wächter hingegen kann neben MPs nur normale Pistolen verwenden - und zwar das gesamte Spiel über! Kurioserweise kann jedoch jeder Shepard unabhängig von seiner gewählten Klasse schwere Kanonen führen, etwa Granatwerfer. Außer Shepard darf nämlich niemand Hand an diese massiven Geräte legen, seine Begleiter vertrauen auf konventionelle Waffen. Unser Tipp: Spielern, die den meisten Ballerspaß aus Mass Effect 2 herausholen wollen, raten wir zumindest beim ersten Durchspielen zur Soldaten-Klasse!

Der Experte setzt auf Spezialfähigkeiten wie Warp und Schockwellen, mit denen er Gegner durch die Gegend wirbelt. Allerdings kann der Experte nur Pistolen einsetzen. Wer also gerne ballert, sollte lieber eine andere Klasse wählen. Quelle: PC Games Der Experte setzt auf Spezialfähigkeiten wie Warp und Schockwellen, mit denen er Gegner durch die Gegend wirbelt. Allerdings kann der Experte nur Pistolen einsetzen. Wer also gerne ballert, sollte lieber eine andere Klasse wählen. Auch das Talentangebot der sechs Klassen ist etwas knapp bemessen. Nur ein Frontkämpfer kann etwa lernen, cool per Warp-Attacke auf Gegner zuzurasen, und nur ein Techniker darf Roboter-Drohnen zu Hilfe rufen. Dadurch spielen sich die Charaktertypen zwar recht unterschiedlich, aber leider mangelt es ihnen allen an Tiefgang: Shepard hat gerade mal sieben ausbaufähige Talente, seine Begleiter sogar nur jeweils vier - das ist zu wenig! Jedes Talent kann man zudem nur in vier Stufen steigern. Immerhin: Shepard darf auch alle Fähigkeiten seiner Mitstreiter aktiv nutzen und Talentpunkte lassen sich jederzeit gegen eine Gebühr umverteilen. Unterm Strich bot Vorgänger jedoch deutlich mehr Freiraum bei der Charakterentwicklung - hat Bioware hier den Rollenspiel-Tiefgang zugunsten der Action reduziert? Es sieht fast so aus.

  1. Seite 1 Mass Effect 2 Test: Einleitung und Bildergalerie
  2. Seite 2 Mass Effect 2 Test: Die Handlung
  3. Seite 3 Mass Effect 2 Test: Das Reisesystem
  4. Seite 4 Mass Effect 2 Test: Eure Begleiter
  5. Seite 5 Mass Effect 2 Test: Die Beziehungen
  6. Seite 6 Mass Effect 2 Test: Nebenmissionen und Entscheidungsfreiheit
  7. Seite 7 Mass Effect 2 Test: Gut oder böse?
  8. Seite 8 Mass Effect 2 Test: Deutsche Sprachausgabe und Kampfsystem
  9. Seite 9 Mass Effect 2 Test: Das Kampfsystem
  10. Seite 10 Mass Effect 2 Test: Das Klassensystem
  11. Seite 11 Mass Effect 2 Test: Neues Inventarsystem
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