Harry Potter und der Feuerkelch

Test

Der Kampf gegen den ungarischen Hornschwanz. Der Kampf gegen den ungarischen Hornschwanz. Wer möchte nicht wie Harry Potter sein - eintauchen in eine Welt voller Magie, Zauberer, Hexen und spannender Abenteuer. Während sich Leseratten aktuell durch den sechsten Band, Harry Potter und der Halbblutprinz, schmökern, bekommen Nintendo-Jünger von EA den vierten Teil, Harry Potter und der Feuerkelch, als dreifache Zauberpackung serviert.

Die trimagischen Turniere

Die Geschichte lehnt sich dabei traditionell eng an die Literaturvorlage an: Am Abend des Finales der Quidditch-WM landet ihr im Lager am Rande des Turnieres, als dies von den finsteren Tod-essern überfallen wird. Ihr entkommt nur knapp und landet danach in Hogwarts, wo Madeye Moody euch Unterricht im Kampf gegen die dunklen Künste erteilt.

Anschließend durchstreift ihr das düstere Gemäuer, um nach einem kleinen Spaziergang im verbotenen Wald und der Begegnung mit einem ungarischen Hornschwanz am trimagischen Turnier teilzunehmen und drei gefährliche Prüfungen zu bestehen. Allerdings wird die Geschichte nicht fortlaufend erzählt - vielmehr ist die Versoftung eine Art "Best of" der wichtigsten Ereignisse im Buch.

Magie auf dem Würfel

Beim flotten Dreier geht auf dem Bildschirm die Post ab. Beim flotten Dreier geht auf dem Bildschirm die Post ab. Auf dem GameCube wird mächtig gezaubert. Dabei ist Harry Potter natürlich immer in Begleitung seiner besten Freunde Ron und Hermine. Allerdings haben jetzt alle drei angehenden Zauberer nahezu die gleichen Fähigkeiten. Wen ihr für das Abenteuer auswählt, spielt fast keine Rolle. Die anderen beiden Charaktere, über die ihr keine Kontrolle habt, werden vom GameCube gesteuert.

Mit zahlreichen Zaubersprüchen und Flüchen wie "Wingardium Leviosa", "Carpe Reactum", "Aqua Erecto" oder "Herbivicus" erledigt ihr Sumpfkrattler oder feurige Salamander. Bestimmte Zaubersprüche nutzt ihr, um brennende Sträucher zu löschen, die im Wald den Weg versperren, oder um mit Magie an hochgezogenen Brücken zu zerren, die anschließend herunterklappen .

Diese kleinen Rätsel tragen gut zur Stimmung bei und lockern das Spielprinzip auf. Da ihr stets zu dritt auf Wanderschaft seid, ist jede Menge Teamwork gefragt. Ihr kombiniert eure Zauber und räumt so mit Leichtigkeit große Felsbrocken aus dem Weg oder löscht Flammenherde. Auf eurem Weg findet ihr haufenweise Berti Botts Bohnen in allen Farben.

Wer genügend blaue Bohnen sammelt, füllt eine Leiste am unteren Rand und kann so "Magicus Extremo" aktivieren, der eure Standardzauber mit noch mehr Magie versieht. Silberne Bohnen geben euch verlorenene Lebensenergie zurück - und vom Rest könnt ihr Magie-Karten erwerben. Diese verstärken eure Zaubersprüche oder steigern die Lebensenergie und dürfen vor jedem Level auf das Trio verteilt werden.

Mit Touchscreen und auch in klein!

Harry Potter und der Feuerkelch Harrys erster Auftritt auf dem DS spielt sich richtig erfrischend. Inhaltlich unterscheidet sich das Abenteuer kaum von der GameCube-Fassung, bietet aber zusätzliche Minispiele und eine gelungene Touchscreen-Unterstützung. Mittels Stylus werden Zaubersprüche ausgelöst und Kämpfe in 3D ausgetragen, ohne ins Stocken zu kommen. Zusätzlich findet ihr auf der Cartridge einen Niffler, ein magisches Haustier, den ihr wie ein Tamagotchi hegen und pflegen dürft.

Die GBA-Fassung steht den beiden großen Brüdern in nichts nach, allerdings könnt ihr wie auf dem DS nur zu zweit antreten und Minispiele gegeneinander spielen - das Abenteuer bestreitet ihr allein. Die 3D-Kämpfe wurden gestrichen und einige Minispiele mit Touchscreen-Unterstützung fehlen. Grafisch sehen sowohl die DS- als auch die GBA-Fassung klasse aus, allerdings müssen im Vergleich zum GameCube hardwarebedingte Abstriche gemacht werden.

Zauber ohne Haken?

Harry Potter und der Feuerkelch überzeugt auf allen drei Systemen durch eine stimmungsvolle Atmosphäre, ein gelungenes Gameplay und den wunderschönen Soundtrack inklusive gelungenenrSprachausgabe. Anlass zur Kritik gibt es wenig. Sicher wird das Spielprinzip durch die trimagischen Turniere und die Minispiele aufgelockert, das eigentliche Gameplay bleibt aber weitgehend unangetastet und wiederholt. Auf dem GameCube nervt das dämliche Verhalten der computergesteuerten Charaktere, die zeitweise geistig umnachtet wirken. Ein magisches Abenteuer, das nicht nur Fans verzaubert.

Bildergalerie: Harry Potter und der Feuerkelch
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Wertung zu Harry Potter und der Feuerkelch (GC)

Wertung:

82 /10
Fazit

Der neue Potter zeigt sich durchdacht und vor allem im Mehrspieler-Modus sehr unterhaltsam.

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