Leser der Stuttgarter Zeitung fordert restloses Verbot von Killerspielen und Sex im Internet
Leser fordert: "Verbot Killerspiele und Sex in Internet sowie TV".
"Vor 50 Jahren gab es definitiv keine Amokläufe", kommentiert Günter S. einen aktuellen Artikel der Stuttgarter Zeitung. Dass dem nicht so ist, lässt sich unter anderem in Wikipedia-Artikeln über Ernst August Wagner oder Walter Seifert nachlesen. "Vor 50 Jahren lernten die Schüler im Religionsunterricht, dass sie sich an die 10 Gebote halten und ihre Mitmenschen lieben sollen", schreibt er und ergänzt, dass man sich heute vom Religionsunterricht abmelden könne und stattdessen "Hass und Gewalt über Internet, Killerspiele und auch über den Fernsehkrimi" lernen würde. Doch damit nicht genug, Günter S. lehnt sich noch weiter aus dem Fenster und versucht in seinem Leser-Kommentar die Ursachen zum jüngsten Amoklauf zu erörtern. Als "das Ermorden am Simulator einüben" bezeichnet er die viel diskutierten "Killerspiele". Angeblich würden jene, die es "üben", es auch in der Realität umsetzen wollen. Gar würden Amokläufer gezielt ausgebildet. Sowohl bei Gewalt in Fernsehen als auch Internet sorge der Nachahmungstrieb für das gleiche Resultat.
Auch für unsere Schulbildung findet Günter S. kritische Worte und schreibt, dass Schüler über die schulische Sexaufklärung erfahren würden, dass das "Ermorden von Kindern im Mutterleib 'ganz normal' ist" - damit meint er den Schwangerschaftsabbruch. Folgende Forderungen ergeben sich also für ihn: "Restloses Verbot von Killerspielen", "Verbot von Sex und Gewalt im Internet und Fernsehen" sowie das "Verbot von scharfer Munition für Schützenvereine". Der Feigheit der Politiker hätten wir die Amokläufe übrigens zu verdanken. Wählerstimmen seien wichtiger als Menschenleben.
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