Tara legt die Karten und geleitet euch durch das verseuchte Fantasieland Argwyll!
Kommen noch zwei dieser Biester, habt ihr keine Chance mehr.
Lost Kingdoms, eines der allerersten Rollenspiele überhaupt für den GameCube, wird fortgesetzt. Die Hauptrolle übernimmt dieses Mal Tara, die in Besitz eines Runensteines ist. Dieses Artefakt fungiert für sie nicht nur als Erinnerungsstück an ihre Kindheit, sondern auch als Beschwörungsinstrument. Insgesamt kommt sie in den Besitz von mehr als 200 Karten, kann aber nur 30 in den weitläufigen 3D-Arealen mit sich tragen. Auf diesen Karten befinden sich die unterschiedlichsten Monster und Kreaturen, deren Mächte und Kräfte sich Tara Untertan machen kann.
Die Karten unterliegen außerdem einer Unterteilung in sechs unterschiedliche Kategorien. Unabhängige Kreaturen, Waffen-Kreaturen, Monster, die euch im Kampf Hilfe leisten, mechanische Konstruktionen, die als Schutzwall dienen und Monster, die Fallen legen. Die letzte Art verwandelt Tara selbst in das abgebildete Monster und verschafft ihr dessen spezifische Eigenschaften. Zum Überwinden von Schluchten oder Vernichten von störenden Wänden kann diese Fähigkeit sehr nützlich sein.
Elementare Entscheidung
Der erste große Endgegner hats wahrlich in sich und gibt nicht so schnell auf.
Strategische Möglichkeiten findet man in der Vergabe von Elementen. Wasser schlägt Feuer, Feuer schlägt Holz, Holz schlägt Erde und Erde schlägt Wasser. Dieses Prinzip ist, im wahrsten Sinne des Wortes, elementar für jeden Kampf. Denn diese laufen in Echtzeit ab und bieten dem Spieler auch die Möglichkeit, Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen.
Etwas unglücklich gelöst wurde das Durchschalten der Karten, da alle auf einem Haufen liegen und man so lange suchen muss, bis man die richtige gefunden hat. Grafisch solide sind die knapp 25 Levels geworden, die Eishöhlen, alte Burgen oder verfallene Dungeons bieten. Auch die Charaktermodelle sehen durch die feinen Texturen gut aus.
Einzig und allein die musikalische Untermalung ist, mit langweiligem und schnell nervendem Gedudel, nicht sehr gelungen. Im Zweispieler-Modus kann man es mit einem Kumpel aufnehmen und den virtuellen Monster-Poker-King ermitteln.
