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  • Halo Wars im Test

    Es geht wieder zurück in die Zukunft! In Halo Wars steuert ihr allerdings keinen vereinsamten Supersoldaten, sondern kommandiert komplette Armeen.

    "Krieg - Krieg bleibt immer gleich." - Kaum zu glauben, aber wahr: Im Falle der Halo-Serie liegen die berühmten Einleitungsworte von Ron Perlman zu den noch berühmteren Fallout-Spielen gehörig daneben. Die dreiteilige Shooter-Reihe macht mit ihrem neuesten Namensvetter nämlich erstmals einen Abstecher ins Echtzeit-Strategie-Genre. Was heute wie ein gewagter Schritt anmutet, war von der Kultentwicklerschmiede Bungie - den Hirnen hinter der erfolgreichen SciFi-Serie - von Anfang an geplant. Wie jedoch so oft, kam alles anders als gedacht. Halo mutierte zum Ego-Shooter und das Strategie-Konzept verschwand für knapp zehn Jahre in verschlossenen Schubladen. Potenzial hat die Idee trotzdem, fand Microsoft, und beauftragte die Ensemble Studios mit der Entwicklung von Halo Wars. Doch können die Macher von Age of Empires an alte Erfolge anknüpfen?

    Wenn zwei sich streiten ...
    Die Handlung setzt noch vor den Geschehnissen des ersten Halo-Teils an. Soll heißen: Der obercoole Alien-Zermatscher Master Chief ist noch ein Funkeln im Auge seines Erzeugers und die Menschheit befindet sich erst seit ein paar Jahren im Krieg mit der Allianz - einem Bund religiös-fanatischer Außerirdischer. Grund der Differenzen ist der Planet Harvest. Sowohl Menschen als auch Allianz schenken sich nichts im Kampf um den sich drehenden Erdklumpen. Mittendrin statt nur dabei: Das Raumschiff "Spirit of Fire" und seine Crew - bestehend aus Sergeant Forge, der Wissenschaftlerin Anders und einem Trupp Spartan-1-Supersoldaten, den Vorläufern des Master Chief. Schnell wird den Helden in spe jedoch klar, dass es der Allianz mitnichten nur um Harvest geht. Wie es sich für ein Halo-Spiel gehört, steht mal wieder das Überleben der gesamten menschlichen Rasse auf dem Spiel. Und wir dürfen natürlich die Kohlen aus dem Feuer holen. Um es direkt zu sagen: Die Story zieht nicht nur den Halo-Fan sofort in ihren Bann. Unterstrichen wird das Ganze dann auch noch mit unglaublich gut animierten Zwischensequenzen. Sehr schön! So macht das Weltenretten Laune.

    Home, sweet Home
    Hierzu müsst ihr jedoch erst einmal eine mustergültige Basis aus dem Boden stampfen. Aussuchen könnt ihr euch deren Standpunkt nicht, da die 15 Missionen sehr oft von den genauen Vorgaben der Entwickler leben. Das kommt rein action­orientierten Spielern zugute, bereitet Hardcore-Strategen aber Herzbluten. Wir haben jedoch mit der Zeit den vereinfachten Basenbau akzeptiert und die positiven Aspekte dahinter entdeckt. Aber zunächst zurück zu den Bauarbeiten: Am vorgegebenen Standort funkt ihr die "Spirit of Fire" an, welche dort im Handumdrehen eine Plattform absetzt. Zu Missionsbeginn bietet diese drei freie Slots, auf welchen ihr die Grundgebäudetypen errichtet. Das sind das Versorgungswerk, ein Reaktor und eine Kaserne zum Ausbilden einfacher Infanterie. Die ersten beiden Bauten versorgen euch mit den zwei einzigen Rohstoffen: Strom und Baumaterialien. Während anfangs nur spärlich Ressourcen auf euer Konto wandern, ändert sich dies, wenn ihr eure Basis zur Festung ausbaut und damit mehr Bau-Slots bekommt. Eine voll ausgebaute Basis bietet dann letztendlich Platz für sieben Bauwerke. Der strategische Aspekt steckt hier im Detail: Opfert ihr einen Großteil des Platzes für Versorgungswerke, damit die Kasse klingelt, steht euch nicht genug Platz für die restlichen Bauten - etwa die Fahrzeugfabrik oder das technologische Forschungszentrum - zur Verfügung. Der Spieler ist anfangs also gezwungen, flexibel zu sein und je nach Umschlagen der Situation seine Basis umzubauen. Sehr gelungen, wie wir finden!

    Soldat, Version 1.5
    Doch wie sieht es mit den eigentlichen Missionen aus? Diese sind erfreulich
    abwechslungsreich gestaltet: Mal müsst ihr in einem vorgegeben Zeitrahmen zwei Frachter verteidigen, welche Zivilisten von Harvest evakuieren, ein paar Stunden später liegt es dann an euch, den Bau eines gigantischen Scarab-Roboters zu vereiteln. Knackpunkt: Das Ding ist zwar noch unfähig zu laufen, kann mit seiner gigantischen Laserwaffe aber quer über die Karte schießen. Eure Basis ist dabei nur von einem bröckelnden Steinwall geschützt. Ihr müsst also schnellstmöglich massig Einheiten produzieren, welche die Stromaggregate der Scarab-Kanone vernichten sollen. Äußerst spaßig! Und wo wir schon bei den Einheiten sind: Viel Spielspaß zieht Halo Wars aus dem Aspekt, dass sich jede Einheit mehrfach aufrüsten lässt. Während beispielsweise Infanteristen anfangs nur besseres Kanonenfutter darstellen, bekommen sie nach mehreren Upgrades einen Sanitäter gestellt, der erlittene Wunden heilt. In ihrer letzten Ausbaustufe sind sie dann wahre Veteranen, die Tod und Verderben unter den Aliens säen. Anderes Beispiel: Der berühmte Warthog-Jeep lässt sich zusätzlich mit besseren Geschützen ­­- und später mit einem Grenadier - bestücken. Das motiviert!

    Die Masse macht's
    Was negativ ins Auge sticht: Auf eine Kampagne mit der Allianz müsst ihr
    verzichten. Die Aliens spielt ihr nur im gut ausbalancierten Mehrspielermodus. Allerdings hätten wir uns sowohl hier als auch in der Kampagne eine strategischere Spielweise gewünscht. Zwar greift das Schere-Stein-Papier-Konzept zwischen Infanterie, Fahrzeugen und Flug-Einheiten sehr gut, trotzdem vermissen Hobby-Kommandanten tief greifende Taktik-Elemente, wie etwa ausgeklügelte Gruppenformationen. Auch haben Helden spezielle Fähigkeiten - die Spartaner entern Fahrzeuge, Sergeant Forge heilt Verbündete - trotzdem obsiegt meist der Spieler, der am schnellsten die fetteste Armee auf die Beine gestellt hat und seinen Gegner überrennt. Diese fulminanten Endschlachten, in welchen Dutzende Soldaten, Panzer und Aliens aufeinanderprallen, sind dann auch die absoluten Highlights jeder Mission. Was aber anfangs noch für offene Futterluken sorgt, nutzt sich gerade gegen Spielende sehr ab und der Spieler lechzt fast ausschließlich nach der nächsten Optik-Granate in Form einer Zwischensequenz. Schade!

    Für Szenekenner
    Halo-Anhänger dürfen sich über unzählige bekannte Details freuen. Sei es nun der wohlbekannte Soundeffekt, wenn der Schild eines Spartaners zusammenbricht, der aus den Ego-Shootern bekannte Kooperations-Modus für die Kampagne - in welchem ihr aber nur einzelne Missionen spielen könnt - oder versteckte Totenschädel, die witzige Extras freischalten. Das Halo-Volk jubelt! Alle anderen finden hier einen kurzweiligen, optisch gut umgesetzten Strategie-Snack, der jedoch taktisch tiefgründiger sein könnte.

  • Halo Wars
    Halo Wars
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Ensemble Studios
    Release
    27.12.2010

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von Halo Wars 2 Release: Halo Wars 2 Microsoft , 343 Industries
    Cover Packshot von Urban Empire Release: Urban Empire Kalypso Media GmbH
    Cover Packshot von Endciv Release: Endciv
    Cover Packshot von Frozen Synapse 2 Release: Frozen Synapse 2
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Halo Wars
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23.02.2009
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