Killer 7

Test

Iwazaru gibt immer wieder seinen Senf dazu. Iwazaru gibt immer wieder seinen Senf dazu. Der GameCube hat bei einigen Leuten nach wie vor den Ruf einer Kinderkonsole. Besonders Capcom hat in letzter Zeit versucht, diesem Image entgegenzuwirken. Resident Evil 4 ist ein ziemlich blutiger Titel, der wirklich nicht in Kinderhände gehört. Killer 7 folgt diesem Beispiel, übertrifft das Gewaltmaß des Horror-Adventures aber um Längen.

Für das, was hier geboten wird, muss man einen starken Magen haben. Immerhin schlüpft man in die Rolle von sieben brutalen Killern, die alle eines gemeinsam haben. Ihr Herz schlägt in der Brust eines schizophrenen Mannes: Harman Smith. Dieser mysteriöse Kerl ist zufälligerweise befreundet mit Kun Lan, einem finsteren Typen, der sich kurzerhand dazu entschlossen hat, die Welt mit der Hilfe von Terroristen ein wenig aufzumischen. Harman sieht das natürlich nicht gerne und will den üblen Machenschaften ein Ende bereiten.

Ganz leicht wird das aber nicht. Die Terroristen sind nämlich in aggressive Kreaturen verwandelte Menschen, genannt die Heaven Smile. Im Verlauf des Spiels werdet ihr nicht nur auf hunderte dieser Viecher treffen, sondern auch eine große politische Verschwörung aufdecken und herausfinden, wer Harman Smith und die sieben Killer wirklich sind.

Mehr wollen und können wir an dieser Stelle gar nicht verraten. Nachdem man den Abspann gesehen hat, bleiben viele Fragen offen. Aber gerade deswegen saugt Killer 7 den Spieler so ungemein in seine kranke Welt hinein. Man wird Teil der Geschichte und macht sich ständig Gedanken darüber, was für ein Schauspiel da gerade vor den eigenen Augen abläuft.

Minimalismus in Reinkultur

Schon lange vor dem Release hat Killer 7 nicht nur aufgrund der harten Thematik, sondern besonders auch wegen seines ungewöhnlichen Looks Interesse auf sich gezogen. Die Grafik ist im Cel-Shading-Stil gehalten, aber noch weitaus minimalistischer umgesetzt als bei anderen Titeln. Figuren und Umgebungen bestehen aus festen, einfarbigen Flächen.

Schatten sind ebenfalls solche Flächen, die einfach über das Gesicht eines Protagonisten oder eines Umgebungsobjektes gezogen sind. Das sieht in der Praxis sehr gut aus und erzeugt eine dichte Atmosphäre. Störend ist nur das teilweise auftretende Tearing - der untere Teil des Bildschirms verzieht ein wenig und passt nicht mehr ganz zum Rest des Geschehens. Dieser Tearing-Effekt tritt allerdings selten und kaum merkbar auf - und wenn, dann hat er keinerlei Einfluss auf das Spielgeschehen.

Nicht weniger minimalistisch als die Grafik fällt das Gameplay aus. Mit dem A-Knopf lasst ihr eure Killer auf einem vorbestimmten Weg entlanglaufen, mit B dreht ihr euch um und marschiert zurück. Mit der R-Taste wechselt ihr in die Ego-Perspektive, aus der heraus ihr euch die Gegner vorknöpfen könnt.

Kichererbse

Die Heaven Smile sind ziemlich abgefahrene Viecher und treten in unterschiedlichen Variationen auf. Das Fiese an ihnen - sie sind unsichtbar! Die Biester verraten sich aber durch ihr schrilles Lachen. Kichert euch also etwas entgegen, solltet ihr blitzschnell in die Ego-Perspektive wechseln und die Umgebung scannen. Ein Scan macht die Gegner sicht- und somit verwundbar.

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