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  • Avatar Kinect für Xbox 360 im Hands-On-Test: Lustige Features, aber schlechte Erkennung von Mimik und Gestik

    Mit Avatar Kinect schafft Microsoft die Möglichkeit, dass Avatare miteinander kommunizieren und Gesten und Mimiken per Kinect übertragen werden - zumindest theoretisch. Ob das auch in der Praxis funktioniert, lest ihr in diesem Hands-on Test zu Avatar Kinect für Xbox 360.

    Der Download von Avatar Kinect wiegt satte 650 Megabyte. Nach dem Herunterladen findet ihr Avatar Kinect komischerweise in den Kinect Fun Labs. Weshalb sich Avatar Kinect dort versteckt und weder in der Xbox 360-Spielesammlung noch im Kinect Hub zu finden ist, bleibt für uns ein Rätsel. Für Avatar Kinect müssen sich Kinect-Besitzer also zunächst die Kinect Fun Labs auf ihre Xbox 360 herunterladen. Erst dann dürft ihr Avatar Kinect für Xbox 360 starten. Nachdem euch der Start von Avatar Kinect geglückt ist, blickt ihr auf eine benutzerfreundliche Oberfläche. In Avatar Kinect sollen sich Freunde und Bekannte zu einem lauschigen Videochat treffen und dazu noch ihr virtuelles Kämmerlein einrichten. Dazu stehen uns gut 15 verschiedene Räume wie ein TV-Studio, eine Bühne, die Mondoberfläche oder ein Märchenwald zur Verfügung. Auch neutrale, einfache Hintergründe ohne weiteres Mobiliar außer den Sitzgelegenheiten sind anwählbar. Die neutralen Hintergründe dürft ihr für zwei, vier oder acht Avatare konfigurieren. Auch alleine in einem Raum dürft ihr Avatar Kinect zunächst testen. Ihr dürft nämlich in Avatar Kinect auch Videos eurer Gesprächsrunden aufzeichnen. Danach ladet ihr die so erstellten Videos direkt per Avatar Kinect oder per Facebook hoch. Auch direkt auf kinectshare.com könnt ihr eure per Avatar Kinect erstellten Videos hochladen. Allzu lang aber dürfen die Gespräche nicht sein, denn die Videos sind nämlich auf 5 Minuten limitiert.

    Das Interessante an Kinect Avatar soll sein, dass man mit seinem Avatar nicht nur gestikulieren kann. Auch die Mimik des Sprechenden solübertragen werden. So sollen möglichst lebensnahe Gespräche entstehen, bei denen auch die Gefühlslage der dahinterstehenden Person transportiert wird. Dies funktioniert in der Praxis aber gar nicht gut. Das fängt schon bei den Händen an, die sich eigentlich nie so verhalten wie gewollt. Auf das Drehen der Hände reagiert Avatar Kinect ebenso wenig wie auf ausgestreckte Finger. Es gestaltet sich also schwierig, auf jemanden zu zeigten. Nicht viel besser sieht es bei der Gesichtserkennung aus. Zwar erkennt das Programm recht gut, wann wir sprechen und öffnet dabei den Mund des Avatars, der Rest des Gesichts aber verhält sich eher unkoordiniert. Besonders bei Brillenträgern versagt das System komplett, und es ist praktisch unmöglich, eine Gefühlsregung zu transportieren. Egal ob wir lachen oder böse schauen, was auf dem Avatar landet, sind höchstens ein paar nervös zuckende Augenbrauen. Derweil haben wir durchaus verschiedene Beleuchtungen ausprobiert und optimale Verhältnisse für Kinect geschaffen. Trotzdem wollte die Mimik nicht so recht klappen.

    Bildergalerie: Kinect
    Bild 1-3
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    Gesten und Gesichtserkennung funktioniert aber eher unzuverlässig. Gesten und Gesichtserkennung funktioniert aber eher unzuverlässig. Quelle: Microsoft Derweil kann man mit Avatar Kinect durchaus seinen Spaß haben, denn die Entwickler ließen sich ein paar nette Gimmicks einfallen, um den Auftritt der Avatare zu inszenieren. So bietet uns jede Räumlichkeit einen Backstage Bereich, von dem aus unsere virtuellen Egos einzeln auf die Bühne gehen können. Je nach Umgebung geschieht das anhand verschiedener Animationen. Mal puffen wir in einem Wölkchen in die Gesprächsrunde, ein anderes Mal kommen wir lässig herein geschlendert. Gleiches gilt, wenn wir die Bühne verlassen. Auf dem Mond geschieht das beispielsweise stilecht per Moonwalk. Auf diese Art und Weise kann man also eine regelrechte TV-Show inszenieren, bei der ein Gast nach dem anderen die Bühne betritt. Und weil der jeweilige Moderator wahrscheinlich voll und ganz mit Gestikulieren und Sprechen beschäftigt ist, kann ein anderer Teilnehmer Einfluss auf die Kameraführung nehmen und sogenannte Emotions ausführen. Dabei handelt es sich um manchmal recht brauchbare Dinge, wie Applaus aus dem Publikum oder herabfallende Konfetti, mitunter aber auch recht alberne Dingen, wie ein herumfliegendes Ufo. Sogar an die Möglichkeit einer Quiz-Sendung hat man gedacht, weswegen man auch ein Richtig oder Falsch einblenden kann. Schade nur, dass die Bedienung dieser Emotions recht zäh ausgeführt wird. So dauert es mitunter schon wenige Sekunden, bis nach dem Tastendruck das entsprechende Menü erscheint und dann nochmal wenige Sekunden, bis ausgewählte Emotion auch ausgeführt wird. Das führt natürlich dazu, dass die Emotions oft deplatziert wirken, weil sie gerne zu spät kommen.

    Insgesamt aber stellt Avatar Kinect eine nette Spielerei dar, welche die Lücke zwischen Voice-Chat und Video-Chat auf amüsante Art und Weise schließt. Dabei gefällt die Möglichkeit, die Gespräche entsprechend einer TV-Show zu inszenieren. Auch das Aufzeichnen und seine Show mit Freunden teilen ist recht spaßig – sofern Spieler auf einen solchen Kram stehen. Dabei kann man über die nicht optimale Erkennung der Gesten und der Mimik durchaus streiten. Spaß macht die Sache anfangs auf alle Fälle, in der Praxis nutzen Spieler wohl weiterhin den gewohnten Voice-Chat. Ob Avatar Kinect sich in der Core-Gamer-Zielgruppe der Xbox 360-Spieler durchsetzt, bezweifelt wir stark.

  • Kinect
    Kinect
    Hersteller
    Microsoft
    Release
    12.11.2010
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von LOX-TT
    kurz und knapp: NEIN%-)
    Von hannsilein
    Ich bezweifele auch ganz stark das sich Kinect Avatar in der Core Gamer Gruppe durchsetzen wird. Aber war diese Gruppe…
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von LOX-TT Community Officer
        Zitat von hannsilein
        Aber war diese Gruppe überhaupt die angepeilte Zielgruppe ?
        kurz und knapp: NEIN
        %-)
      • Von hannsilein Erfahrener Benutzer
        Ich bezweifele auch ganz stark das sich Kinect Avatar in der Core Gamer Gruppe durchsetzen wird. Aber war diese Gruppe überhaupt die angepeilte Zielgruppe ? Welcher Core Gamer der Zocken will hält sich den schon dammit auf eine eigene Gesprächsrunde im Stil der TV Talkshows zu leiten ?

        Nartürlich werden…
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Kinect
Avatar Kinect für Xbox 360 im Hands-On-Test: Lustige Features, aber schlechte Erkennung von Mimik und Gestik
Mit Avatar Kinect schafft Microsoft die Möglichkeit, dass Avatare miteinander kommunizieren und Gesten und Mimiken per Kinect übertragen werden - zumindest theoretisch. Ob das auch in der Praxis funktioniert, lest ihr in diesem Hands-on Test zu Avatar Kinect für Xbox 360.
http://www.videogameszone.de/Kinect-Konsolen-232538/News/Avatar-Kinect-fuer-Xbox-360-im-Hands-On-Test-Lustige-Features-aber-schlechte-Erkennung-von-Mimik-und-Gestik-835705/
25.07.2011
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2011/01/Avatar_Kinect_Whimsy_04_web.jpg
avatar,xbox 360,kinect project natal
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