James Bond 007: Alles oder Nichts

Test

James Bond bekommt es nicht nur einmal mit dem Beißer zu tun. James Bond bekommt es nicht nur einmal mit dem Beißer zu tun. Noch einmal - und zwar von vorn
Nach Bonds Ableben müssen zudem die Missionen von vorne gestartet werden, da keine Rücksetzpunkte eingebaut wurden. Für aggressive Stimmung sorgt manchmal auch das Zielsystem. Stehen zum Beispiel zwei Gegner um einen herum und gleichzeitig befindet sich noch ein Feind etwas weiter entfernt, so wird recht oft der Ganove im Hintergrund ins Visier genommen, während man von seinen teuflischen Nachbarn Saures bekommt. Wenn der virtuelle James Bond nicht gerade zu Fuß unterwegs ist, schwingt er sich hinters Steuer eines der vielen Fahrzeuge, an denen Qs Herz so inbrünstig hängt. In diesen Passagen bewegt man Vehikel wie den Porsche Cayenne Turbo, den Aston Martin Vanquish V12, einen Helikopter, ein Motorrad und später sogar einen Panzer. Stellenweise gerät in diesen Passagen die Grafik-Engine recht stark ins Ruckeln. Da diese Stellen aber nur selten vorkommen, fallen die Ruckler nicht weiter negativ ins Gewicht. Was aber wirklich Unverständnis hervorruft, ist das Ruckeln bei den Zwischensequenzen. Diese treiben jedoch eigentlich in einer sehr schönen Art und Weise die Geschichte voran, bei der ein Ex-KGB-Agent (Nikolai Diavolo) die Weltherrschaft an sich reißen möchte. Wer nach dem Durchspielen der Einspieler-Variante immer noch Lust verspüren sollte, Agent zu spielen, kann sich mit mindestens einem Kumpel beim Mehrspielermodus die Zeit vertreiben. Entweder zu zweit kooperativ oder maximal zu viert in der Arena-Variante - Spaß macht's in beiden Fällen. Dumm ist allerdings, dass man erst den kooperativen Zweispielermodus knacken muss, bevor man in die Arena steigen kann.

Fast wie im Film
Unter künstlerischen Gesichtspunkten haben die Entwickler hervorragende Arbeit geleistet. Die gut aussehende Hauptcharaktermodelle sehen ihren realen Vorbildern verdammt ähnlich. Auch die Levels können durch eine fesselnde Gestaltung und grafische Details überzeugen. Was das Spiel zusätzlich fast filmreif werden lässt, ist der orchestrale und treibende Sound, der sehr gut zur jeweiligen Spielsituation passt. Getoppt wird die Musik nur noch von der Sprachausgabe. Unterm Strich bleibt ein sehr guter Actionfilm ... äh, -titel, der auf der einen Seite durch spielerische Abwechslung und bombastische Präsentation Punkte machen kann, auf der anderen Seite aufgrund des unausgeglichenen Schwierigkeitsgrades, der Ruckler bei den Zwischen- und Fahrsequenzen sowie der seltsamen Gestaltung des Mehrspielermodus aber auch wieder welche verliert.

Wertung zu James Bond 007: Alles oder Nichts (GC)

Wertung:

85 /10

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