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  • Legacy of Kain: Defiance

    Kain weiß mit dem Schwert umzugehen und richtet ein Blutbad nach dem anderen an. Kain weiß mit dem Schwert umzugehen und richtet ein Blutbad nach dem anderen an. Wie reagiert man, wenn man plötzlich feststellt, dass man ein halbes Jahrtausend verloren hat? Vermutlich ziemlich sauer. Raziel ist dementsprechend angefressen und hat langsam genug von den Intrigen, den falschen Fährten und der Unsicherheit, ob er seinem eigenen Willen oder einem ihm vorbestimmten Schicksal folgt. Das klingt verwirrend und ist es auch, sofern man noch nie etwas von der Legacy of Kain-Reihe gehört hat. Defiance ist bereits der fünfte Teil dieser Serie, die ihren Einstand schon auf der PSone feierte. Im Mittelpunkt steht Vampirfürst Kain, der sich exzentrisch durchs untote Leben schlägt und dabei auf niemanden Rücksicht nimmt. Sein ehemaliger Adjutant Raziel wurde von Kain erbarmungslos umgebracht, doch auch er wandelt noch immer durch die Welt Nosgoth - als Seelen saugender Rächer. Alle Zusammenhänge zu erklären, ist leider in diesem Rahmen unmöglich, weshalb wir unbedingt auf die älteren Teile der Serie verweisen möchten (siehe Extra-Kasten). Wer den direkten Vorgänger Soul Reaver 2 gespielt hat, der wird sich vielleicht noch erinnern, wie hochdramatisch es gegen dessen Ende zuging. Genau dort knüpft Defiance an. Kain ist zur Festung der Sarafanen zurückgekehrt, um mit dem zwielichtigen Möbius ein ernstes Wörtchen zu reden. 500 Jahre später widersetzt sich Raziel seinem ehemaligen Gönner, dem rätselhaften Tentakelwesen tief unter der Erde von Nosgoth. Trotz der großen zeitlichen Differenz steuert die Geschichte auf das große Zusammentreffen zwischen beiden hin. Mit jeder weiteren Spielminute steigert sich die Spannung und gipfelt in einem Finale, das sich gewaschen hat. Fans der Serie bekommen angesichts der ebenso dramatischen wie tragischen Ereignisse eine Gänsehaut nach der anderen.

    (R)Evolution
    Frischen Wind wollte man in die Serie bringen. Deshalb dürfen neuerdings beide Charaktere vom Spieler gesteuert werden. Im steten Wechsel werden Levels mit Kain und Raziel absolviert. Auch das Kampfsystem wurde verändert. Beide Recken steuern sich nahezu identisch und verfügen im Verlauf des Spiels über ein ansehnliches Schlagrepertoire. Neue Spezialattacken werden automatisch von Zeit zu Zeit erlernt und da sich sämtliche Angriffe miteinander kombinieren lassen, regnet es furchterregende Combos auf die Gegner nieder. Zusätzlich beherrschen die beiden Erzfeinde sogar Telekinese und können Gegner auf Knopfdruck durch den Raum oder an die nächstbeste Wand schleudern. Dadurch ergeben sich ganz neue Möglichkeiten und solch variantenreiche Auseinandersetzungen hat es in der Serie bisher noch nie gegeben. Leider gibt es keine Blockfunktion mehr, wirklich notwendig ist sie allerdings ohnehin nicht mehr: Angriff ist die beste
    Verteidigung. Obwohl die frei justierbare Kamera in den vorherigen Spielen eigentlich treue Dienste geleistet hat, entschied man sich dazu, diese zu ändern. Defiance setzt auf feste Kamerapositionen und -bahnen, was zwar meist cool aussieht, allerdings hier und da für weniger Übersicht sorgt. Nach kurzer Zeit kommt man aber damit zurecht und hat zudem den rechten Daumen immer für wichtigere Aufgaben frei. Der Serie treu ist das Leveldesign. Ausladende Bauten, komplexe Architektur sowie fein modellierte und sehr gut animierte Hauptcharaktere sind seit jeher Markenzeichen der Serie und auch in Defiance wieder anzutreffen. Wie üblich wird viel gekämpft und gelegentlich auch die Fähigkeit, logisch zu denken, gefordert. Die Rätsel sind etwas knackiger als bei Soul Reaver 2, aber immer noch recht simpel. Geblieben ist dagegen der lineare Spielverlauf. Mit sanfter Gewalt wird der Spieler immer wieder auf den richtigen Weg gebracht, Abzweigungen gibt es nicht. Dafür besann man sich endlich einer der Tugenden des ersten Soul Reaver: Es gibt wieder Boss-Kämpfe. Diese sind zwar nicht ganz so taktisch wie in Raziels erstem Abenteuer, warten dafür aber mit interessanten Gegnern auf. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Raziel seinerzeit nur vier der fünf Brüder von ihrem traurigen Schicksal erlöst hat.

    Grafikpracht
    Technisch waren beide Soul Reaver-Teile wegweisend und Defiance macht der Serie keine Schande. Hochauflösende Texturen allerorts, eine fast durchweg flüssige Darstellung, atmosphärisch dichte Musik und kaum Ladezeiten zwischen den Levels können sich sehen lassen. Einige Soundeffekte klingen zwar mittlerweile etwas angestaubt, dennoch kann auch die akustische Seite des Spiels voll überzeugen. Gegenüber der von uns bereits vorgestellten US-Version hat sich fast nichts geändert. Die seltenen Slowdowns treten an exakt den gleichen Stellen auf, Übersichtsprobleme ebenfalls. Dafür darf natürlich die Sprache vor Beginn des Spiels frei gewählt werden und das Bild ist durch die höhere PAL-Auflösung noch eine Spur feiner. Raziel wird wie gewohnt vom deutschen Sprecher von Ray Liotta vertont, Kain klingt wie Nicolas Cage, dennoch ist die englische Originalfassung ungeschlagen und noch eine Ecke besser. Deren Entstehung kann übrigens unter anderem im reichhaltigen Bonusmaterial genau unter die Lupe genommen werden.

    Bildergalerie: Legacy of Kain: Defiance
    Bild 1-3
    Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (5 Bilder)

    Legacy of Kain: Defiance (PS2)

    Spielspaß
    90 %
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Legacy of Kain: Defiance
    Legacy of Kain: Defiance
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Crystal Dynamics
    Release
    04.02.2004

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Legacy of Kain: Defiance
Legacy of Kain: Defiance
http://www.videogameszone.de/Legacy-of-Kain-Defiance-Spiel-11785/Tests/Legacy-of-Kain-Defiance-285340/
18.02.2004
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