JoWooD: Insolvenzverwalter glaubt an Rettung
JoWooD befindet sich schon seit Jahren in schwierigem Fahrwasser. Auch mit dem jüngsten Teil der, in Deutschland einst immens beliebten, Gothic-Reihe konnte das Ruder nicht herumgerissen werden.
Vor einigen Wochen hat Gothic-Publisher JoWood, sesshaft in der österreichischen Hauptstadt Wien, Insolvenz anmelden müssen. Wirklich überrascht wurden hiervon aber wohl nur die allerwenigsten Spiele-Enthusiasten: In den vergangenen Jahren fiel das Unternehmen nämlich in erster Linie durch bugverseuchte Bananenprodukte (Gothic 3 + Addon) und Rechtsstreitigkeiten mit diversen Entwicklerteams auf (Perception, Piranha Bytes). Letzte Möglichkeit für JoWooD, um das endgültige Aus doch noch abzuwenden, ist die Vorlage eines Sanierungsplans bis spätestens 7. April. Diesen Termin nannte der zuständige Insolvenzverwalter Helmut Platzgummer dem Wirtschaftsblattt.
Momentan drücken den Publisher Schulden in Höhe von etwa 20 Millionen Euro. Sollten die Gläubiger dem Plan zustimmen, muss JoWooD binnen 2 Jahren etwa 5 Millionen Euro zu deren Befriedigung aufbringen. Deshalb ist es für die Österreicher geradezu überlebensnotwendig, dass in den noch verbleibenden 8 Wochen ein neuer Geldgeber gefunden wird. Laut JoWooD-Sprecher Philipp Brock befinde man sich derzeit in Gesprächen mit 5 Interessenten. Insolvenzverwalter Platzgummer geht davon aus, dass diese zu einem erfolgreichen Ende führen werden: "Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt, das Unternehmen weiterzubetreiben. Das Image von JoWooD in der Branche ist gut."
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