Jump & Run mal anders: Ein Spiel, wie es die PSP viel öfter bräuchte!
Das LocoRoco-Haus: Sie können unzählige Elemente für diesen Parcours freispielen.
Man muss sie einfach lieben: Diese Spiele, die man keine Minute alleine spielen kann, bevor einem irgendjemand anderes fasziniert zuschaut. Ein "Kann ich auch mal probieren?" lässt da in der Regel nicht lange auf sich warten. LocoRoco ist so ein Spiel. Neben der äußerst putzigen Grafik - die titelgebenden Wonneproppen muss man einfach lieben! - liegt das natürlich am sofort kapierten Spielprinzip, denn im Kern ist LocoRoco ein ganz simples Jump & Run. Allerdings quasi eines mit umgekehrten Vorzeichen, denn hier steuern Sie mal nicht direkt die Hauptfigur, sondern den Planeten unter ihr.
Steuerung mal anders
Mit den beiden Schultertasten der PSP können Sie die Spielwelt zu einem gewissen Grad nach links oder rechts neigen, durch Drücken beider Tasten gleichzeitig geben Sie Ihrem LocoRoco einen Stoß nach oben. So lassen Sie Ihren Schützling durch den Level rollen, bugsieren ihn mit dem richtigen Timing über Hindernisse hinweg und meistern immer schwieriger werdende Geschicklichkeitsprüfungen.
Das einzige weitere Element, auf das Sie Einfluss nehmen können, ist die Form Ihres LocoRoco. Je mehr Früchte es frisst, desto größer wird das Viech. Durch kurzen Druck auf die Kreistaste können Sie das LocoRoco in eine Horde von kleineren aufteilen. Halten Sie die Taste länger gedrückt, versuchen diese sich dann wieder zu einem großen Blob zu vereinen.
Je nach Situation wird Ihr Schützling manchmal auch ganz automatisch in seine Einzelteile zerlegt - und es kann auch passieren, dass er seine Form ändert. Dann steuern Sie plötzlich nicht mehr eine Kugel durch den Level, sondern ein Dreieck oder - besonders umständlich zu steuern - einen Stab.
Ohne großartig von der Grundidee abzuweichen, wird das Spiel stetig um neue Elemente erweitert. So kommen Gegner hinzu, die Sie durch Rammen oder Draufspringen bekämpfen können, oder kleinere Parasiten, die Ihr LocoRoco am Boden halten, bis Sie sie durch einen Sprung ins Wasser abschütteln können.
Manche Levels spielen im Inneren von riesigen Lebewesen, sodass die Böden und Wände entsprechend elastisch sind, in anderen sind Ihre LocoRoco auf vereistem Boden besonders schnell unterwegs, sodass Erinnerungen an klassische Sonic-Spiele wach werden. So einfach der Spielablauf selbst bis zum Schluss bleibt, langweilig wird LocoRoco nie.
Ein Gute-Laune-Spiel
Befreien Sie die Welt von diesen schwarzen Viechern - und lassen Sie sich dabei nicht fressen!
Neben dem gelungenen Spielablauf macht auch die Präsentation des Titels einfach Spaß: Meist strahlend kullern die LocoRoco durch die Levels und verbreiten einfach gute Stimmung. Der sehr einfalls- und abwechslungsreiche Soundtrack passt mit LocoRoco-Gesängen in einer Fantasiesprache perfekt dazu und ändert sich sogar - je nachdem, mit welchem der sechs LocoRoco-Typen Sie spielen.
Die Grafik ist zwar schlicht, doch die Physikroutinen hinter allen Bewegungen lassen die Spielwelt unheimlich lebendig wirken und das "korrekte" Abprallen und Verformen der rollenden und springenden LocoRoco trägt eine Menge zum Spielspaß bei. Zudem gibt's noch drei Minispiele und das LocoRoco-Haus, einen frei editierbaren Parcours, den Sie mit immer mehr Schikanen füllen können, die Sie nach und nach in den Levels finden.
Doch auch ohne diesen zusätzlichen Anreiz ist der Wiederspielwert erstaunlich hoch - sei es, um endlich das Ende eines Levels mit einem superdicken Level-20-LocoRoco zu erreichen, um alle versteckten Geheimgänge zu finden, oder um einfach die bisherige Bestzeit zu schlagen. Überzeugen Sie sich selbst angesichts des komplett spielbaren Demo-Levels, den Sony im Internet zum Download anbietet!
