Bowser hat zur Party geladen. Um sich für all seine Missetaten zu entschuldigen, lädt Marios Erzrivale zum Fest. Voller Vorfreude machen sich Mario und Co. auf den Weg zum Schloss des Bösewichts. Wie eigentlich nicht anders zu erwarten, lockt dieser die Freunde in einen Hinterhalt. Mit Hilfe eines riesigen Zauberstabes werden die Party-Gäste geschrumpft. Im Miniformat machen sich diese auf dem Weg zu Bowsers Palast, um den Bösewicht zur Rede zu stellen.
AUF DER GÄSTELISTE
In der Hosentaschen-Party stehen insgesamt acht Charaktere auf der schmalen Gästeliste. Neben Mario und Luigi feiert ihr außerdem mit Toad, Wario, Waluigi, Daisy, Peach und Yoshi. Alle Helden sind von Beginn an anwählbar und ihr dürft leider keine weiteren Figuren freispielen. Andere Charaktere wie Donkey Kong, Toadette, der Hammerbruder oder Bowser spielen lediglich eine passive Party-Rolle. Ihr begegnet den Nebendarstellern nur auf den Spielbrettern oder in den Minispielen. Im Vergleich zu anderen Teilen der Mario Party-Serie vermissen wir Knochentrocken, Buu Huu oder die Ekelkrake Blooper. Zudem hätte auch der eine oder andere Neuzugang dem DS-Abenteuer auf jeden Fall gut zu Gesicht gestanden.
GESCHICHTSTRÄCHTIGE PARTY
Wie ihr sicherlich schon anhand der Einleitung feststellt, haben die Jungs von Hudson Soft eine kleine Geschichte um den Einzelspieler-Modus gestrickt. Damit soll der Titel auch für Alleinspieler attraktiver werden, schließlich benötigt jeder Party-Gast der heißen Mehrspieler-Feste auch einen DS. Der Weg zu Bowsers Schloss führt über fünf Spielbretter, an deren Ende jeweils ein Bosskampf in Form eines Minispiels zu bewältigen ist. Zugegeben, die Story strotzt zwar nicht vor Originalität, eine Party im Kleinformat eröffnet aber in Sachen Minigames so einige neue Möglichkeiten. Egal ob Alle-gegen-Alle, Zwei-gegen-Zwei oder Drei-gegen-Einen, ihr tretet wie gewohnt nach jeder Würfelrunde in einem von 70 Partyspielen gegeneinander an. In einem Miniduell beispielsweise liefert ihr auch ein Rennen in aufziehbaren Autos. Hierbei dreht ihr den Stylus im Kreis, um die Feder des Mini-Rennwagens aufzuziehen und somit zu beschleunigen. Dies wiederholt ihr solange, bis ihr hoffentlich als erster die Ziellinie überquert. In einem weiteren Duell versteckt sich einer der Mini-Helden in einem dunklen Irrgarten. Die anderen drei versuchen, mit Hilfe einer Taschenlampe den Flüchtigen zu stellen. In einigen Minispielen kommt auch das Mikrofon des DS zum Einsatz. Dabei bewegt ihr eure Figur zu Beispiel über einen überdimensionalen Kerzenständer. Um auf den riesigen Kerzen entlang zu wandern, pustet ihr ins DS-Mikrofon und die jeweilige Kerze geht aus. Ob Bedienung per Stylus, klassische Tastensteuerung oder der Einsatz des Mikrofons, alle Features des DS werden in den Minispielen hervorragend genutzt. Für mehrere Party-Willige enthält der Titel neben dem klassischen Party Mode noch andere Spielmodi wie den Puzzle- oder den Minigame-Modus. Dafür spielt ihr entweder eine Spielrunde auf einem der fünf Spielbretter oder gewinnt so viele Minispiele wie möglich. Über die Drahtlos-Verbindung des DS und nur einem Spielmodul ladet ihr bis zu vier Spieler zum Party-Vergnügen ein.
UNTERM STYLUS-STRICH
Die Mario Party-Reihe feiert einen gelungenen Einstand auf dem Nintendo DS. Durch die hohe Anzahl an Minigames und die facettenreiche Steuerung erhält der Party-Spaß eine gehörige Portion Abwechslung. Sämtliche Figuren, Spielbretter und Minispiele sind liebevoll gestaltet und fantastisch animiert. Durch den typischen Mario Party-Sound wird die Präsentation der DS-Fete abgerundet. Trotz knapper Charakter-Auswahl und der aufgesetzten Story ist Mario Party DS ein gutes Spiel, welches aber nur im Sachen Mehrspieler sein volles Potential entfaltet.