ls der Kunstdieb Charles Deckard die in einem New Yorker Museum ausgestellte Büchse Pandoras stehlen will, geht einiges schief. Das Artefakt brennt ihm ein seltsames Zeichen auf die Hand und ruft haufenweise Ungeheuer herbei, die (wie Ungeheuer das so tun) sofort beginnen, die Stadt zu zerstören.
Die Zwischensequenzen entbehren oft nicht einer gewissen (unfreiwilligen) Komik.
Auf in den Kampf
Hier endet das Intro und ihr übernehmt die Kontrolle über Deckard und müsst erst einmal aus dem einstürzenden
Museum entkommen. Draußen warten panische Passanten und zahlreiche Monster darauf, von euch erledigt zu werden. Dies geschieht in konventioneller Ego-Shooter-Manier mit Pistole, MG, Granaten und Ähnlichem.
Der Kampf gegen einen Schrott-Golem gehört zu den raren Highlights des Spiels.
Zusätzlich steht euch eine geheimnisvolle Macht namens Animus zur Verfügung. Durch das in Deckards Hand gebrannte Symbol hat er die Möglichkeit, von getöteten Gegnern stammende Energie aufzunehmen und damit seine Wunden zu heilen oder Animus-Stöße auf seine Feinde abzufeuern. Zu diesen gesellen sich schnell auch noch Mitglieder einer Söldnertruppe, die von Deckards Auftraggeber angeheuert wurden, um ihn zu töten.
Werwölfen muss in Legendary der Kopf weggeschossen werden, da sie sonst immer wieder aufstehen.
Im weiteren Verlauf des Spiels gilt es herauszufinden, wieso man euren Tod will, und nebenbei die Welt zu retten. Dabei gestalten sich die acht Kapitel leider ziemlich altbacken. Zwar hat Legendary durchaus einige beeindruckende Momente, wie den Kampf gegen einen riesigen Golem aus Schrott. Der größte Teil der strikt linearen Levels bietet jedoch Shooter-Kost, die wie eine Definition von Mittelmaß wirkt. Waffen, die man schon zig Mal gesehen hat, hier und da ein paar Schalter, ein bisschen Drum ‘n‘ Base im Hintergrund und immer wieder Durchschnittsgeballer gegen Durchschnittsgegner.
Die Kulissen sind durchaus als stimmungsvoll zu bezeichnen.
08/15
Legendary ist beileibe kein schlechtes Spiel, aber es fehlen einfach Momente, die wirklich zu begeistern wissen. Die meiste Zeit rennt ihr durch stimmungsvolle, aber eintönige Szenarien und habt das Gefühl, dass es das alles schon mal gegeben hat, bloß besser. Bei den Unmengen an Ego-Shootern, die derzeit auf dem Markt sind, gibt es keinen echten Grund, zu Legendary zu greifen, außer man hat schon immer von nichts anderem geträumt, als auf Werwölfe zu schießen. Noch dazu ist der Multiplayer-Modus mit vier Karten und nur einer Spielvariante ein schlechter Witz.
