Geschichtsstunde: In wunderbar bebilderten Episoden erfahren Sie Details aus der Geschichte Japans. Auch die Sprecher sind sehr gut gewählt - vorbildlich!
Die ungeheuer komplexen Zusammenhänge zwischen den japanischen Mächtigen werden deshalb im Spiel so ausführlich erzählt, dass Ihnen wahrscheinlich schnell vor lauter japanischen Namen der Kopf schwirrt, zumal sich die Handlung nicht auf das pure Schlachtgeschehen reduziert, sondern sich auch über Intrigen, Verwandtschaftsverhältnisse und Liebesgeschichten erstreckt. Auch die Optionsvielfalt kann sich sehen lassen. Das Spielgeschehen unterteilt sich grob in vier Bereiche. Zunächst werden Sie durch eine umfangreiche Erzählung über die Hintergründe des nächsten zu schlagenden Scharmützels aufgeklärt. Anschließend dürfen Sie sich einen Überblick über Ihre Kommandeure, die Kommandeure des Gegners und die einzelnen Truppen der jeweiligen Armeen verschaffen. Gegebenenfalls tauschen Sie nun aktive Offiziere Ihrer Armee aus oder geben Ihren Leuten den Auftrag, einige gegnerische Offiziere zum Überlaufen oder zumindest zum Stillhalten zu bewegen. Nach dieser Phase erhalten Sie eine Übersicht über das Gelände und die Positionen der jeweiligen Truppen, wo Sie auf Wunsch den vorgegebenen Schlachtplan akzeptieren oder abändern dürfen. Danach geht es ans Eingemachte. In einer Echtzeitschlacht geben Sie einzelnen Offizieren oder der ganzen Armee Befehle, lösen Spezialmanöver aus oder positionieren Ihre Truppen. Unglücklicherweise sind aber die meisten Funktionen ohne wirkliche Relevanz für das Spielgeschehen. Dies liegt zum einen daran, dass die vorgegebenen Pläne meist ohne viel Eingreifen funktionieren, zum anderen daran, dass Sie aufgrund des Echtzeitcharakters des Spiels keine Zeit haben, wirklich alle Parameter ernsthaft zu überwachen. Wäre das Spiel rundenbasiert und besäße wirklichen spielerischen Tiefgang, wäre es hervorragend. So bleibt es eine nette Grafikdemo und eine interessante Geschichtsstunde.
