play³ X3 N-ZONE PlayBlu XBG Games

Hunted: Die Schmiede der Finsternis (PS3)

Release:
03.06.2011
Genre:
Action
Publisher:
Bethesda Softworks

Hunted: Die Schmiede der Finsternis - Hands-On-Test von der Gamescom 2010

20.08.2010 14:02 Uhr
|
Neu
|
Wir haben Hunted: Die Schmiede der Finsternis auf der Gamescom 2010 angespielt und verraten euch nun unsere Eindrücke zum Fantasy-Gears of War.

Hunted: Die Schmiede der Finsternis (4) Hunted: Die Schmiede der Finsternis (4) Den Bethesda Softworks-Titel Hunted: Die Schmiede der Finsternis durften wir auf der Gamescom 2010 antesten. Wir spielten einen kurzen Abschnitt aus dem vierten Akt. Hunted ist ein Koop-Spiel, man ist daher immer zu zweit unterwegs. Man kann wählen aus einem Krieger und einer Bogenschützin, wir spielten den Krieger. Auf Knopfdruck kann jede Klasse zwischen Nah- und Fernkampfwaffen wechseln, logischerweise ist der Krieger aber ein schlechterer Schütze an der Armbrust, während seine Partnerin den Nahkampf eher vermeiden sollte. Beide Klassen beherrschen außerdem Magie: Tippt man die rechte Schultertaste des Gamepads nur kurz an, feuert der Held einen Blitz auf seine Gegner; hält man die Taste hingegen länger gedrückt, entlädt sich ein Stärkungszauber auf den jeweiligen Partner – dieser teilt dann kurze Zeit kräftiger aus. Nach Checkpoints soll es außerdem möglich sein, zwischen den Charakteren zu wechseln – zumindest im Einzelspielermodus.

Hunted: Die Schmiede der Finsternis (8) Hunted: Die Schmiede der Finsternis (8) Hunted ist düster, die Entwickler beschreiben es als eine Art Fantasy-Gears of War. Die Helden latschen in der Verfolgeransicht durch eine brennende, in Trümmern liegende Stadt. Sehr enge Levels, keine NPCs, dafür regelmäßig Gegner – die erinnern an die Goblins aus Der Herr der Ringe. Eine Taste für einen leichten Angriff, eine andere für den schweren – so reiht man simple Kombos aneinander. Die Nahkämpfe fühlten sich nicht gerade berauschend an, es beschränkt sich im Grunde aufs Tastenhämmern.

Hunted: Die Schmiede der Finsternis (7) Hunted: Die Schmiede der Finsternis (7) Man kann auch seinen Schild per Schultertaste vor sich halten und so Pfeile abwehren. Mit der Zeit wird der Schild beschädigt, dann sollte man sich einen neuen suchen – die Dinger liegen hin und wieder in den Levels herum. Einmal konnten wir auch mal eine neue Waffe aufheben, da tauschten wir ein Breitschwert durch einen Streitkolben. Beide Helden können per Tastendruck hinter Mauern in Deckung gehen, auf diese Weise können sie halbwegs geschützt mit Bogen und Armbrust das Feuer eröffnen, bevor die Gegner in den Nahkampf übergehen. Ansonsten gab’s wenig bis keine Interaktion mit der Umgebung: Fässer zerfallen zwar bei Beschuss, aber man konnte keine Umgebungselemente taktisch nutzen.

Hunted: Die Schmiede der Finsternis (3) Hunted: Die Schmiede der Finsternis (3) In einer Szene gab’s ein kleines „Rätsel“, das aber zu Demonstrationszwecken bewusst einfach gehalten war: In einer völlig zerstörten Hütte traten wir vor einen Kamin, wo wir einen sprechenden Totenschädel fanden. Der trug uns auf, vier Knochenteile einzusammeln, die in der näheren Umgebung herumliegen – erst dann war die Quest gelöst. Was man davon hat? Das behielt die Demo für sich. XP oder dergleichen gab’s jedenfalls nicht, Hunted ist nunmal kein Rollenspiel.

Hunted: Die Schmiede der Finsternis (9) Hunted: Die Schmiede der Finsternis (9) Im Laufe der Demo wurden noch kurze Cutscenes in Echtzeit eingespielt – ein Drache wird von einem Geschoss getroffen und stürzt in den Ruinen ab, später latscht ein gigantischer Oger durch die Straßen – beides spätere Bossgegner. Diese Szenen sind nett und ordentlich, aber nicht aufregend inszeniert. Generell zur Optik: Kein Grund zum Jubeln. Texturen (360-Version wohlgemerkt) sind schön und düster, aber nicht gerade superscharf oder so detailreich wie in Gears of War & Co. Animationen und Effekte völlig okay, aber nix Aufregendes.

Spielt man nicht im Koop-Modus, wird der zweite Held von der KI gesteuert. Das funktionierte in der GC-Demo nur mittelprächtig: Die Bogenschützin blieb zwar auf Distanz, ging in Deckung oder suchte sich auch mal eine höhere Position, um ein besseres Schussfeld zu haben. Allerdings zeigte die KI auch noch einige Aussetzer; an einer Stelle kam die Bogenfrau nicht mal eine Treppe rauf, blieb an der Umgebung hängen und wollte sich nicht mehr rühren. Die Kämpfe sind blutig, aber nicht übertrieben hart. Es fließt zwar Blut, aber krasse Tötungsszenen wie in Gears of War haben wir nicht gesehen. Später sahen wir noch einige Zwischensequenzen – da rupfte irgendein Vieh das Herz aus der Brust eines wehrlosen Menschen. Angenehm eklig, aber kann schon sein, dass die USK das durchgehen lässt. Man wird wohl eh keine Menschen töten, also gute Karten auf einen ungekürzten 18er.

Hunted: Die Schmiede der Finsternis

Werbung:
Hunted: Die Schmiede der Finsternis jetzt ab 21,99 € bei Amazon bestellen

   
Felix Schütz
15 Minuten Gameplay – viel mehr habe ich noch nicht von Hunted erlebt. Und obwohl das alles schon ziemlich ordentlich war, hat’s mich doch nicht vom Hocker gerissen. Zu gewöhnlich und simpel präsentierte sich noch das Kampfsystem, zu schlicht wirkte der Levelaufbau. Ich hoffe, das fertige Spiel hat noch etwas mehr zu bieten. Allerdings habe ich auch nur den Einzelspielermodus ausprobiert, im Koop konnte ich noch nicht loslegen – vielleicht hat Hunted hier noch Qualitäten, die sich mir bislang noch nicht zeigen wollten. Auch von der Story habe ich noch nichts mitbekommen, vielleicht ist das ja eine heimliche Stärke von Hunted. Ich werde es auf jeden Fall spielen, wenn die fertige Version in unserer Redaktion eintrudelt – aber echte Vorfreude will sich momentan noch nicht einstellen.
   
Neuer Benutzer
Moderation
20.08.2010 14:02 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar