Man nehme ein bekanntes Franchise, baue die Charaktere als Lego-Figuren nach und mache daraus ein Videospiel. Diese Formel hat mit Star Wars und Indiana Jones bereits bestens funktioniert. Und da durch die jüngste Batman-Verfilmung The Dark Knight das allgemeine Interesse an der menschlichen Fledermaus wieder entfacht wurde, lag es nahe, dieses Rezept erneut anzuwenden.
Mit Batman und Robin kämpft ihr euch durch die Straßen von Gotham City.
Freund und Feind
In Lego Batman übernehmt ihr zu Beginn sowohl die Rolle von Batman als auch die Robins. Im Zweispielermodus könnt ihr als Team gegen die Bösewichter antreten. Spielt ihr alleine, wechselt ihr per Tastendruck zwischen den beiden Figuren hin und her.
Die stimmungsvollen Zwischensequenzen kommen vollständig ohne Sprache aus.
Am grundlegenden Spielprinzip hat sich im Vergleich zu den anderen Teilen der Lego-Reihe wenig geändert. Ihr lauft, fahrt oder fliegt durch die einzelnen Levels, prügelt euch mit Gegnern und löst Rätsel, die zumeist daraus bestehen, dass verschiedene Gerätschaften aus Lego-Steinen zusammengebaut und verwendet werden müssen. Hierbei stehen dem dynamischen Duo zusätzlich verschiedene Anzüge zur Verfügung, mit denen z. B. weiter gesprungen oder an Wänden hochgelaufen werden kann.
Auch Batmans diverse Fortbewegungsmittel (hier das Batwing) kommen zum Einsatz.
Die Aufgabenstellungen sind hierbei größtenteils originell und witzig, jedoch werdet ihr auch immer wieder auf Stellen stoßen, an denen ihr mit logischem Denken nicht weit kommt.
Am Ende jedes Levels wartet der obligatorische Endboss auf euch. Ein besonderer Clou ist, dass ihr selbst in die Haut einiger Bösewichte schlüpfen könnt, nachdem ihr diese besiegt habt. Von bekannteren Schurken wie dem Joker oder Catwoman bis hin zu eher unbekannten wie dem Hutmacher ist alles vertreten, was sich das Fanherz wünschen kann.
Batmans Erzfeinde sind vollzählig vertreten.
Keine Filmvorlage
Traveller's Tales ist mit Lego Batman ein gutes Spiel gelungen, das seinen Vorgängern in Sachen Gameplay in nichts nachsteht. Leider basiert es nicht auf einer Filmvorlage. Konnte man Luke und Indy noch durch Levels steuern, die an bekannte Film-Settings erinnerten, kommt diesmal nur in den tollen Zwischensequenzen echtes Batman-Feeling auf. Ein weiteres Manko des Spiels ist die Kamera, die immer noch genauso rumzickt wie in den früheren Teilen der Reihe.
