LocoRoco 2 - PlayStation Portable (BILD: play³) (1)
Die finsteren Mojas sind zurück, um den ewig singenden LocoRocos die Fröhlichkeit auszutreiben. Die Geschichte in LocoRoco 2 erzählen dabei wieder charmante Zwischensequenzen ganz ohne Text. Abermals kippt und neigt ihr die Welt, auf dass eure Schützlinge Früchte futtern, immer dicker werden, sich teilen und wieder zusammenfügen, um Hindernisse zu überwinden, Feinde kaputtzuhüpfen und sicher ans Levelende zu kullern. Nebenher schmettern die bunten Knödel wieder am laufenden Band heitere pentatonische Kleinhirnbohrer (der Laie würde sagen: „Ohrwürmer“) in einer Fantasiesprache, die euch noch Stunden nach dem Spielen im Gehör hängen wird. Dabei kommen die neuen, überall versteckten Noten zur Geltung. Diese fungieren als eine Art Erfahrungspunkte. Je mehr ihr sammelt, desto mehr Spuren der Hintergrundmusik schaltet ihr frei, desto einfacher sammelt ihr die Pickorie-Früchte – die Währung des Spiels – und desto widerstandsfähiger wird eure Knutschkugel gegen Stacheln und andere Gefahren.
MEHR VOM BEWÄHRTEN
LocoRoco 2 - PlayStation Portable (BILD: play³) (2)
Am Spielprinzip hat sich in LocoRoco 2 de facto nichts geändert: Mit den Schultertasten kippt ihr die Umgebung in die jeweilige Richtung, beide gleichzeitig lassen euren LocoRoco hüpfen und die Kreistaste teilt ihn in viele kleine LocoRocos oder fügt sie wieder zusammen. Tauchen und das Festbeißen an Lianen und speziellen Zweigen lernt ihr im Laufe des Spiels, was euch in schon gemeisterten Abschnitten neue geheime Winkel zugänglich macht. Auch kauen erneut an bestimmten Stellen Eulen eure kleinen Frohnaturen durch und spucken sie in veränderter Form wieder aus. Solche Spielregeländerungen begegnen euch öfter, je nach Umgebung. So lassen sich die einzelnen LocoRocos in elektrisiertem Wasser nicht vereinen oder die Beschaffenheit des Untergrunds lässt euren Knödel unentwegt springen wie einen Flummi.
Manchmal leihen euch auch freundliche Bewohner der Welt einen schützenden Panzer, mit dem ihr sicher und schnell durch festgelegte Abschnitte kugelt. An manchen Stellen benötigt ihr eine definierte Anzahl kleiner Trällersäcke, damit diese einem Freund ein Ständchen bringen. Dieser räumt dann den Weg frei oder lässt als Gage ein Item springen. Die eigentliche Herausforderung besteht aber auch in LocoRoco 2 nicht darin, einen Parcours überhaupt, sondern ihn perfekt mit allen 20 LocoRocos zu meistern und alle versteckten MuiMuis zu finden. Diese bewohnen nun ihr eigenes Häuschen, welches ihr mit gefundenen Teilen und Pickories ausbaut und einrichtet. Ein praktischer Nutzen ergibt sich daraus zwar nicht, aber es ist einfach zuckersüß, den kleinen Rackern beim Spielen, Musizieren oder Ähnlichem zuzuschauen. Wir nennen das gern den „Aquariumseffekt“.
SPIELS NOCH EINMAL
LocoRoco 2 - PlayStation Portable (BILD: play³) (3)
Vor allem Perfektionisten und Sammlernaturen beschäftigt LocoRoco 2 also wieder ausgiebig. Wobei der Vollkommenheitsdrang gelegentlich für Frust sorgen dürfte. So manche versteckte Passage, welche eine der begehrten Früchte beherbergt, bauten die Entwickler so auf, dass ihr nach einmaligem Versagen nicht mehr zurückkommt. Befindet sich eine solche Stelle am Ende eines Levels, benötigt ihr einen komplett neuen Anlauf für eine weitere Chance. Das zehrt schon etwas an den Nerven. Für angenehme Zerstreuung zwischendurch sorgen indes allerlei Minispiele und da ist reichlich Abwechslung geboten. Vom Sidescroll-Shooter über das jahrmarktähnliche Nyokki-Klopfen bis hin zum LocoRoco-Kampf reicht die Palette. Letzterer darf gar mit bis zu drei menschlichen Mitspielern ausgerichtet werden. Das Starten der kleinen Zeitfresser kostet euch eine bestimmte Anzahl Pickories, als Belohnung winken noch mehr von ebensolchen oder Teile für das MuiMui-Haus.
