Kirby kämpft gegen Auftrieb und Steinblöcke.
Es wird gegessen, was auf den DS kommt! Diese Weisheit gilt insbesondere dann, wenn sich ein echter Superstar wie Knödel Kirby auf den Touchscreen begibt. In seinem neuen Jump & Run, das nun europaweit als Power Paintbrush veröffentlicht wird, sieht sich Nintendos Vorzeige-Klops mit einer Hexe konfrontiert, die das Traumland aus heiterem Himmel in ein Gemälde verwandelt hat.
Seitdem haben sich die Schergen der fiesen Dämonin in den Bonbon-Welten eingenistet und warten nur darauf, es mit dem lilafarbenen Pummel aufzunehmen. Kirby steckt währenddessen mit beiden Flügelchen im Schlamassel, denn die Hexe hat den Mampfsack in einen Ball verwandelt. Pech für Kirby, Glück für den Spieler! Denn diesem Umstand verhilft dem DS zu einem absolut fesselnden Spielerlebnis!
Abgeknöpft
Verbindet die Punkte in der angegebenen Reihenfolge!
Ihr rollt euch durch sieben quietschbunte Welten, die jeweils aus drei Abschnitten bestehen, und stellt euch in der achten Welt eurer Widersacherin. Die Präsentation orientiert sich dabei sehr an den Vorgängern: So manövriert ihr Kirby durch blühende, grüne Landschaften, traut euch ins Innenleben gigantischer Maschinen und betretet Gemächer, in denen ihr durch Antippen der Kronleuchter erst einmal für Erhellung sorgen müsst. Hochgradige Innovation kommt durch den Einsatz des Touchscreens zustande, auf dem das komplette Spielgeschehen dargestellt wird.
Der obere Bildschirm dient lediglich als Übersichtskarte und zeigt euch die Fundorte der Medaillen, mit denen ihr neue Musikstücke freispielt. Bei Kirby: Power Paintbrush ruhen Steuerkreuz und Standard-Tasten komplett, nur der Stylus wird benötigt. Nach einem Klaps auf den Allerwertesten setzt ihr Kirby in Bewegung, worauf dieser geradeaus rollt. Befinden sich Feinde im Weg, tippt ihr diese ebenfalls an, um sie kurzzeitig einzufrieren.
Nur in diesem Zustand könnt ihr Widersacher überrollen, um sie damit vollständig unschädlich zu machen. Maßgeblich dient euch der "Power-Malstylus" aber dazu, um freihändig Regenbogenlinien zu zeichnen, die direkt auf dem Bildschirm erscheinen. Bugsiert ihr Kirby auf diese Wegbahnen, so folgt er ihnen gehorsam - auf diese Art und Weise steuert ihr euren Helden über sämtliche Hindernisse und Schluchten hinweg. Wollt ihr Kirby durch Wasser oder Sturmböen manövrieren, ändert sich das Spielgefühl dementsprechend und ihr müsst bei eurer Linienführung die unterschiedlichen Gravitationsgesetze bedenken.
Bauchpinselei
Mit dem Stylus schützt ihr Kirby vor der Kanonensalve.
Kirbys Gabe, die Fähigkeiten von besiegten Gegnern zu kopieren, hilft dem Spieler dabei, in den 22 Abschnitten sicher zum Zieltor zu gelangen. So kann sich Kirby in den Unterwasser-Levels in einen Stein verwandeln, mit dem ihr die physikalischen Gesetze kurzerhand aushebelt und nicht nach oben treibt. Manche Barrikaden dürfen sogar nur als Flammen-Kirby passiert werden. Power Paintbrush überzeugt insbesondere durch die unglaubliche Interaktionsvielfalt.
Der Spieler besitzt zwar nur die indirekte Kontrolle über Kirby, hat den Vielfraß aber in jeder Situation fest im Griff. Das Spiel überrascht nicht nur mit einer richtig innovativen Steuerung, sondern wirkt zudem wie aus einem Guss. Schelte gibt es lediglich für die etwas uninspirierte Hintergrundmusik. Trotzdem: Mit dem Power-Malpinsel hat HAL ein überaus stimmiges Gesamtkunstwerk gepinselt!
