Musik trifft auf Geschicklichkeit.
Eine horizontale Verbindung kann auch mit Ecken und Abzweigungen gespickt sein. BILD: ATARI
Wer eine Vorliebe für andersartige, innovative Spiele hat, wird Gunpey mit offenen Armen im PSP-Repertoire empfangen. Ziel des musikalischen Geschicklichkeitsspektakels ist es, mit von unten nach oben rückenden Linienfragmenten eine horizontale Gerade zu konstruieren. Bei Vollendung löst diese sich auf und es hagelt massig Punkte. Durch geschicktes Hinzufügen von Abzweigungen, Doppelsträngen und Extralinien kann der gewinnbringende Effekt zusätzlich gesteigert werden.
Erreicht jedoch eines dieser Linienfragmente den oberen Bildschirmrand, ist das Spiel vorbei und der Highscore wird ermittelt. Doch der Clou resultiert erst aus dem Zusammenspiel der simplen Spielmechanik und der hervorragenden Soundeffekte. Denn das Auflösen der Linien hat rhythmische, zur Musik passende Klänge zur Folge, welche dem Spieler die harmonische Interaktion mit den Hintergrundmelodien vorgaukeln. So können kräftige Disco-Beats beispielsweise mit dazu passender Rockmusik kombiniert werden oder aber man mixt klassische Jazz-Jingles mit ruhigen Saloon-Melodien.
Wenngleich der Einstieg in die grundlegende Spielmechanik etwas holprig ist, sind die Puzzles gut ausbalanciert. Sowohl Anfänger als auch Profis kommen bei den vielen Spielmodi mitsamt ihren unzähligen Geschicklichkeits-Parcours voll auf ihre Kosten. Zu kritisieren wären vielleicht die etwas triste Präsentation sowie die hakelige Steuerung. Diese beiden Kritikpunkte fallen nach einigen Spielstunden zwar nicht mehr negativ auf, sind jedoch definitiv verbesserungswürdig, zumal vor allem Letzteres Anfängern einen schweren Einstieg beschert. Wer sich dem jedoch gewachsen fühlt und zumindest einen kleinen Bezug zur Thematik mitbringt, wird mit Gunpey ohne Zweifel glücklich werden.
