Der charmant-spaßige Knuddel-Krieg der Sterne
Jabbas Liebling besiegen Sie nicht mit Drauflosballern.
BILD: PLAYZONE
Nur selten versprüht ein Spiel so viel Charme wie das erste Lego Star Wars. Obwohl Gameplay und Schwierigkeitsgrad eher für eine jüngere Zielgruppe gedacht waren, schlich sich der Titel auch in die Herzen vieler erwachsener Spieler ein, was nicht zuletzt an der liebevoll aufbereiteten Story und der fantastischen Atmosphäre lag. Nach diesem durchschlagenden Erfolg und aufgrund der Tatsache, dass im ersten Lego Star Wars nur die Hälfte der Star Wars-Story verbraten wurde, verwundert es kaum, dass Entwickler Traveller's Tales nur gut ein Jahr später einen Nachfolger ins Rennen schickt, der den ersten Teil noch übertreffen soll.
Liebevoll
Die Story des Spiels bezieht sich auf die klassischen Star Wars-Episoden IV, V und VI, die für viele Fans die mit Effekten voll gepumpten neuen Streifen bei weitem übertreffen. Die Geschehnisse der Filme werden dabei mit einer Vielzahl an lustigen Slapstick-Gags garniert, die dem Spieler Lacher am laufenden Band garantieren. Vor allem die Zwischensequenzen, die sich sehr stark an den Kinostreifen orientieren, haben es in sich: Ein Gag jagt den anderen - egal ob diese offensichtlich oder wie zum Teil im Hintergrund stattfinden.
So albern Sturmtruppen herum, während im Hintergrund Rebellen entkommen, Darth Vader hat Hustenanfälle und Luke lässt oft die Geschicklichkeit und Anmut eines Jedi-Ritters vermissen. Aber nicht nur diese Gags, sondern auch die übertrieben dargestellten Eigenschaften der Charaktere bringen den Spieler oft zum Schmunzeln. Gigolo Han Solo zum Beispiel ist ein noch viel aufdringlicherer Schürzenjäger als sein Vorbild aus den Kinostreifen, während Prinzessin Leia die Klischees einer Zicke mit Bravour erfüllt. Insgesamt wirkt sich diese volle Ladung an Humor sehr gut auf die Atmosphäre aus und verleiht dem Spiel seinen eigenen Charme, der sowohl bei reiferen als auch bei jüngeren Spielern für Schmunzler sorgt.
Detailverbesserungen
Nette Licht- und Spiegeleffekte verleihen der Grafik einen edlen Touch.
BILD: PLAYZONE
Im Großen und Ganzen ist das Spiel dem Vorgänger sehr ähnlich, bei genauerem Hinsehen allerdings fallen aber doch eine Reihe Neuerungen und Verbesserungen auf. Wie zuvor kämpfen Sie sich mit Ihren Charakteren durch die Levels, lösen abwechslungsreiche Rätsel und bringen die Besonderheiten der verschiedenen Charaktere zum Einsatz. Ihre Helden haben einiges dazugelernt und sind jetzt in der Lage, neben den Standard-Attacken coole Nahkampf-Moves auszuführen oder gegnerischen Angriffen geschickt auszuweichen.
Die größte Neuerung sind aber die erweiterten Möglichkeiten mit den Fahrzeugen. Häufig finden Sie in normalen Laufabschnitten Lego-Teile, aus denen Sie Gefährte wie einen AT-ST zusammenbasteln können. Erstmals haben Sie nun die Gelegenheit, diese auch wirklich zu benutzen, um beispielsweise Barrieren aus dem Weg zu räumen oder Gegner im Handumdrehen ins Jenseits zu schicken. Besonderes Lob haben die verschiedenen Flugabschnitte verdient, in denen Sie mit Snowspeedern, X-Wings und einer Vielzahl anderer Fahrzeuge aus dem Star Wars-Universum unterwegs sind. Diese sind besser gelungen als im ersten Teil und bringen ordentlich Abwechslung und Action ins Spiel.
