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  • Harvest Moon: A wonderful Live

    Das kürzlich bestellte Huhn ist endlich da! Das kürzlich bestellte Huhn ist endlich da! Als kleines Kind war ich mit meinen Eltern einmal ein paar Tage im Urlaub auf einem Bauernhof. Was mich schon damals störte, war die unglaublich frühe Weckzeit von 5:30 Uhr. Mit diesem Kindheitstrauma im Hinterkopf legte ich mit gemischten Gefühlen die Farm-Simulation Harvest Moon: A Wonderful Life in meinen GameCube ein. Nach ein paar Minuten geschah etwas Seltsames: Meine bösen Träume von krähenden Hahnmonstern waren wie weggeblasen und mir erschloss sich die sehr aufregende und extrem unterhaltsame Welt der Landwirtschaft. Der neueste Sprössling der Harvest Moon-Serie (es gibt bereits mehrere Vorgänger auf N64, GBA, PSone u. a.) erscheint exklusiv für den GameCube und verblüfft mit einem ausgefeilten Gameplay und einem enorm hohen Suchtpotenzial.

    Kikeriki
    Eine Farm-Simulation ist eigentlich genau das, wonach es sich anhört: Ihr spielt einen Bauernjungen, der den Hof seines Vaters von einem kleinen Gehöft zu einem voll funktionsfähigen Landwirtschaftsbetrieb ausbauen soll. Gestartet wird mit einem Bauernhaus, einem Geräteschuppen, einem Stall und einem kleinen Stückchen leeren Acker. Mit nur einer Milchkuh und einem Hofhündchen ist auch die Anzahl eurer Tiere anfänglich eher mau. Um an mehr Geld und somit mehr Gebäude, Geräte und Tiere zu kommen, müsst ihr Produkte herstellen und verkaufen. Dies sind einerseits Obst und Gemüse und andererseits tierische Produkte wie Milch oder Eier. Zuerst einmal müsst ihr euer Feld bestellen. Im nahe liegenden Dorf kauft ihr Saatgut für das Obst oder Gemüse eurer Wahl. Auf eurer Farm pflügt ihr euren Acker, kümmert euch um die Aussaat der Setzlinge und bewässert die frischen Setzlinge. Hierbei muss beachtet werden, dass nicht jede Pflanze zu jeder Jahreszeit wächst. Danach melkt ihr eure Kuh und verkauft die frisch gewonnene Milch. Im Laufe des Spiels werden die Aufgaben nun Schritt für Schritt komplexer: Ihr kauft neue Tiere wie Hühner, Schafe oder Zuchtbullen, vergrößert die Auswahl eurer Nutzpflanzen, baut neue Silos und Ställe und erwerbt effektivere Werkzeuge, etwa größere Gießkannen oder leichtere Heusicheln. Auch ein Adventure-Teil wurde in Harvest Moon: A Wonderful Life integriert. So erforscht ihr das Dorf und die nähere Umgebung, interagiert mit Dutzenden von Dorfbewohnern, kauft in diversen Shops Gegenstände ein und schmeichelt euch beim anderen Geschlecht ein (eine spätere Heirat ist nicht ausgeschlossen).

    Die Liebe steckt im Detail
    Was das Spiel so einzigartig macht, sind die unzähligen Möglichkeiten, die euch offen stehen: Ihr kümmert euch um kranke Tiere, schaut im Fernsehen den Wetterbericht, füttert euren Hofhund, amüsiert euch in der Dorfbar, flirtet mit rotbackigen Mädchen in eurem Alter, düngt eure Feldfrüchte usw. Ein weiterer Faktor, der euch sehr lange am Bildschirm kleben lässt, sind die witzigen Details, die überall und ständig zu finden sind. Bei Zuneigung in Form von Streicheleinheiten freuen sich eure Tierchen und sind besser drauf. Mäht ihr
    den ganzen Tag mit einer schweren Sense, kommt ihr schnell ins Schwitzen und seht bei Überanstrengung sogar Sternchen. Euer Magen beginnt bei Hunger zu knurren, eine nicht gemelkte Kuh muht ohne Unterlass und, und, und. Auch an eine Tageszeit und ein Wettersystem wurde gedacht. Nachts kommt ihr in diverse Gebäude nicht hinein, Ladenbesitzer haben nur tagsüber geöffnet und die Tiere sollten bei Regen in den Stall gebracht werden.

    So süüüß...
    Die Welt von Harvest Moon: A Wonderful Life ist komplett in 3D dargestellt. Ihr seht eurem Hauptakteur über die Schulter; mit dem linken Stick wird gesteuert, der rechte Stick bewegt die Kamera. Alle anderen Tasten sind, ähnlich wie bei The Legend of Zelda: The Wind Waker, je nach Situation unterschiedlich belegt. Schiebt sich ein Gegenstand zwischen euch und die Kamera, wird dieser transparent dargestellt. Die Texturen sind aufwendig: Bäche, Bäume, Wiesen und Häuser sind detailverliebt dargestellt und sehen sehr gut aus. Alle Akteure, egal ob menschlich oder tierisch, sind extra knuddelig animiert; diese Darstellung ist nicht unbedingt jedermanns Sache, passt aber unheimlich gut zu dem süßen Flair des Spiels. Auch in Sachen Sound kann das Spiel Pluspunkte einheimsen. Die niedlichen Melodien animieren zum Mitpfeifen und die lebendige Soundkulisse eines Bauernhofs wurde gut eingefangen. Alles in allem hat Natsume hier eine wahre Softwareperle in petto, die schon nach kurzer Einspielzeit absolut süchtig macht. Lässt man sich auf die eher ungewöhnliche Thematik ein, versinkt man wochenlang in der komplexen und äußerst unterhaltsamen Welt. Das riecht verdächtig nach einem weiteren Hit für unseren geliebten Würfel!

  • Harvest Moon: A wonderful Life
    Harvest Moon: A wonderful Life
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Natsume
    Release
    24.03.2004

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Harvest Moon: A wonderful Life
Harvest Moon: A wonderful Live
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07.04.2004
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