Mass Effect 2 im Test für Xbox 360: Mehr Action und Dramatik, weniger RPG - Wertungs-Update
Spannende Handlungen, riesige Spielwelten, intelligente Missionen - so haben die Rollenspiele von Bioware (Knights of the Old Republic, Dragon Age) Millionen von Xbox-Spielern begeistert. Im Falle von Mass Effect haben sich die kanadischen Entwickler gar so viel vorgenommen, dass sie das Spiel gleich zu Beginn als Trilogie, als ein gewaltiges Epos in drei Akten konzipierten. Der erste Teil erschien 2008 für die Xbox 360, Teil 3 soll Ende 2011 folgen.
Mass Effect hatte bei aller Euphorie auch ein paar Mängel: schwache Nebenmissionen, furchtbare Fahrzeug-Levels und ein halbherziges Kampfsystem. Für Mass Effect 2 hatte Bioware daher viele Verbesserungen angekündigt. Unser Test zeigt: Nicht alle, aber doch viele dieser Versprechen werden erfüllt.
Hinweis: Ab sofort findet ihr bei uns auch die Mass Effect 2 Lösung mit Tipps und Tricks zu allen Missionen und den Grafikvergleich von PC und Xbox 360.
Das dramtische, interaktive Intro geht unter die Haut: Shepard stirbt bei einem Angriff auf sein Schiff.
Teil 2 beginnt düster
Einige Jahre nach dem ersten Teil setzt Mass Effect 2 ein: Commander Shepard und sein Team werden während einer Mission angegriffen, ihr Raumschiff wird dabei völlig zerstört. Es ist das beste Intro, das Bioware je gemacht hat: Eine dramatisch inszenierte, interaktive Sequenz zeigt, wie sich der Held durch das brennende Schiff vorarbeitet, in Schwerelosigkeit durch die Trümmer seiner einstigen Kommandokanzel stapft, unter Beschuss den Piloten aus dem Cockpit rettet - und dabei sein Leben verliert. Ja, Commander Shepard stirbt - so düster beginnt Mass Effect 2!
Der Clou der neuen Handlung: Shepard wird von einer dubiosen Organisation namens Cerberus wiederbelebt, im Auftrag eines ominösen Mannes, der sich nur "Der Unbekannte" nennt. Er benötigt Shepard für eine waghalsige Mission, die sein zurückgewonnenes Leben kosten könnte: Die Kollektoren, eine insektenartige Spezies, machen Jagd auf menschliche Kolonisten. Shepard soll die Gründe dafür herausfinden und die Angriffe stoppen. Kleiner Spoiler: Dabei spielen auch die Reaper, die biomechanischen Bösewichte aus dem ersten Mass Effect, wieder eine wichtige Rolle - doch welche das ist, verraten wir nicht!
Auch viele andere Aliens sind involviert: Asari, Quarianer, Volus, Turianer - sie alle haben wieder ihren festen Platz in diesem fantastischen Universum, das Bioware bereits im ersten Spiel so gekonnt etabliert hat. Falls euch all diese Namen nun nichts sagen, beantwortet sich damit auch die Frage, ob man Mass Effect 2 genießen kann, ohne den ersten Teil gespielt zu haben. Unser Rat: Wer das Spiel vor allem wegen der guten Story angehen möchte, sollte unbedingt mit dem ersten Teil beginnen!
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- Mass Effect 2 Test: Einleitung und Bildergalerie
- Mass Effect 2 Test: Die Handlung
- Mass Effect 2 Test: Das Reisesystem
- Mass Effect 2 Test: Eure Begleiter
- Mass Effect 2 Test: Die Beziehungen
- Mass Effect 2 Test: Nebenmissionen und Entscheidungsfreiheit
- Mass Effect 2 Test: Gut oder böse?
- Mass Effect 2 Test: Deutsche Sprachausgabe und Kampfsystem
- Mass Effect 2 Test: Das Kampfsystem
- Mass Effect 2 Test: Das Klassensystem
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So wenig wie man die Spiele vergleichen kann, darf man daher die Wertungen vergleichen. Man könnte natürlich ein festes Wertungskorsett erdenken und dann zig Kategorien mit Unterkategorien und Plusminus und Gedöns definieren, damit es dann am Ende Zahlen und Fakten gibt. Das machen ja manche Magazine, das halte ich aber für den falschen Weg.
Der Test hat die Aufgabe, einem interessierten Spieler zu sagen, ob er das Spiel kaufen soll oder nicht - und dies muss der Test nachvollziehbar begründen. Die Zahl 10 bei der Grafik von MW2 und 8 bei Mass Effect 2 kann das nicht. Es ist keine Begründung. Die steht im Text. Da es im Text keinerlei Bezug auf Modern Warfare 2 gibt (zu Recht, wie ich finde) ist der Maßstab der Vorgänger. Da passt die Relation.
Problematischer ist da schon der Wertungsunterschied zum Vorgänger. Teil 2 ist eigentlich besser, kriegt aber weniger. Wertungsmaßstäbe verschieben sich oft im Lauf der Zeit, was ich gut finde, da die Spieleentwicklung dynamisch ist, ebenso das Spielerlebnis und die Emotionalität. Ja, ich weiß, ich argumentiere gerade gegen Wertungen. Ist meine Privatmeinung. Aber wenn ich einen Freund frage wie sich sein Auto fährt, antwortet er auch nicht "88%" ^^
Bin ich ja generell ganz deiner Meinung. Aber dann haut das Punktesystem trotzdem keineswegs hin. Man ist ja erst vor kurzem vom 100%-System bei den Technikwertungen auf ein 10-Punkte-System umgestiegen, was aber letztendlich auch nicht viel besser funktioniert.
Mass Effect 2 schaut trotz kleinerer Grafik-Bugs wunderbar aus, hätte - gerade im Vergleich zum Vorgänger - also meiner Meinung nach schon eine 9 von 10 verdient (fängt ja auf Prozent umgerechnet bei 85% an). Da es sich bei der Grafik aber um einen (weitgehend) objektiven Bewertungspunkt handelt, habe ich den MW2-Vergleich gebracht. Und man kann sagen was man will, aber ein MW2 verdient keine 10 von 10 Punkte in Sachen Grafik.
Da gibt es weitaus besser aussehende Spiele, die "nur" mit 9 von 10 Punkten bewertet wurden. Selbiges beim Sound. Ein MW2 hat meiner Meinung nach keine Maximalwertung verdient.
Dazu muss man auch nicht mal groß ins Detail gehen. Der Sound ist gut, aber das war's auch schon. Eine 10 (= Max. in der Skala) könnte man dem Spiel geben, wenn es unkomprimierten PCM-Sound bringt und 7.1-fähig ist. Dann könnte ich es nachvollziehen. MW2 hat aber nichts, was andere AAA-Spiele nicht auch hätten. Aber egal, es geht schließlich um "ME2"
Die 88er-Wertung vom ME2-Test möchte ich ja gar nicht in Frage stellen. Mir kam sie nur etwas niedriger als erwartet vor. Ich bin eigentlich niemand, der (besonders bei Endwertungen) auf einzelnen Prozentpunkten rumhackt
So wenig wie man die Spiele vergleichen kann, darf man daher die Wertungen vergleichen. Man könnte natürlich ein festes Wertungskorsett erdenken und dann zig Kategorien mit Unterkategorien und Plusminus und Gedöns definieren, damit es dann am Ende Zahlen und Fakten gibt. Das machen ja manche Magazine, das halte ich aber für den falschen Weg.
Der Test hat die Aufgabe, einem interessierten Spieler zu sagen, ob er das Spiel kaufen soll oder nicht - und dies muss der Test nachvollziehbar begründen. Die Zahl 10 bei der Grafik von MW2 und 8 bei Mass Effect 2 kann das nicht. Es ist keine Begründung. Die steht im Text. Da es im Text keinerlei Bezug auf Modern Warfare 2 gibt (zu Recht, wie ich finde) ist der Maßstab der Vorgänger. Da passt die Relation.
Problematischer ist da schon der Wertungsunterschied zum Vorgänger. Teil 2 ist eigentlich besser, kriegt aber weniger. Wertungsmaßstäbe verschieben sich oft im Lauf der Zeit, was ich gut finde, da die Spieleentwicklung dynamisch ist, ebenso das Spielerlebnis und die Emotionalität. Ja, ich weiß, ich argumentiere gerade gegen Wertungen. Ist meine Privatmeinung. Aber wenn ich einen Freund frage wie sich sein Auto fährt, antwortet er auch nicht "88%" ^^
Ich weiß, die Tester sind nicht die gleichen und die besagten Tests erscheinen auch teilweise in anderen Magazinen von Computec, aber ein wenig sollte man die Wertungen schon abgleichen. Denn es gibt einige Wertungen, die einfach in keiner Relation stehen.