Während des Abenteuers wechselt Mask mehrmals das Kostüm.
Die Videosequenzen sind sowohl in Spielgrafik als auch in Anime-Optik gehalten und so zahlreich, dass sie die Spielzeit um einige Stunden erhöhen. Für den ersten Durchgang benötigt ihr, vorausgesetzt ihr schaut euch alle Videosequenzen komplett an, etwa 15 Stunden. Der Spannungsbogen wird dabei von Anfang an sehr gut aufgebaut. Zu Beginn des Spiels hatten wir befürchtet, dass man sich zu schnell an die ausgefallene Umsetzung gewöhnt.
Diese Zweifel wurden aber alsbald in alle Winde verstreut. Die Levels sind abwechslungsreich und spannend umgesetzt. Und die Geschichte wird von Level zu Level abgefahrener und sorgte bei uns oft für erschrockene Gesichter und einen kranken Magen. Stück für Stück erfährt man mehr über die Herkunft der Killer 7, über die fürchterlichen Schicksale, die einigen der Charaktere zugestoßen sind, und trifft auf Gegenspieler, deren tiefschwarze Seelen eine überaus drückende Wirkung auf den Gemütszustand haben.
Muss man gespielt haben
Die Bewertung von Killer 7 fällt sehr schwer, weil einerseits die minimalistische Grafik und das Gameplay nicht mal annähernd das aus dem GameCube herausholen, zu dem er fähig wäre. Andererseits ist das sich ergebende Gesamtbild, das die einzelnen Elemente zusammengefügt erzeugen, im wahrsten Sinne des Wortes einmalig - da passt einfach alles perfekt zusammen und erschafft eine Atmosphäre, die absolut nichts für schwache Nerven ist.
Und weil Letzteres überzeugt, bekommt Killer 7 von uns eindeutig den Hit-Stempel aufgedrückt. Eine klare Empfehlung an alle Actionfans kann man aber trotzdem nicht aussprechen. Dieser Titel wird die Lager spalten. Viele Leute werden wegen der bereits angesprochenen Grafik und dem Gameplay nichts damit anzufangen wissen, während genauso viele den Titel mehr für ein abgedrehtes Kunstwerk als ein Videospiel halten werden. Klar ist aber eines: Selbst wenn man Killer 7 nicht mag, gespielt haben muss man es einfach. Denn Killer 7 ist ein in dieser Form noch nie da gewesenes Spiel.
