Halo: Reach (X360)

Release:
14.09.2010
Genre:
Action
Publisher:
Microsoft

Halo Reach im Test für Xbox 360 - Ab heute im Handel

14.09.2010 10:58 Uhr
|
Neu
|
In unserem Test zu Halo: Reach verraten wir euch, ob euch das beste Halo-Abenteuer aller Zeiten erwartet oder ob ihr dafür auf Halo 4 warten müsst. Das Actionspiel erscheint am 14. September exklusiv für Xbox 360 und ist der letzte Halo-Ableger von Entwickler Bungie.


In einigen Missionen werdet ihr umzingelt und müsst die Stellung halten. In einigen Missionen werdet ihr umzingelt und müsst die Stellung halten. [Quelle: ]
Ungefähr acht Stunden brauchten wir, um die Einzelspielerkampagne in unserem Test von Halo: Reach auf dem normalen Schwierigkeitsgrad durchzuspielen. Zockt ihr Halo: Reach im Koop, kann sich die Spielzeit auf vier bis fünf Stunden verkürzen. Dabei vergeht die Zeit wie im Fluge, denn - wie in der Halo-Serie üblich - ist auch in Halo: Reach jede Menge Abwechslung geboten. Mal ballert ihr alleine, mal mit Unterstützung von nicht spielbaren Charakteren. Regelmäßig dürft ihr auch Fahrzeuge steuern oder an deren Geschützen Platz nehmen. Bedauerlicherweise haben wir Bombast-Momente wie beispielsweise die Kämpfe gegen die riesigen Scarabs aus Halo 3 in Halo: Reach vermisst. Dafür haben es die Schusswechsel mit den Aliens der außerirdischen Allianz aber in sich, denn die Künstliche Intelligenz (KI) der Gegner geht wieder sehr schlau zu Werke. Die KI eurer Partner hingegen versagt bei der Steuerung von Fahrzeugen aber - wie in allen Teilen der Halo-Reihe - meistens. Halo-Fans werden auf jeden Fall ihren Spaß haben, denn in Reach erwarten euch viele Anspielungen auf andere Teile der Serie.

Was uns an Halo: Reach gefiel:

Wenn Jorge vom Team Noble seine Minigun auspackt, flüchten die Gegner in Scharen. Wenn Jorge vom Team Noble seine Minigun auspackt, flüchten die Gegner in Scharen. [Quelle: ] Die Geschichte
Die Handlung von Halo: Reach ist weniger kompliziert als die der ersten drei Teile der Serie und befasst sich mit den Ereignissen, die vor dem ersten Spiel zum Kampf der Menschheit gegen ein Bündnis außerirdischer Rassen - genannt Allianz - führten. In Reach erlebt Ihr die Invasion der Allianz mit, genau gesagt gemeinsam mit dem Team Noble. Dabei handelt es sich um eine sechsköpfige Spezialeinheit, die aus Spartanern besteht. Ihr steuert im Spiel aber nur ein einziges Teammitglied, das auf den Namen "Nummer 6" hört. Zu unserer großen Überraschung nahmen die Mitglieder des Team Noble im Laufe der Geschichte in Zwischensequenzen sogar ihre Helme ab. Diesen Gefallen tat uns der Master Chief, der Hautdarsteller in Halo 1 bis 3, kein einziges Mal. Die Hauptcharaktere bringen also mehr Persönlichkeit in Spiel, als in den bisherigen Halo-Games.

Abwechslungsreiches Gameplay
Nachdem das Entwicklerstudio Bungie in Halo 3: ODST mit mäßigem Erfolg einige neue Dinge versucht hatte, konzentrierte man sich diesmal wieder auf jene Spielelemente, die die ersten Teile zu Erfolgen machten. Dazu gehören in erster Linie packende Feuergefechte gegen die Allianz. Manchmal ballert ihr alleine, manchmal werdet ihr von nicht spielbaren Charakteren unterstützt. Wie in allen bisherigen Halo-Spielen klemmt ihr euch in schöner Regelmäßigkeit auch hinter das Steuer verschiedener Fahrzeuge und legt euch in großen Arealen mit Vehikeln der Allianz an. Bei einigen Gefährten übernehmt ihr nur das Lenken, in anderen auch gleichzeitig das Feuern. In wieder anderen Fahrzeugen nehmt ihr hingegen nur am Geschütz Platz. Wie in der Serie üblich dürft ihr euch auch in Reach die Fahrzeuge der Allianz unter den Nagel reißen.

Steuert Fahrzeuge am besten selbst, denn die KI versagt in dieser Hinsicht meistens. Steuert Fahrzeuge am besten selbst, denn die KI versagt in dieser Hinsicht meistens. [Quelle: ] Größerer Fuhrpark
Bungie hat den Fuhrpark sogar erweitert. Auf der Seite der Menschen könnt ihr nun Pick-up-Trucks und futuristische Gabelstapler steuern. Aufseiten der Allianz gibt es mit dem bulligen Revenant einen neuen fahrbaren Untersatz, der jede Menge Feuerkraft besitzt.

Weltraum-Action
In einer Mission nehmt ihr am Steuer eines Sabres Platz. Dabei handelt es sich um eine Art Raumgleiter wie der Millennium Falcon in der Star-Wars-Reihe. Mit dem Sabre plättet ihr im All Raumschiffe der Allianz. Ihr schießt dabei mit Zielsuchraketen auf Feinde und weicht deren Geschossen mit Seitwärtsrollen aus.

Mehr Ausrüstungsgegenstände
Seit Halo 3 stehen der Spielfigur Ausrüstungsgegenstände wie der Blasenschild zur Verfügung. Halo: Reach setzt noch stärker auf den Einsatz solcher Extras. Mit der Sprint-Ausrüstung könnt ihr sprinten, allerdings nur für kurze Zeit. Allerdings lädt sich dieses Extra genauso wieder automatisch auf wie alle anderen auch. Mit dem Hologramm erzeugt ihr einen Doppelgänger eurer Spielfigur, der die Feinde ablenkt. Mit der aktiven Tarnung macht ihr euch kurzzeitig unsichtbar. Am besten gefiel uns allerdings der neue Jetpack. Aktiviert ihr diesen, schwebt ihr in die Luft und könnt eure Gegner von oben mit Geschossen und Granaten attackieren. Ihr erreicht so auch Plattformen, von denen ihr aus sicherer Entfernung eure Feinde ausschaltet.

Der neue Plasmarepetierer feuert kräftigere Plasmageschosse ab als das Plasmagewehr. Der neue Plasmarepetierer feuert kräftigere Plasmageschosse ab als das Plasmagewehr. [Quelle: Microsoft] Mehr Waffen
Das Waffen-Arsenal haben die Entwickler ebenfalls aufgebohrt. Mit dem Erschütterungsgewehr der Allianz und dem Granatwerfer der Spartaner kamen diesmal zwei Ballermänner hinzu, die jede Menge Wums haben. Neu ist zudem das Nadelgewehr, eine Weiterentwicklung des Nadelwerfers. Außerdem besitzt die Allianz mit dem Plasmawerfer nun ein durchschlagskräftiges Pendant zum Spartan-Laser der menschlichen Soldaten. Eine neue Waffe guckten sich die Macher bei einem indizierten Third-Person-Shooter von Epic Games ab. Mit dem sogenannten Zielsucher könnt ihr feindliche Fahrzeuge und Truppen markieren und damit einen Luftschlag anordnen, der die Gegner plattwalzt.

Der Meuchelmord
Euer Spartaner beherrscht in Halo: Reach eine Nahkampfattacke, den so genannten Meuchelmord. Diese Attacke hatter der Master Chief nicht drauf. Nähert ihr euch einem Gegner unbemerkt von hinten und drückt die richtige Taste, zückt Nummer 6 ein Messer und erledigt den Feind eiskalt.

Die Gegner-KI
Ganz wie ihr es von den Halo-Spielen gewohnt seid, gehört bei Schusswechseln in Halo: Reach die KI eurer Mitstreiter mit zum Besten, was ihr in Ego-Shootern erwarten könnt. Selbst kleine Grunts denken mit, wenn sie euch attackieren. Soldaten der Elite-Gattung machen ihrem Namen alle Ehre und lassen sich teilweise sehr schwer aus der Reserve locken. Auch die großen Jäger passen nun besser auf ihre Schwachstelle am Rücken auf. Lediglich bei den Brutes ist der Name Programm, denn diese gehen in der Regel absichtlich unbedacht zur Sache.

Ein Dschihad-Grunt rennt mit zwei Plasmagranaten auf euch zu und will sich in die Luft sprengen. Ein Dschihad-Grunt rennt mit zwei Plasmagranaten auf euch zu und will sich in die Luft sprengen. [Quelle: Microsoft] Höherer Schwierigkeitsgrad
Die Entwickler von Bungie haben den Schwierigkeitsgrad etwas angezogen. Auf "normal" fordern euch die Gegner nun etwas mehr heraus als in den Vorgängern.

Die Soundeffekte
Die Soundeffekte gehören zur absoluten Referenz. Ob das grollende Donnern während eines Gewitters oder die brachialen Einschläge riesiger Geschosse, eure Surround-Lautsprecher werden permanent gefordert.

Coolere deutsche Stimmen
Bei der Sprachausgabe bemühte sich Microsoft diesmal um deutsche Stimmen mit einem größeren Coolness-Faktor als bisher üblich. Lediglich die Stimmen der kleinen Grunts klingen - wie in allen bisherigen Halo-Spielen - ziemlich albern.

Die Spieldauer
Ungefähr acht Stunden brauchen durchschnittliche Spieler, wenn Sie Halo: Reach im zweiten (normal) von vier Schwierigkeitsgraden (einfach, normal, heldenhaft, legendär) durchspielen. Zockt ihr das Spiel zu zweit, dritt oder viert im Kooperationsmodus durch, erlebt ihr das Ende natürlich früher.

Die Texturen und Lichteffekte wurden minimal verbessert. Die Texturen und Lichteffekte wurden minimal verbessert. [Quelle: Microsoft] Leicht verbesserte Grafik
Beim Betrachten der Grafik fielen uns gleich zu Spielbeginn die detaillierteren Texturen der Rüstungen des Team Noble auf. Beim Design der Allianz-Rassen schraubte Bungie zudem die Sättigung der Farben zurück. Vor allem die kleinen Grunts sehen nun schmutziger aus und nicht mehr so quietschbunt wie zuvor. In diversen Levels erwarten euch auch nette Effekte wie Regen, Nebel oder Sonnenlicht. Die Zwischensequenzen sehen auch sehr gut aus. Auch die Grafikeffekte überzeugten uns. Als ab und an aber richtig viel auf dem Bildschirm los war, kam die Bildrate ins Stocken und Ruckler hemmten den Spielfluss. Die Optik des Spiels ist insgesamt prima, die Technik mittlerweile aber leicht angestaubt. Vom Hocker haut die Grafik also niemanden.

Nostalgische Anspielungen
In Halo: Reach erwarten euch jede Menge Anspielungen auf die Spiele und Bücher aus dem Halo-Universum. Zudem trefft ihr alte Bekannte.

Die Multiplayer-Möglichkeiten
Der Mehrspieler-Unterstützung von Halo: Reach ist über jeden Zweifel erhaben. Ihr könnt die Kampagne mit maximal vier Leuten im Koop durchzocken. Außerdem könnt ihr Netzwerkduelle (System Link) mit maximal 16 Spielern austragen. Auch über Xbox Live messen sich maximal 16 Spieler in den zwölf Spielmodi auf neun Karten. Darüber hinaus ist der in Halo 3: ODST eingeführte Firefight-Modus ebenfalls mit von der Partie. In diesem kämpft ihr nacheinander immer stärker werdende Angriffswellen der außerirdischen Allianz nieder. In sämtlichen Spielmodi (auch in der Einzelspielerkampagne) verbessert ihr zudem euren Dienstrang und erhaltet auch Credits, mit denen ihr das Aussehen eurer Spielfigur modifizieren oder verschiedene Effekte freischalten könnt.

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14.09.2010 10:58 Uhr
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Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
16.09.2010 09:31 Uhr
Der Test geht schon klar aber was hier unter Logikfehler kritisiert wird halte ich für übertrieben. Warum soll es in einem Prequel zu Halo keine anderen Fahrzeuge geben dürfen oder anders gefragt warum werden die neuen Fahrzeuge automatisch als fortschrittlicher eingestuft? Kann ja auch sein, dass es…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
15.09.2010 17:40 Uhr
Zitat: (Original von FlamerX;8921657)
Es gibt keine Möglichkeit etwas, was das Spiel unbalanced sinnvoll zu verpacken. Sorry, aber da muss ich drauf bestehen. Online Multiplayer haben schon wegen der Natur der Sache den Nachteil, nicht 100% fair zu sein, da es nun einmal verschiedene Internetverbindungen…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
15.09.2010 16:23 Uhr
Es gibt keine Möglichkeit etwas, was das Spiel unbalanced sinnvoll zu verpacken. Sorry, aber da muss ich drauf bestehen. Online Multiplayer haben schon wegen der Natur der Sache den Nachteil, nicht 100% fair zu sein, da es nun einmal verschiedene Internetverbindungen zwischen den Spielern gibt. Warum sollte…

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