Bereits vier Jahre ist es her, dass Mario auch als Golfspieler die Herzen der Game-Boy-Spieler eroberte. Nun kehrt er wieder zurück und hat etwas Neues im Gepäck. Wo im Jahr 2000 in erster Linie die grandiose Spielbarkeit, das Fun-Golfen selbst und die über Jahre lieb gewonnenen Nintendo-Charaktere punkte-ten, ist nun ein innovativer Story-Modus beigepackt, der den aus anderen Sportspielen bekannten Karriere-Modus mit RPG-Elementen verknüpft. Da die kürzlich erschienene GameCube-Variante nicht auf ganzer Linie überzeugen konnte, warten ausgehungerte Fun-Golfer nun auf die GBA-Variante, die sich deutlich besser aus der Affäre zieht als die TV-Version.
Weniger Mario, mehr Story
Obwohl - wie der Titel schon vermuten lässt - die bekannten Nintendo-Figuren mit an Bord sind, dreht sich der Story-Modus um zwei Kinder namens Neil und Ella, die Golf spielen lernen. Wer Golden Sun kennt, wird sich im Story-Modus sofort heimisch fühlen - kein Wunder, schließlich zeichnet das Team hinter diesem Rollenspielhammer auch für die aktuellen Mario Golf-Teile verantwortlich. Wer nun allerdings einen ähnlichen Umfang wie bei den klassischen RPGs erwartet, sei gewarnt: Geübte Spieler sind nach wenigen Stunden durch den Story-Modus durch, der jede Menge Extras und Kurse freischaltet. Das ist aber nicht tragisch, schließlich hat eine Golfpartie auch so genug Reiz, vor allem wenn man gegen Mario und seine Gang antreten kann. Die eingängige, aber variantenreiche Steuerung und vor allem die hervorragende Spielbarkeit heben diesen Titel von einem Großteil aller anderen erhältlichen Sportspiele auf dem GBA ab. Hier ist (fast) alles machbar, was das Golfer-Herz begehrt, sogar Top- oder Backspins beherrscht man mit ein klein wenig Übung. Allerdings fällt das Putten etwas sehr einfach aus, Unebenheiten im Gelände haben nur wenig Einfluss auf den Lauf des Balles. Dennoch sind einige Kurse, der oftmals aggressive Wind und die Gegner immer wieder eine echte He-rausforderung. Als kleines Goodie kann man durch Verbindung mit dem Mario-Golf für GameCube Charaktere transferieren und neue Charaktere freischalten. Der Mehrspieler-Modus ist ganz nett, unterscheidet sich aber im Spielwitz von einer Solo-Partie kaum. Alles in allem hat Camelot ein sehr gutes Spiel abgeliefert.
