Wenigstens bei den Fieldgoals muss man mit dem Touchscreen arbeiten. Richtung und Stärke des Kicks werden eingestellt.
Während die Madden-Reihe auf den Heimkonsolen mit der Einführung der Quarterback-Vision-Control (erstmalig wird die Blickrichtung des Quarterbacks berücksichtigt) eine kleine Revolution hinsichtlich der Steuerung erfahren hat, halten sich die Verbesserungen bei der Nintendo-DS-Version in Grenzen. Zwar glänzt Madden NFL 06 immer noch mit einer sehr guten Spielbarkeit und noch immer ist es das beste Footballspiel auf dem Nintendo DS, allerdings bietet es im Vergleich zum Vorgänger kaum Neues:Nach wie vor wird der Touchscreen nur in geringem Maß ausgenutzt.
Keine Experimente
Während des normalen Spielbetriebs dient dieser ausschließlich als Auswahlscreen für die verschiedenen Spielzüge. Außerdem erhaltet ihr über ihn bestimmte Infos (Spielstand, Punkte der einzelnen Spieler etc.). Ansonsten findet der Touchscreen nur bei den selten vorkommenden Fieldgoals Anwendung: Sowohl der Winkel und die Richtung als auch die Kraft des Schussversuches müssen justiert werden. Hier wäre sicherlich mehr drin gewesen - man denke nur an eine Kombination von digitalen Steuerkreuz (Bewegung des Quarterbacks) und Touchscreen (sämtliche Wurfaktionen des Quarterbacks)!
Abgehackte Bewegungen
Jetzt schnell den richtigen Spielzug auswählen und dem Touchdown steht nichts mehr im Weg.
Bei der technischen Umsetzung des Titels schleichen sich wie schon beim Vorgänger ebenfalls Schwächen ein. Die Polygonfiguren sehen etwas kantig aus und die Animationen des DS-Madden NFL 06 sind teilweise stockend: So wirken zum Beispiel sämtliche Ballannahmen durch die Receiver sehr abgehackt und dadurch auch unrealistisch. Das hätten die Entwickler angesichts der vorhandenen Rechenpower besser hinbekommen können. Fans des Sports und Nintendo-DS-Besitzer werden trotz aller Macken mit einem guten American-Football-Titel versorgt.
