Sie sollten zumindest vor einem Ihrer drei Gegner über die Ziellinie fahren, denn dann steht Ihnen Ihr erstes Geld zur Verfügung, das Sie als Startgeld für das nächste Rennen verwenden können. Sollten Sie dann allerdings Letzter werden, ist das Geld weg, ein Neustart des Rennens ist nicht möglich. Zu Beginn mag das noch nicht so tragisch sein, später geht es aber um Summen wie 10.000 oder 15.000 Dollar. Wer es nicht schafft, unter den ersten drei im Ziel zu sein, muss sich erneut das Geld erarbeiten, was äußerst frustrierend ist.
Rache ist süß
Zwischendurch gibt es kleine Rachemissionen, in denen Sie während eines Zeitlimits versuchen, Lidell Schaden zuzufügen, indem Sie beispielsweise Plakate oder ein Riesenrad zerstören. Ab und zu erhalten Sie auch einen Anruf von einem Freund, der Ihnen mitteilt, wo Sie eines Ihrer Autos wiederfinden können. Diese Sequenzen führen auch die Story weiter.
Sobald Sie in den Wagen gestiegen sind, versuchen Lidells "Mitarbeiter", Sie zu stoppen. Diese sind dermaßen penetrant, dass es mitunter eine richtig nervige Angelegenheit ist, die Wagen heil nach Hause zu bringen. Zusätzlich wurde dem Spiel noch ein Tuning-Part spendiert, der sich aber wenig spektakulär präsentiert, trotz Lizenz von West Coast Customs (Sie wissen schon, die aus MTVs Pimp my Ride). Rollen Sie bei den Jungs vor, dürfen Sie gerade mal auswählen, dass Sie tunen möchten. Preis und Art des Tunings sind aber vorgegeben.
Nur für Rennspielnarren
Die Anzahl der Spielmodi ist begrenzt, sodass es L.A. Rush auf Dauer gerade wegen des konventionellen Streckendesigns etwas an Abwechslung fehlt. Das Fahrzeughandling aber funktioniert wirklich gut. Schon während des ersten Rennens ist es kein großes Problem, die Wagen durch die vielen 90-Grad-Kurven einer Stadt zu manövrieren.
Positiv hervorzuheben ist auch, dass sich das Fahrverhalten der Wagen immer ein klein wenig unterscheidet. Leider läuft das Datenstreaming während des Spiels nicht ganz glatt, sodass es zu kleinen Rucklern kommt. Zudem geht teilweise die Framerate empfindlich in die Knie. Insgesamt mag daher kein so rechter Spielfluss aufkommen. Der spartanische Zweispielermodus ist nicht mehr als eine nette Dreingabe.
