Hinter der Verdammnis von Nosgoth scheinen weit finsterere Mächte zu stehen.
Das offene Ende von Soul Reaver 1 sorgte bei die meisten Spielern für Beinahe-Nervenzusammenbrüche und mittelschwere Krisen. Und Vampirzombie Raziel ließ sich zwei Jahre Zeit, bevor er die Videospiel-Welt wieder beehrte. Dass sich das Warten aber gelohnt hat, davon können Sie sich in Soul Reaver 2 jetzt überzeugen. Das Spiel setzt genau am Ende des ersten Teils an und führt den Protagonisten in die verschiedenen Zeiten seines Heimatlandes Nosgoth, in denen er entdeckt, welche Rolle das Rad des Schicksals für ihn und seinen Erzfein Kain vorgesehen haben. Wie gewohnt bewegen Sie Raziel in Third-Person-Ansicht durch düstere und stimmungsvolle 3D-Umgebungen, bekämpfen alles, was sich Ihnen in den Weg stellt und lösen nebenher das eine oder andere Rätsel. Ihre Energie beziehen Sie wie aus Teil 1 gewohnt aus den Seelen gefallener Gegner, die Sie dank des neuen Kampfsystems und mit einem bisschen Übung schnell besiegt haben dürften. Ihre mächtigste Waffe ist dabei die Geisterklinge Soul Reaver, die mit der Zeit ein gewisses Eigenleben entwickelt und ihrem Herrn gerne mal die Seelen vor der Nase wegschnappt. Nebenher stellt das Schwert auch den Schlüssel für viele Rätsel dar, denn im Laufe des Spiels kann Raziel es mit den Elementen Licht, Dunkelheit, Wind und Feuer bestücken und ihm so gewisse Fähigkeiten verleihen. Eine andere Möglichkeit, eine Aufgabe zu bewältigen ist wieder Raziels Fähigkeit in Echtzeit zwischen zwei Existenzebenen - der spektralen und der realen - zu wechseln. Denn in der Geisterwelt verschiebt sich die Umgebung und gibt Durchgänge frei, die ihm in der realen Welt versperrt sind. Doch nicht nur das Gameplay und die Geschichte ziehen den Spieler schnell in seinen Bann, auch die Grafik macht mit sauberen Texturen und schönen Lichteffekten einiges her. Die stimmungsvolle Soundkulisse tut dann noch ihr übriges, um Soul Reaver 2 zum derzeit besten Action-Adventure für die PlayStation 2 zu machen.
