Ion Assault: Erstes XBLA-Spiel aus Deutschland im Test

Test Florian Stangl

Ion Assault erhält automatisch eine gewisse Aufmerksamkeit, weil es das erste Spiel eines deutschen Entwicklers für Xbox Live Arcade ist. Ob es auch spielerisch eure Aufmerksamkeit verdient, klärt unser Test.

Die Grafikeffekte sind klasse, vor allem die animierten Partikelschwärme. Quelle: Coreplay Die Grafikeffekte sind klasse, vor allem die animierten Partikelschwärme. Ion Assault könnt ihr auf Xbox Live Arcade Probe spielen. Was trotz unseres Tests sinnvoll ist. Denn Ion Assault sieht zwar aus wie Geometry Wars und ähnliche Twinstick Shooter, doch es macht ein paar Dinge grundlegend anders. Natürlich ist es wünschenswert, dass ein Entwickler ein populäres Vorbild nicht einfach kopiert. Die Münchener Entwickler Coreplay haben für Ion Assault zwei Dinge völlig anders gemacht als das klare Vorbild Geometry Wars: Die Steuerung und die Waffentechnologie. Und das hat massive Auswirkungen.

Ion Assault mit ungewohnter Steuerung
Fette Endgegner dürfen in Ion Assault nicht fehlen. Quelle: Coreplay Fette Endgegner dürfen in Ion Assault nicht fehlen. Gesteuert wird mit dem linken Stick. Damit flitzt euer kleines Raumschiff im relativ eng abgegrenzten Spielfeld umher und weicht Asteroiden und Gegnern aus. Gefeuert wird nun nicht - wie man erwarten könnte - mit dem rechten Stick, sondern mit dem linken Trigger. Der rechte Stick dreht das Raumschiff, ähnlich wie im Urahn von Geometry Wars, Asteroids. Dadurch muss man das gesamte Schiff in Schussrichtung ausrichten und kann nicht zum Beispiel nach links vor einem Gegner fliehen und ihn gleichzeitig beschießen. Das ist anfangs sehr ungewohnt und wirkt auch nach einigen Levels immer wieder unnatürlich. Eine wirklich flüssige Steuerung sieht anders aus.

Orientierungslos? Die gelben Punkte sind die Partikel, die ihr aufsaugen müsst. Quelle: Coreplay Orientierungslos? Die gelben Punkte sind die Partikel, die ihr aufsaugen müsst. Immerhin kann man trotz wilder Flugmanöver die Partikelkanone des Raumschiffs aufladen. Die saugt bei gezogenem Trigger fleißig die Teilchen aus der Umgebung auf und verstärkt so die Wirkung der Kanone. Trigger loslassen, Kanone feuert - Asteroid oder Gegner zerplatzt. Vorausgesetzt, man hat lange genug aufgeladen und gut getroffen. Beim Zielen hilft eine Linie, ähnlich wie im Übungsmodus von Billard-Simulationen. Ohne diese etwas seltsam anmutende Linie wäre vernünftiges Zielen reine Glückssache. Mit etwas Übung kann man die Grenzen des Spielfelds als Bande einsetzen, um mit abprallenden Partikelschüssen andere Gegner oder Asteroiden zu sprengen. Oder die Partikel gleich wieder aufzusaugen.

Power Ups gegen harte Gegner
Der Schwierigkeitsgrad zieht schnell an. Quelle: Coreplay Der Schwierigkeitsgrad zieht schnell an. Dem Spielprinzip entsprechend, nehmen mit jedem Level Stärke und Tempo der Gegner zu. Netterweise verlieren manche Gegner (und Asteroiden) Power Ups, die Waffen stärken oder Schutz bieten. Welche Gegner und Felsbrocken etwas Nützliches fallen lassen, seht ihr deutlich - so könnt ihr euch auf diese wichtigen Item konzentrieren. Der Schwierigkeitsgrad steigt vergleichsweise schnell an, was vor allem an der Steuerung liegt. Die Drehgeschwindigkeit des Schiffs per rechtem Stick ist konstant, wodurch man eigentlich gezwungen ist, weit vorauszudenken, um sich rechtzeitig für einen Schuss in Position zu bringen. Während des Aufladens der Partikelkanone wird das Schiff aber langsamer, so dass man oft einen Schussversuch abbrechen muss. Hier fehlt Feinschliff am Flow, am Spielfluss.

Dadurch schneidet Ion Assault insgesamt schlechter ab, als es die Präsentation vermuten lässt. Die Grafik ist einwandfrei, mit schönen Effekten und flüssigen Partikelschwärmen. Der Sound ist gesundes Mittelmaß - allein die weibliche Sprachausgabe wirkt arg auf coole Domina getrimmt und unnatürlich. Feinschliff hätte auch hier geholfen.

Einen Eindruck zu Ion Assault liefert euch dieses Video, das die ersten Level zeigt:

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Screenshots zu Ion Assault:

Bildergalerie

Wertung zu Ion Assault (X360)

Wertung:

7.0 /10
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