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    Just Cause 3 Test plus 30 Minuten Video: Ein actionreicher Abstecher ins Land der unbegrenzten Explosionen

    Wie passen Urlaubs-Flair, ein fantastisches Fluggefühl und die größten Explosionen der Spielegeschichte zusammen? Unser Test zu Just Cause 3 samt Wertung erklärt anhand von über 30 Minuten Videomaterial, wie die chaotische Action-Serie den Sprung in den Olymp der Open-World-Spiele schafft. Tipp: Ein gewisser Herr Greifhaken hat entscheidenden Anteil daran.

    Aktuelle Änderungen hervorheben

    Just Cause 3 präsentiert sich im Test als ungemein ehrliches Spiel. Von Beginn an legt Entwickler Avalanche Studios die Karten offen auf den Tisch: Das in Stockholm und New York erdachte Actionspiel will große Explosionen liefern, absurde Stunts, irrsinnige Flugsequenzen und jede Menge Bombast. Dafür erlaubt es euch Zugriff auf ein Arsenal an Fahrzeugen, gibt euch zerstörerische Waffen und anderen Werkzeuge an die Hand. Wie ihr diese einsetzt, bleibt euch überlassen. Dabei ist vieles möglich, mehr als in vielen anderen Actionspielen. Nur eines dürft ihr von Just Cause 3 nicht erwarten: Realismus.

    Update: Wir haben unseren Test um die Konsolenwertungen ergänzt.

    Test: Organisiertes Chaos

          

    General Di Ravello ist das (klischeehafte) Feindbild in Just Cause 3. General Di Ravello ist das (klischeehafte) Feindbild in Just Cause 3. Quelle: PC Games "Kreative Zerstörung" könnte man diesen Ansatz nennen: Just Cause 3 liefert euch mit der Inselgruppe Medici einen wunderschönen Sandkasten mit Urlaubsatmosphäre, in dem es etliche Einsatzgebiete für Raketenwerfer, Jets, Helikopter, Kanonenboote, Wingsuit, Fallschirm und den bewährten Greifhaken gibt. Denn die zu jedem Zeitpunkt frei begehbare Welt ist gesprenkelt mit Militärbasen und von einem Diktator unterdrückten Siedlungen, insgesamt sind es weit über 100. Eure Aufgabe: jeden Hinweis auf die Militär- und Propaganda-Maschinerie des Regimes auslöschen, mit allen erdenklichen Mitteln.
    Beim Test zeigte sich schnell, dass man sich den Spaß in gewisser Weise selbst machen muss, da hat sich im Vergleich zu Just Cause 2 kaum etwas geändert. Man sollte schon ein Faible fürs Experimentieren und Ausprobieren haben. Was passiert, wenn ich (unendlich vorhandenen) C4-Sprengstoff an eine Ziege klebe und sie per Seilkatapult auf einen Panzer schleudere? Kann ich einen vorbeifliegenden Jet mit meinem Greifhaken einfangen und in einen nahen Wachturm lenken? Und wie arrangiere ich möglichst geschickt eine Kettenexplosion aus Benzintanks, um ein feindliches Lager mit nur einem Schuss aus dem Raketenwerfer lahm zu legen?

    10:10
    Just Cause 3: Test-Video - ein super Helden-Spiel!

    So haben wir getestet

    Wir spielten die PC-Fassung von Just Cause 3 komplett durch. Die Versionen für Playstation 4 und Xbox One erreichten uns erst spät, die entsprechenden Wertungen haben wir im Test-Update nachgeliefert. Berichte von Performance-Problemen am PC können wir nicht nachvollziehen. Auf zwei Testrechnern mit aktuellen Treibern hatten wir keine Probleme.
    Dass das nicht so schnell langweilig wird wie in Just Cause 2 liegt an einer Reihe von Verbesserungen. So sind die Basen in Just Cause 3 schlicht größer und abwechslungsreicher gestaltet. Zwar schöpfen sie alle aus einem Pool an besonderen, unbedingt zu zerstörenden Objekten, die praktischerweise in der Signalfarbe Rot gestrichen sind. Doch rund um diese Transformatoren, Satellitenschüsseln und Diktatorenstatuen haben die Level-Designer bunte und sich stark voneinander unterscheidende Siedlungen gestaltet.

    So seid ihr mal in einer unterirdischen Höhle unterwegs, dann wieder springt ihr zwischen mehreren viele Meter hohen Türmen hin und her oder bombardiert einen in den Berg gebauten Militärposten mit mehreren Landebahnen für Düsenjets des Regimes. Schmucke Küstenstädte mit hübscher Altstadt wechseln sich ab mit von Wolkenkratzern dominierten Kulturzentren und zentrale Positionen werden von schier uneinnehmbaren Festungen mit dicken Mauern und noch fetteren Geschützen dominiert.

    Selten geht es in Just Cause 3 in überdachte Hallen. Meist seid ihr im Freien unterwegs. Selten geht es in Just Cause 3 in überdachte Hallen. Meist seid ihr im Freien unterwegs. Quelle: PC Games Die Verteidigungsmaßnahmen fallen mit fortschreitender Spieldauer immer schärfer aus. Wer im Helikopter anrückt, wird von Flaks abgeschossen, deren Raketen sich aber glücklicherweise umprogrammieren und auf feindliche Flugzeuge richten lassen. KI-Soldaten rufen Verstärkung, die zu Land, aus der Luft und vom Wasser her anrückt. Gleichzeitig können wir immer wieder selbst Hilfe anfordern, wenn wie etwa automatische Raketenwerfer lahmlegen oder verbündeten Panzerverbänden die Tore öffnen. Minenfelder umgeben Basen an der Küste. Tanks und stationäre Geschütze nehmen den Helden von Just Cause 3 aufs Korn. Scharfschützen und dick gepanzerte Feinde mit Minigun machen euch das Leben schwer. Der anfangs niedrige Schwierigkeitsgrad steigt immer weiter ohne je unfaire Ausmaße anzunehmen. Protagonist Rico Rodriguez hat dem vor allem eines entgegenzusetzen: seine überragende Mobilität.

    Am Fallschirm hängend, kann Rico Rodriguez in Just Cause 3 ganz nach Bedarf sein gesamtes Waffenarsenal einsetzen. Am Fallschirm hängend, kann Rico Rodriguez in Just Cause 3 ganz nach Bedarf sein gesamtes Waffenarsenal einsetzen. Quelle: PC Games

    Review: Just Cause 3 macht mobil

          

    Rico fühlt sich in allen Elementen so wohl wie der sprichwörtliche Fisch im Wasser: Er kann tauchen, springen - und fliegen. Denn anders als in Just Cause 2 hat der Held nicht mehr nur einen unerschöpflichen Vorrat an Fallschirmen dabei - er kann auch jederzeit seinen Wingsuit aktivieren und in den Gleitflug übergehen. In Verbindung mit dem Greifhaken wird Just Cause 3 dadurch zum Superheldenspiel: Mit dem Seilwerfer an Ricos Arm zerrt sich der Protagonist blitzschnell in die gewünschte Richtung. Ein weiterer Tastendruck spannt den Fallschirm und lässt den Charakter meterhoch in die Luft schießen - durch den Einsatz des Greifhakens kann er sich noch höher ziehen. Dann der fließende Wechsel zum Wingsuit, mit dem Rico knapp über dem Boden mit einem Affenzahn über Medici hinweg saust. Erneut kommt hier der Greifhaken zum Einsatz, der erhöht das Tempo und hält Rico in der Luft. Und wenn man doch mal droht, abzustürzen oder von einer Baumkrone touchiert zu werden, wird halt wieder der Fallschirm ausgebreitet.
    Und so weiter und so fort ...

    Auf dem dach eines fliegenden Frachtfliegers kämpfen? Kein Problem in Just Cause 3! Auf dem dach eines fliegenden Frachtfliegers kämpfen? Kein Problem in Just Cause 3! Quelle: PC Games Diese ganze Mechanik ist den Machern von Just Cause 3 derart fantastisch gelungen, sie ging uns - sowohl mit Gamepad als auch Maus und Tastatur - beim Review so gut von der Hand, dass wir uns schon bald gar nicht mehr anders fortbewegen wollten. Auto oder Motorrad fahren, wer braucht das schon in Just Cause 3? Der Wingsuit ist schneller, cooler, flexibler. Die präzise Steuerung erlaubt punktgenaue Landungen, besonders am PC mit der Maus. Wenn der Fallschirm eingezogen wird, steht Held Rico kurz wie schwerelos in der Luft und der Spieler kann sich per Seilwerfer an die gewünschte Position ziehen. Großartig!

    Genial: Abseits von tiefem Wasser und aktivierten Energieschilden bestimmter Militärfahrzeuge lässt sich der Greifhaken an JEDER Oberfläche in Just Cause 3 befestigen. Die Gesetze der Schwerkraft spielen dabei nur eine sekundäre Rolle. Rico hängt sich regelmäßig an Wände, baumelt von der Decke oder nimmt von der Unterseite eines fliegenden Helikopters aus kopfüber mit einem schweren Maschinengewehr gegnerische Kampfverbände aufs Korn. Wahnsinn, diese Bewegungsfreiheit! Auch über größere Distanzen ist es eine Freude, auf diese gänzlich einzigartige Art und Weise die riesige Spielwelt Medici zu bereisen. Im vergleich wirkt der Seilwerfer aus Assassin's Creed: Syndicate antiquiert und umständlich.

    Warum mit dem Helikopter reisen, wenn Just Cause 3 doch den tollen Wingsuit hat? Na wegen der Feuerkraft natürlich! Warum mit dem Helikopter reisen, wenn Just Cause 3 doch den tollen Wingsuit hat? Na wegen der Feuerkraft natürlich! Quelle: PC Games Da verkommt die ebenfalls verfügbare Schnellreisefunktion zum Beiwerk, wir wollen als Rico über Gebirge segeln, an malerischen Küstenstreifen vorbei schweben und sogar - Achtung, erhöhte Schwierigkeit! - durch Tunnel rauschen und dabei milimetergenau an entgegen kommenden Autos vorbei navigieren. Bei all der coolen Greifhaken-Action macht es sich bezahlt, dass Entwickler Avalanche Studios die Reichweite des Utensils gegenüber Just Cause 2 erhöht hat. Selbst hohe Felswände sind jetzt nicht mehr vor Rico sicher

    Just Cause 3 im Test: Vergleich mit dem Vorgänger

          

    Gasflaschen per Seil mit Soldaten verbinden: Ein alter Just Cause-Trick und auch 2015 noch lustig. Gasflaschen per Seil mit Soldaten verbinden: Ein alter Just Cause-Trick und auch 2015 noch lustig. Quelle: PC Games Bis zu drei Haken lassen sich in Just Cause 3 standardmäßig verschießen, mit Upgrade sind sogar vier möglich. Dadurch lassen sich erstmals auch mehrere Objekte aneinanderketten, etwa ein paar Kühe an die sich drehenden Flügel einer Windmühle. Oder Passanten ans Heck eines fahrenden Traktors. Premiere für die Just Cause-Serie: Der Spieler kann per Tastendruck die Seilspannung anpassen, die Enden der verschossenen Seile schnappen nicht mehr automatisch zusammen. Durch ein plötzliches Anspannen wird etwa ein kugelförmiger Benzintank aus den Verankerungen gerissen und rollt mit einem Mal durch die gegnerische Basis, um schließlich in einer bildschirmfüllenden Explosion zu zerplatzen - sofern wir ihn nicht vorher an einen Heli kleben und als gigantische Abrissbirne zweckentfremden, Oder ein erst nur lose befestigtes Auto sirrt plötzlich in Richtung eines Militär-Checkpoints - und explodiert auf Knopfdruck, wenn der Spieler die daran befestigten Sprengladungen manuell auslöst.

    Die Möglichkeiten sind nahezu endlos, Just Cause 3 bietet noch mehr Potenzial für eigene Zerstörungsvarianten und abgefahrene Physik-Experimente als der Vorgänger. Natürlich ist man dank des Greifhakens übermächtig. Aber das ist ja auch der Gedanke dahinter: Wir sollen wir früher im Kinderzimmer mit unseren Action-Figuren nach Lust und Laune herumspielen, sie fliegen lassen und ab und zu auch mal im Hof mit Böllern herumzündeln. Just Cause 3 liefert genau dieses Spielerlebnis in virtueller Form. Die Explosionen sind größer als damals, der Gewaltgrad höher (Just Cause 3 hat eine USK-Empfehlung ab 18 Jahren), aber das Prinzip ist damals wie heute simpel und pur: Es geht um den Spaß am Zerstören.

    03:58
    Just Cause 3: Greifhaken-Video vor dem Test

    Im Vergleich zum Vorgänger Just Cause 2 gibt's abseits vom Wingsuit und der geänderten Funktionsweise des Greifhakens tatsächlich nur wenig Neues. Aber Just Cause 3 ist in allen Belangen besser, sowohl grafisch als auch in Sachen Abwechslung, beim Waffengefühl in den Third-Person-Shooter-Passagen oder wenn es um das Steuern von Fahrzeugen geht (wir empfehlen für Autofahren & Co. ein Gamepad, aber auch mit der Tastatur kommt man gut zurecht). Manches ist gleich geblieben, so stellen feindliche Soldaten immer noch mehr durch ihre schiere Masse eine Bedrohung dar, als dass sie sich durch besonders clevere Flankenmanöver auszeichnen würden. Sie sind wie lästige Schmeißfliegen, die den Spieler umschwirren, während der sich überlegt, was er als nächstes in die Luft jagt.

    Die Story: solide und unterhaltsam

          

    Die Story von Just Cause 3 hat einie lustige Momente zu bieten und unterhält ordentlich. Die Story von Just Cause 3 hat einie lustige Momente zu bieten und unterhält ordentlich. Quelle: PC Games Wem es in Videospielen schwer fällt, einfach frei Schnauze loszuziehen, der muss indes nicht verzagen: Bei aller spielerischer Freiheit bietet Just Cause 3 nämlich auch eine klassische Story-Kampagne mit insgesamt 25 Missionen und einer Spielzeit von gut 15 Stunden. Wer aber zwischendurch noch die ein oder andere Basis befreit, braucht definitiv länger bis zur Endsequenz, auch wenn zwischendurch Abnutzungserscheinungen auftauchen. Denn so schön die Welt auch gestaltet ist, zwischen Städten existiert außer ein paar Tieren nicht viel Sehenswertes.

    Seid ihr dennoch darauf aus, alle 130 Siedlungen zu erobern und alle Varianten der drei unterschiedlichen Sammelgegenstände zu finden, sind bei Just Cause 3 wohl locker 40 bis 50 Spielstunden Umfang drin. Und dann ist noch längst nicht Schluss, denn habt ihr einmal die Kampagne abgeschlossen, könnt ihr erstens noch besetze Basen ausräuchern und zweitens Außenposten in den Ursprungszustand zurücksetzen. Dadurch erhaltet ihr Gelegenheit, eure Lieblingssiedlungen noch einmal zu befreien - quasi eine Art New Game Plus, bei dem ihr all eure erspielte Ausrüstung einsetzen dürft. Dieses Feature dürfen sich andere Open-World-Spiele gerne zum Vorbild nehmen!

    Wer einfach nur die Geschichte von Just Cause 3 erleben will, wird bei Just Cause 3 besser unterhalten als in den Vorgängern. Die Geschichte um das von einem bösen Diktator unterjochte Land Medici hält zwar kaum Überraschungen bereit, ist aber mit zuweilen lustigen Zwischensequenzen und humorvollen Funksprüchen gut inszeniert. Die Charaktere sind solide geschrieben, aber große Dramatik und tränenreiche Momente sucht man bei diesem Action-Fest wie erwartet vergebens. Ausgerechnet der Bösewicht wird verheizt. Ihm fehlt die Präsenz von Vaas oder Pagan Min in Far Cry 3+4, denn er interagiert erst ganz am Ende direkt mit dem Spielercharakter.

    Rico Rodriguez ist der Held von Just Cause 3 und wird im Deutschen von Moritz Bleibtreu gesprochen. Rico Rodriguez ist der Held von Just Cause 3 und wird im Deutschen von Moritz Bleibtreu gesprochen. Quelle: PC Games Doch davon abgesehen erwartet euch in Just Cause 3 ein durch und durch adäquater Plot. Jeder der 25 Einsätze hat noch dazu einen eigenen Twist; die Missionen sind abwechslungsreich und spaßig. Darüber hinaus unterscheiden sie sich in einem Punkt stark von der Konkurrenz: Es gibt in Just Cause 3 praktisch keine geskripteten Sequenzen - von getimten Gegnerverstärkungen mal abgesehen. Alles, was in den Aufträgen passiert, ist so auch in der offenen Spielwelt möglich. Noch dazu könnt ihr oft wählen, wie ihr eine Mission angeht. Ihr sollt einen Wissenschaftler beschützen, der in einem Helikopter fliegt? Dann hängt euch doch einfach dran - oder klaut einen Jet und pustet die Verfolger mit zielsuchenden Raketen weg. Oder gleitet per Wingsuit hinterher. Oder fahrt mit einem Roller vorneweg. Oder, oder oder.

    Die 25 Story-Missionen sind durchweg gelungen und bieten eine schöne Abwechslung zum Open-World-Chaos samt Basisbefreiung. Die 25 Story-Missionen sind durchweg gelungen und bieten eine schöne Abwechslung zum Open-World-Chaos samt Basisbefreiung. Quelle: PC Games

    Upgrades per Challenges

           Bavarium Sea Heist ist der letzte DLC für Just Cause 3. PC PS4 XBO 0

    Just Cause 3: Letzter DLC Bavarium Sea Heist heute für Season-Pass-Inhaber

      Heute erscheint mit Bavarium Sea Heist der letzte Season-Pass-DLC für Just Cause 3. Separat wird der Zusatzinhalt ab kommender Woche erhältlich sein.
    Just Cause 3: Mech Land Assault-DLC angespielt. PC PS4 XBO 0

    Just Cause 3: Mech Land Assault DLC angespielt - mechanische Zerstörungsorgie

      Mit Mech Land Assault wird Just Cause 3 um wilde Mech-Gefechte erweitert. Wir konnten den DLC bereits anspielen und verraten, wie viel Spaß das macht.
    Der Sky Fortress-DLC für Just Cause 3 wurde für Besitzer des Staffelpasses veröffentlicht. PC PS4 XBO 0

    Just Cause 3: Erster DLC "Sky Fortress" ab jetzt erhältlich

      Square Enix und die Avalanche Studios haben die erste DLC-Erweiterung "Sky Fortress" für Besitzer des Season Passes von Just Cause 3 veröffentlicht.

    Vorgaben macht euch Just Cause 3 hauptsächlich in den Herausforderungen. Das sind separate Mini-Aufträge, bei denen ihr unter Zeitdruck einen Hindernisparcours oder eine Rennstrecke bewältigen müsst. Acht Disziplinen wie Wingsuit, Autofahren oder Fliegen gibt's, einige beschränken sich auf das möglichst effektive Zerstören von Basen - erneut unter Zeitdruck. Abhängig von eurer Leistung gibt es bis zu fünf Zahnräder als Belohnung. Die dienen als Upgrade-Punkte für Ricos Fähigkeiten. Problem und glücklicher Umstand zugleich: Diese Upgrades sind bei Just Cause 3 nur Beiwerk. Denn einerseits waren wir im Test so gut wie gar nicht heiß drauf, die Verbeserungen wie einen Nitro-Boost für Autos oder mehr C4-Sprengladungen freizuschalten, was die Herausforderungen recht sinnlos erscheinen lässt. Zum anderen ist Just Cause 3 eines dieser wenigen Spiele, die ihren vollen Funktionsumfang nicht hinter künstlichen Schranken verstecken.

    In vielen Herausforderungen müsst ihr innerhalb eines Zeitlimits möglichst viel Schaden anrichten. Als Belohnung gibt es Upgrades für Fahrzeuge, Greifhaken und Ricos Fähigkeiten. In vielen Herausforderungen müsst ihr innerhalb eines Zeitlimits möglichst viel Schaden anrichten. Als Belohnung gibt es Upgrades für Fahrzeuge, Greifhaken und Ricos Fähigkeiten. Quelle: PC Games Wo viele Action-Titel ihren Spielspaß sklavisch an der bewährten Freischaltungsleier ausrichten, gibt euch Just Cause 3 von Anfang an mit Greifhaken & Co. viele irrsinnige Werkzeuge der Zerstörung an die Hand, mit denen ihr von Minute eins an jede Menge Unfug anstellen könnt. Da stört das etwas aufgesetzte Herausforderungssystem überhaupt nicht. Die wichtigsten Freischaltungen sind eh Waffen und Fahrzeuge - und viele davon lassen sich in der Spielwelt finden und in die eigene Garage bringen. Den Rest erhaltet ihr durch das Befreien von Basen, was ja ohnehin eine eurer Hauptbeschäftigungen in Just Cause 3 ist.

    Die recht spärliche Auswahl an handelsüblichen Geschossen ist zwar ernüchternd (es gibt nur eine Handvoll Pistolen, Uzis und Sturmgewehre), dafür hat Just Cause 3 aber gleich mehrere Spezialwaffen mit explosiver Wirkung im Angebot. So gibt's unter anderem eine Bazooka mit Nuklearsprengkopf, eine Markierungspistole für Luftschläge, einen EMP-Schlag und einen Sechsfach-Raketenwerfer, der mehrere Ziele gleichzeitig in Flammen aufgehen lässt. Da wir diese grandios effektiven Waffen aus den unmöglichsten Lagen abfeuern können (am Fallschirm hängend oder stehend auf dem Dach eines fahrenden Autos/dem Flügel eines fliegenden Düsenjets), fühlen wir uns damit wie der Gott der Zerstörung persönlich. Einfach alles ist hier auf den Spielspaß ausgerichtet, darin ist Just Cause 3 ganz groß.

    Einmal freigeschaltet, dürft ihr euch alle Waffen und Fahrzeuge jederzeit an einen beliebigen Ort der Spielwelt liefern lassen. Dafür braucht ihr nur eine Signalfackel, Nachschub gibt's in befreundeten Lagern. Ein Rebellen-Jet wirft eine Kiste mit der gewünschten Ausrüstung ab, egal ob Panzer oder High-Tech-Helikopter. Anschließend liegt auf der gelieferten Ware aber eine Abklingzeit, für eine gewisse Zeitspanne dürft ihr kein weiteres Exemplar des entsprechenden Objekts bestellen. Das Beste an der Schnelllieferung: Der Kistenabwurf lässt sich prima zweckentfremden, ihr könnt die Ladung auf Gegner herabrufen oder Basisobjekte damit zerstören. Just Cause 3 setzt eurer Kreativität keine Grenzen.

    Checkpoint-Rennen als Challenge in Just Cause 3: Diese optionalen Aufgaben haben wir im Test größtenteils ignoriert, ohne dass sich das gerächt hätte. Checkpoint-Rennen als Challenge in Just Cause 3: Diese optionalen Aufgaben haben wir im Test größtenteils ignoriert, ohne dass sich das gerächt hätte. Quelle: PC Games

    Just Cause 3: Offline oder online spielen?

          

    Wenn ihr nicht gerade im Offline-Modus spielt, wird oben rechts eure Leistung mit der anderer Spieler verglichen. Das motiviert ganz ordentlich. Wenn ihr nicht gerade im Offline-Modus spielt, wird oben rechts eure Leistung mit der anderer Spieler verglichen. Das motiviert ganz ordentlich. Quelle: PC Games Einen Mehrspielermodus hat Just Cause 3 zwar nicht, dennoch nutzt das Actionspiel von Square Enix Online-Funktionen. So vergleicht der Titel standardmäßig ständig eure Leistungen mit denen eurer Freunde und denen fremder Spieler. Wer ist am höchsten geflogen, wer am längsten im Wingsuit knapp über den Boden gegleitet, wer hat die meisten Explosionen in Folge verursacht und am häufigsten hintereinander Gegner per Hubschrauber ausgeschaltet? In all diesen Fällen blendet Just Cause 3 eine Online-Rangliste ein. Im Test erwies es sich als überraschend motivierend, wenn wir mit einer besonders geglückten Aktion auf Platz 1 in dieser Liste vorstießen.

    Wen die ganze Sache nervt, der kann Just Cause 3 aber auch einfach offline spielen. Das geht am PC ganz einfach - Just Cause 3 benötigt Steam und lässt sich dort bequem in den Offline-Modus schalten. Ebenso abschaltbar sind die zuweilen aufdringlichen HUD-Anzeigen zu Missionszielen & Co. Die Menüs erlauben darüber hinaus mannigfaltige Einstellungen zu Grafikdetails und Tastenbelegung. So können auch Linkshänder Just Cause 3 problemlos spielen, denn als Bewegungstasten lässt sich etwa der Zahlenblock definieren.

    Just Cause 3: Systemanforderungen

    MINDESTENS
    • Intel Core i5-2300 2,8 GHz oder AMD Phenom II X6 1055T 2,8 GHz
    • 6 GB RAM
    • Nvidia GeForce GTX 660 (2 GB) oder AMD Radeon HD 7870 (2 GB)
    • Windows Vista SP2, Win 7 SP1, Win 8.1 (64 Bit)
    • 45 GB freier Festplattenspeicher


    EMPFOHLEN
    • Intel Core i7-3770 3,4 GHz oder AMD FX-8350 4,0 GHz
    • 8 GB RAM
    • Nvidia GeForce GTX 760 (3 GB) oder AMD Radeon R9 280X (3 GB)
    Technisch liefert die PC-Version ein ähnlich gutes Bild ab wie Mad Max von Avalanches Mutterstudio in Stockholm. Auflösungen bis 4K werden unterstützt und hohe Frameraten jenseits der 100 Bilder pro Sekunde sind mit aktueller Hardware kein Problem. Wir verwendeten einen Core i5 4690 mit 8 GB RAM und Geforce 970 mit 4 GB und stellten auf 1080p und mit einem 144-Hertz-Monitor (Gsync) keinerlei Ruckler fest. Probleme machen hauptsächlich AMD-Grafikkarten, besonders wenn ihr die neue Radeon Software Crimson 15.11 verwendet. Einen umfassenden Technik-Test lest ihr bei unseren Kollegen der PC Games Hardware.

    Update: Die Versionen für Playstation 4 und Xbox One sehen kaum schlechter aus als am PC, aber besonders die Microsoft-Konsole kriegt regelmäßig Schluckauf. Bei der Physikberechnung und wenn Explosionen auf dem Bildschirm zu sehen sind, sackt die Framerate immer wieder merklich auf unter 30 Bilder pro Sekunde ein. Die PS4 hat zwar auch mit kleinen Hängern zu kämpfen, doch hier schlägt sich Just Cause insgesamt besser und läuft noch dazu in 1080p statt mit 900p wie auf der Xbox One.

    Ein weiteres Ärgernis: Die Ladezeiten, besonders zu Spielstart. Besonders auf den Konsolen sind sie viel zu lang. Ohne SSD dreht ihr auch am PC einen Tick zu lange Däumchen, dafür dürft ihr anschließend abseits von Zwischensequenzen und beim Bildschirmtod die komplette Welt ohne Unterbrechung erforschen. Ein kleiner Preis, den wir gerne bereit sind zu zahlen. Und wenn auch nur, um zu sehen, wie groß die nächste Explosion ausfällt. Wenn das für euch ebenfalls interessant klingt, dann könnt ihr Just Cause 3 ab sofort für PC, Playstation 4 und Xbox One kaufen. Preis: ca. 50 (PC) beziehungsweise 60 Euro (Konsole). Die PC-Fassung setzt auf Steam als Kopierschutz.

    Just Cause 3 Review: Fazit und Wertung

          

    Just Cause 3 (PC)

    Spielspaß
    88 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Just Cause 3 (XBO)

    Spielspaß
    83 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Just Cause 3 (PS4)

    Spielspaß
    85 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Geniale Zerstörungsorgien mit befriedigendem Kawumm-Faktor
    Grandiose Bewegungsfreiheit mit Wingsuit, Fallschirm und vielen Vehikeln
    Greifhaken erlaubt tolle Physik-Spielereien
    Riesiges Potenzial für lustige Blödeleien, coole Stunts und abgedrehte Experimente
    Abwechslungsreiche Missionen mit viel spielerischer Freiheit
    Sehr umfangreich mit Quasi-Endlos-Modus
    Eine wohl dosierte Prise Humor
    Wunderschön gestaltete Inselwelt
    Frei konfigurierbare, präzise Steuerung (PC)
    Sehr gute technische Umsetzung am PC
    Aufgesetztes Upgrade-System, das man getrost ignorieren kann
    Die Story folgt bekannten Mustern
    Spielwelt abseits von Siedlungen etwas leer
    Wenige "normale" Waffen
    Lange Ladezeiten bei Spielstart (besonders PS4, Xbox One)
    PC-Version hat momentan noch Probleme mit AMD-Grafikkarten
    Leichte Ruckler auf PS4, starke Performance-Einbußene auf Xbox One

    15:01
    Just Cause 3: PC-Video mit Gameplay vor dem Test
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von LOX-TT Community Officer
        hu, das ist eine Hausnummer, ich hätte mit 80+/-2 gerechnet (also 78-82)

      • Von snowmanch Benutzer
        Aber ständig Laden nervt mich gewaltig.
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    PC Games 10/2016 PC Games Hardware 09/2016 PC Games MMore 10/2016 play³ 10/2016 Games Aktuell 10/2016 buffed 10/2016 XBG Games 09/2016 N-Zone 10/2016 WideScreen 10/2016 SpieleFilmeTechnik 08/2016
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Just Cause 3
Just Cause 3 Test plus 30 Minuten Video: Ein actionreicher Abstecher ins Land der unbegrenzten Explosionen
Wie passen Urlaubs-Flair, ein fantastisches Fluggefühl und die größten Explosionen der Spielegeschichte zusammen? Unser Test zu Just Cause 3 samt Wertung erklärt anhand von über 30 Minuten Videomaterial, wie die chaotische Action-Serie den Sprung in den Olymp der Open-World-Spiele schafft. Tipp: Ein gewisser Herr Greifhaken hat entscheidenden Anteil daran.
http://www.videogameszone.de/Just-Cause-3-Spiel-9784/Tests/Video-Review-zum-Release-fuer-PC-PS4-und-Xbox-One-1177368/
01.12.2015
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2015/11/Just_Cause_3_Gameplay_03-pc-games_b2teaser_169.jpg
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