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Jugendschutz

Aktionsbündnis fordert US-Gamer zum Protest gegen Spieleverbote auf

17.10.2010 13:25 Uhr
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In den Vereinigten Staaten entscheidet in wenigen Wochen der Oberste Gerichtshof über ein Gesetz zum Verkaufsverbot von gewalthaltigen Videospielen an Minderjährige. Das Aktionsbündnis Video Game Voters Network ruft Spieler zum Protest gegen ein solches Gesetz auf.

In den USA nimmt das Entertainment Software Rating Board (ESRB) die Alterseinstufung von Computer- und Videospielen vor. Anders als in Deutschland reguliert sich die amerikanische Spieleindustrie ausschließlich selbst und ist nicht an staatliche Weisungen gebunden. In den USA nimmt das Entertainment Software Rating Board (ESRB) die Alterseinstufung von Computer- und Videospielen vor. Anders als in Deutschland reguliert sich die amerikanische Spieleindustrie ausschließlich selbst und ist nicht an staatliche Weisungen gebunden. Diskussionen, eine Verschärfung die Gesetze zum Schutze der Jugend betreffend, sind in Deutschland ein alter Hut. Insbesondere in der Folge tragischer Vorkommnisse wie beispielsweise Amokläufen, überschlagen sich Politiker verschiedener Couleur regelmäßig geradezu mit diesbezüglichen Forderungen. Ins Visier geraten dabei vor allem auch immer wieder gewalthaltige Computerspiele. Unbeachtet bleibt dabei oftmals die Tatsache, dass dieses Thema durchaus nicht nur hierzulande immer mal wieder auf der Agenda steht, sondern beispielsweise auch in den USA, dem Herkunftsland zahlreicher blutiger Computer- und Videospiele. So brachte beispielsweise der Bundesstaat Kalifornien im Jahre 2005 ein Gesetz auf den Weg, das den Verkauf von "gewalthaltigen Videospielen" an Minderjährige (unter 18 Jahren) verbieten sollte. Unterzeichner des Gesetzes war -was einer gewissen Ironie nicht entbehrt- Ex-Actionmime Arnold Schwarzenegger.

2 Jahre später kassierte das zuständige Bundesbezirksgericht das Gesetz allerdings mit dem Verweis auf die Rede- und Pressefreiheit allerdings wieder ein. Gleichzeitig stellte es fest, dass es keinen Beweis für einen Zusammenhang zwischen virtueller und realer Gewaltausübung gäbe. Mit dieser Entscheidung konnte sich der Gouvernator natürlich nicht zufrieden geben. Nach einigen weiteren juristischen Auseinandersetzungen kommt es deshalb nun zu einer Anhörung vor dem Supreme Court, dem Obersten US-Gericht.

Aus diesem Grund machte jetzt auch die Gegenseite, verkörpert durch das Video Game Voters Network, mobil und kündigte für den kommenden Dienstag einen Aktionstag an. Am 19. Oktober sollen sich die Gamer erheben und für ihre Rechte einstehen. Geschehen soll das unter anderem durch das massenhafte Posten von vorgegebenen Messages in diversen sozialen Netzwerken (siehe Link zum VGVN). Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat sich die VGVN prominente Unterstützung mit ins Boot geholt - unter anderem auch Stardesigner Warren Spector (Deus Ex, Ultima, Wing Commander etc.), der nun in Form eines offenen Briefes jedermann zum Mitmachen auffordert:

Dear Friends,

Computer and video games are art, a form of artistic expression deserving of and, currently, protected by the First Amendment.

That hasn't stopped states though from trying to restrict the rights of our medium's artists, storytellers, and technical innovators. On November 2, the Supreme Court will hear arguments on the constitutionality of a California law that would restrict the sale of video games. This is a case of great significance to you and me -- to all people who play or create games and believe in the First Amendment.

Let's not beat around the bush -- if the Court's ruling goes against us, this law could lead to the future censorship of games, could irrevocably harm developers and would validate the absurd notion that video games are somehow a lesser form of creative expression.

We must act now. On October 19, I'm asking you to join me in urging all of your friends and co-workers, real-world or virtual, to stand up for video games by joining the Video Game Voters Network, an advocacy group fighting for their First Amendment protection.

Many people, including some of my personal heroes, like Stan Lee, have already encouraged us to take a stand. Now is the time for gamers to come together and spread the word through our social networks. Now is the time to ask every gamer we can reach to stand up with us and protect our First Amendment rights.

Here's the link: Video Game Voters Network: No Censorship

Thank you for considering this call to action.

-- Warren Spector

Quelle: Video Game Voters Network

Erfahrener Benutzer
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17.10.2010 13:25 Uhr
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Bewertung: 0
17.10.2010 17:04 Uhr
warum machen sie ESRB Freigaben nicht bindend und gut ist. Nö muss bürokratischer Papierkrieg geführt werden  
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
17.10.2010 17:01 Uhr
ewas in die richtung find ich gar nciht schlech, ich würde jetz auf keinen fall ein verbot wollen, aber für strengere richtlinien wird es wirklich mal zeit!!!
wenn man sich mal ansieht was amerikanische jugendliche und kinder sich an gewaltätigkeien in nem gewissen alter reinziehen dürfen wo die usk bei usn…