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    Homeworld: Deserts of Kharak im Test - Typisches Homeworld-Gameplay auf einem Planeten statt im All? Das geht! UPDATE mit finaler Wertung

    Homeworld: Deserts of Kharak ist der erste Ableger in der Echtzeitstrategiereihe, der am Boden spielt. Warum den Entwicklern Blackbird Interactive der Weggang vom Weltall- hin zum Wüsten-Setting ganz gut gelingt und wo ihr mit Schwächen rechnen müsst, klären wir im Test der Einzelspielerkampagne, die dreizehn Missionen umfasst. Außerdem schauen wir uns Skirmish- und Mehrspielermodus an.

    Eigentlich müsste jeder Satz des Tests von Homeworld: Deserts of Kharak mit "Ähnlich wie ..." oder "Genau wie in Homeworld ..." anfangen. Zum Verständnis: 1999 startete mit Homeworld eine Echtzeitstrategie-Reihe, die komplett im Weltraum spielte. Mit dem neuen Ableger Deserts of Kharak verlagern die Entwickler Blackbird Interactive das Geschehen nun auf die Oberfläche eines Planeten und schaffen es dabei trotzdem, die für Homeworld typischen Strukturen zu erhalten, im guten wie im schlechten Sinn.

    Eine wüste Vorgeschichte - die Story für Fans von Homeworld

          

    Um zu verstehen, worum es in Deserts of Kharak geht, blicken wir kurz zurück: Das Intro des ersten Homeworld-Spiels erzählte von der großen Expedition des Kushan-Volkes auf dem Wüstenplaneten Kharak. Darin wollte man geheimnisvollen Anomalien auf den Grund gehen und stieß so auf uralte Technologien, verborgen in Raumschiffwracks, tief begraben unter dem Sand. Nur dadurch waren die Bewohner in der Lage, das mächtige Mutterschiff zu konstruieren, mit dem man in Homeworld loszog. Genau diese Wüstenexpedition bildet den Handlungsstrang in Deserts of Kharak, den ihr in einer dreizehn Missionen umfassenden Einzelspielerkampagne erlebt. Die wichtigste Hauptfigur, die ihr im Spiel quasi als Heldenfigur steuert, ist die Wissenschaftsoffizierin Rachel S'jet. Diese müsst ihr in jeder Mission unbedingt am Leben erhalten, sonst ist die jeweilige Mission gescheitert. Beim Namen S'jet klingelt es bei Homeworld-Veteranen garantiert. Das ist nicht verwunderlich, da Rachels Nachfahrin Karan S'jet im ersten Homeworld als Flottenkommandantin fungierte.

    Schon zu Beginn der Kampagne von Homeworld: Deserts of Kharak schaffen es die Entwickler, die typische Stimmung der Strategiereihe vom All auf die Planetenoberfläche zu transferieren. Schon zu Beginn der Kampagne von Homeworld: Deserts of Kharak schaffen es die Entwickler, die typische Stimmung der Strategiereihe vom All auf die Planetenoberfläche zu transferieren. Quelle: PC Games Deserts of Kharak bietet nun tiefere Einblicke in die Kultur der Fraktionen auf Kharak. Ihr selber vertretet dabei die Seite der Koalition und schlagt euch in den Missionen mit den religiös fanatischen Gaalsien herum. Die haben was dagegen, dass ihr euch so frevelhaft am verborgenen Technologiegut des Planeten vergehen wollt. Zwischensequenzen mit Ingame-Grafik sowie die für Homeworld typischen, animierten Zeichnungen bilden dabei die ganz ordentlich erzählte Story-Grundlage, versehen mit guter englischer Sprachausgabe und einem superben Klangteppich des Homeworld-Komponisten Paul Ruskay. Zusammen mit dem Design der Einheiten und der gesamten Präsentation wird schon in den ersten Spielminuten klar, dass der Name Homeworld für die Entwickler quasi als Hausaufgabe ganz oben auf der Liste stand. Im Handumdrehen befindet man sich in dieser für Homeworld so typischen, ernsten, fast melancholischen Inszenierungsstimmung. Dafür gibt's gleich mal ein saftiges Lob!


    Schade nur, dass die deutschen Storytexte so winzig am oberen Bildschirmrand eingeblendet sind, zu schnell gehen einem dabei Details flöten. So schön sich die Geschichte für Fans der Reihe in den geschichtlichen Kodex einreiht, so problematisch könnte die Sache für Neulinge sein. Wer absolut keine Ahnung von den Geschehnissen der vorangegangenen Homeworld-Spiele hat, dürfte mit der Story zwar etwas anfangen können, allerdings fehlen ihm die Verknüpfungspunkte, die in der Kampagne auftreten. Vor allem das Ende der Geschichte richtet sich klar an die Fans der Reihe, unbedarfte Spieler bleiben dagegen wohl eher mit Fragezeichen über dem Kopf und mit der Frage zurück: "Was genau wollt ihr mir eigentlich erzählen?"

    08:19
    Homeworld: Deserts of Kharak im Testvideo

    Mobil in der Wüste unterwegs: Die Einheiten von Deserts of Kharak

          

    Während in den Weltraum-Pendants von Homeworld ein großes Mutterschiff als zentrale Basis diente, übernimmt ein auf Ketten laufendes Trägerschiff, die Kapisi, diese Rolle in Deserts of Kharak. Das gigantische Fahrzeug ist eine Art fahrbarer Flugzeugträger und dient euch als Basis, in der ihr Einheiten produziert und Forschung betreibt. Wie eure Heldin Rachel, muss auch das Flottenschiff Kapisi jedes Gefecht überleben, ansonsten ist die entsprechende Mission gescheitert. Das Design des riesigen Trägers ist den Entwicklern cool gelungen, eure produzierten Einheiten wirken dagegen regelrecht wie eine Horde Sandflöhe.

    Euer gigantisches Flottenkommandoschiff dient als mobile Basis. Dort erforscht und produziert ihr eure Einheiten. Euer gigantisches Flottenkommandoschiff dient als mobile Basis. Dort erforscht und produziert ihr eure Einheiten. Quelle: PC Games Apropos Einheiten: Eurer Militärapparat ist in vier Waffengattungen unterteilt. Anfangs lassen sich lediglich einfache Basisfahrzeuge herstellen. Dazu zählen etwa Erntemaschinen für die Rohstoffe, und das leichte, schnelle Angriffsfahrzeug. Durch Missionsfortschritt in der Kampagne erhaltet ihr Zugriff auf neue Technikdaten, die sich mit gesammelten Rohstoffen erforschen lassen. Damit schaltet ihr neue Einheiten und Upgrades dafür frei. Gegen Ende der Kampagne verfügt ihr dann über ein ansehnliches Arsenal aus Panzerfahrzeugen, Raketenbatterien, taktischen Bombern, Jägerstaffeln und befehligt starke Kreuzereinheiten. Da es im Prinzip für jede Einheit einen passenden Kontertyp auf der Gegenseite gibt, besteht die strategische Herausforderung darin, eine effektive Truppenmischung zusammenzustellen. Leichte Angriffsfahrzeuge weichen beispielsweise aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit feindlichen Geschossen gut aus und zerlegen kriechende Panzereinheiten scheibchenweise. Dicke Kreuzer verfügen dafür über mächtig viel Feuerkraft, sind aber so wendig wie eine lahme Schildkröte. Eure Einheiten, die eine Mission überleben, nehmt ihr in die Folgemission mit. So sammeln die Truppen Erfahrung, steigen im Rang auf und werden dadurch schlagkräftiger und für euch wertvoller.


    Da die KI aber nicht gerade zimperlich ist, können unvorsichtige Spieler schnell mal eine Niederlage kassieren, wenn sie ihre Truppe ineffektiv zusammenstellen. Doch ganz so frustrierend wie im Weltraumpendant von Homeworld gestaltet sich die Sache in Deserts of Kharak glücklicherweise nicht. Wer sich mit seiner wachsenden Flotte komplett verhaspelt und nicht mehr weiter kommt, kann jede freigeschaltete Kampagnenmission auch mit der Option Standardflotte starten. Die maximale Größe eurer Armee wird durch die Flottenkapazität bestimmt, die im Verlauf der Kampagne wächst. Die einfachsten Einheiten kosten euch dabei einen Kapazitätspunkt, mächtige Kreuzer gleich vier davon. Das sorgt für einen schönen Baukasteneffekt, da ihr euch immer gut überlegen musst, auf welche Einheiten ihr setzen wollt.

    Einheiten, die sich im Verlauf der Kampagne oder innerhalb einer Mission für eure Spielweise als zu ineffektiv erweisen, lassen sich zum Glück jederzeit außer Dienst stellen. Dabei wird nicht nur die entsprechende Flottenkapazität frei, sondern ihr erhaltet auch 75% der für die Produktion verbrauchten Rohstoffe zurück, was fair gelöst ist.

    Das Einheitendesign in Homeworld: Deserts of Kharak ist wunderbar stimmig und passt gut zum Setting. Das Einheitendesign in Homeworld: Deserts of Kharak ist wunderbar stimmig und passt gut zum Setting. Quelle: PC Games Um Einheiten zu produzieren zu, benötigt ihr so genannte Rohstoff- und Konstruktionseinheiten. Diese gibt es nicht gerade in Unmengen, sondern sind auf jeder Karte bei in der Wüste verteilten Wracks zu finden und schon markiert. Rohstoffe sammelt ihr wie im Genre gewohnt mit Erntemaschinen ein, die auch die fast schon obligatorische KI-Dummheit besitzen, Feinde mal gepflegt zu ignorieren. Eine schöne Besonderheit stellen die seltener auftretenden Wrackschotten dar. Mit eurer Heldin Rachel lassen sich Sprengladungen an den Wrackteilen anbringen und zünden. Darunter befinden sich dann nicht nur zusätzliche Rohstoffe, sondern auch wertvolle Artefakte für euer Flottenschiff.

    Jäger der verlorenen Schätze: Das Artefaktsystem in Deserts of Kharak

          

    Die Suche nach verschollenen Artefakten ist eine nette, optionale Nebenaufgabe, die sich in der Kampagne als durchaus motivierendes Unterfangen entpuppt. Sobald ihr ein Artefakt zu eurem Flottenschiff zurückbringt, wird es automatisch in die Kapisi eingebaut und beschert euch einen permanenten Bonus. Die Boni sind nicht nur auf das Flaggschiff begrenzt, sondern können auch eure Truppen aufwerten. 20% mehr Schaden für Fernkampffahrzeuge, reduzierte Kapazitätskosten, Baukosten und Bauzeit, höhere Sensorreichweite etc. Alles nette Kleinigkeiten, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
    Auf den Karten lassen sich verschiedenste Artefakte finden. Sobald ihr diese in eurem Trägerschiff Kapisi verbaut habt, erhaltet ihr permanente Boni. Eine feine Sache, die dazu motiviert, die Karten gründlich abzusuchen. Auf den Karten lassen sich verschiedenste Artefakte finden. Sobald ihr diese in eurem Trägerschiff Kapisi verbaut habt, erhaltet ihr permanente Boni. Eine feine Sache, die dazu motiviert, die Karten gründlich abzusuchen. Quelle: PC Games
    Doof ist allerdings, dass die sturen Missionsskripte es nicht immer ermöglichen, eine Missionskarte komplett nach Rohstoffen und Artefakten abzugrasen. Denn sobald ihr euer Hauptmissionsziel erfüllt habt, ist der Auftrag automatisch vorbei und es geht zur nächsten Mission weiter. Das war in den vorigen Homeworld-Spielen besser gelöst, dort konnte man nach dem erreichten Missionsziel selbst entscheiden, ob man das Gebiet verlassen oder noch bleiben wollte.

    Die Artefaktsuche bestreitet ihr übrigens bis auf eine Missionsausnahme alleine, die gegnerische Fraktion hat anscheinend keine Boni nötig. Schade, hier lassen die Entwickler spannendes Potenzial ungenutzt. Auch in anderen Bereichen trickst und cheatet die KI. So gab es in einigen Missionen simple Gegner-Spawns und unbegrenzten Truppennachschub zu beobachten.

    Ganz schön heiß hier - das Energiemanagement der Kapisi

          

    Wenn zwei fette Trägerschiffe aufeinandertreffen, kommt es zum mächtigen Schlagabtausch. Das hat schon fast das Flair eines Battlestar Galactica, nur eben am Boden. Wenn zwei fette Trägerschiffe aufeinandertreffen, kommt es zum mächtigen Schlagabtausch. Das hat schon fast das Flair eines Battlestar Galactica, nur eben am Boden. Quelle: PC Games Mit dem Energiemanagement für euren Kommandopott Kapisi haben die Entwickler ein zusätzliches Taktikfeature eingebaut, doch so richtig Gebrauch davon machen mussten wir in der Kampagne nicht zwingend. Mithilfe von frei verteilbaren Energiepunkten lassen sich Panzerung, Reparatursysteme, Bewaffnung und Schussreichweite eures Flaggschiffs verbessern. Mit jedem investieren Punkt steigt aber auch die abgesonderte Energie. Wenn ihr dabei einen kritischen Wert überschreitet, beginnt die Kapisi zu überhitzen und erleidet langsam Schaden. In diesem Fall braucht man lediglich entsprechend hochgefahrene Systeme wieder herunter zu regeln, eventuell vorhandene Schäden fix reparieren und die Sache ist gegessen.

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