Wem die Voice-Schnipsel zu hohl sind, der soll sich bald bei Codemasters ein Mikro bestellen können, um eigene Samples einzuladen.
Hey, die Bassline groovt ja schon richtig! Die Stelle hier könnte noch etwas Fülle vertragen. Vielleicht eine Snare-Drum. Oder ein Scratch-Effekt. Wie sich eine Blues-Gitarre wohl über einer Hip-Hop-Begleitung macht? " Mit einer Auswahl von 9.000 Musiksamples aus den Bereichen Garage, Hip-Hop, House, Indie, Pop, R&B, Rock und Trance erschließt der MTV Music Generator 2 dem angehenden Heim-DJ einen geradezu erschlagenden Schatz an Kompositionsmöglichkeiten. Zum Einstieg bietet es sich an, fertige Musikbausteine aus den Auswahllisten zu laden und diese auf dem Track-Schirm zu aneinander zu reihen. Hier dürfen Sie Beat für Beat Rhythmus-, Bass-, Melodie- und Gesangselemente nebeneinander platzieren. Da alle Samples auf einen Viervierteltakt zugeschnitten sind und sich in der Tonlage größtenteils decken, entstehen sehr schnell halbwegs harmonische Kombinationen. Schon bald werden Sie jedoch Lust verspüren, Ihre Stücke etwas individueller zu gestalten, Tonfolgen abzuändern, neu zu instrumentieren oder mit Effekten zu versehen - und den Einstieg in den Riff-Editor wagen. Schließlich dürfen Sie auch noch an Lautstärke, Balance und Klangqualität jedes einzelnen Tones herumbasteln. Auf ähnliche Weise lassen sich außerdem zahlreiche Grafikelemente zu schrill pulsierenden Videos zusammenschneiden. Obwohl man sich sichtlich um eine intuitive Steuerung bemüht hat, erfordert das verschachtelte Menüsystem einige Einarbeitungszeit. Der Jam-Modus für bis zu acht Teilnehmer lässt sich erst nach längerer Eingewöhnungsphase flüssig bedienen, mehr als witzige Spielereien kommen hier kaum zustande. Aller Optionsvielfalt zum Trotz sollte man sich von dem MTV-lizenzierten Programm natürlich keine zu anspruchsvollen Klangerlebnisse erwarten. Hauptsache geradlinig, trendy und tanzbar!
