Guitar Hero Metallica-Vorschau: Wir haben das Metal-Brett Probe gezockt!
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In Deutschland ist es schweinekalt. Wir dagegen schwitzen mächtig, was nicht daran liegt, dass wir zurzeit in Los Angeles verweilen, wo lässige 25 Grad herrschen. Nein, wir sitzen in einer wohltemperierten Halle und dreschen wie verrückt auf ein Guitar Hero-Drumkit ein, während wir verzweifelt versuchen, Metallicas "Battery" mit einem Mindestmaß an Würde zu überstehen. Hinter uns steht, leicht grinsend, Guitar Hero: Metallica-Produzent Alan Flores. Wir sind zu Gast bei Entwickler Neversoft, der auch schon den Vorgänger Guitar Hero: World Tour auf den Weg gebracht hat.
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Nun steht der neueste Ableger der Musikspielreihe in den Startlöchern und widmet sich erstmals (nach Aerosmith) nahezu ausschließlich einer einzigen Band. Dass man sich ausgerechnet die wohl berühmteste Metal-Band der Welt ausgesucht hat, lässt viele Plastikgitarren-Rocker verzückt aufschreien. Dabei kam die Idee eigentlich von Metallica selbst, auch wenn das Projekt schon lange auf Neversofts Wunschliste stand: Denn James, Lars und Co. wurden eines Tages von ihren Kindern nach der Band Black Sabbath gefragt. Auf die Frage, woher sie denn diese Band kennen, zeigten ihnen die Kids Guitar Hero.
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Master of Puppets
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Mit welchem enormen Aufwand Neversoft zu Werke geht, merken wir bei unserem Besuch vor Ort: Im eigenen Motion-Capturing-Studio wurden die Bandmitglieder wochenlang gefilmt, um die nachgebauten Figuren im Spiel möglichst authentisch abrocken zu lassen. Damit das auch voll zur Geltung kommt, wurde die Kamera neu programmiert: So konzentriert sich das Geschehen nicht mehr ausschließlich auf ein Bandmitglied, sondern zeigt meist alle Mitglieder auf einmal. Natürlich dürfen individuelle Gesten der Metaler nicht fehlen, denn was wäre Metallica ohne James Hetfields gestenreichen Gesang? Videos dieser Produktion dürft ihr übrigens unter den Extras bewundern. Ein Schatz für Fans, denn auch seltene Fotos oder vorher nie gesehene Videos finden sich unter den freispielbaren Extras.
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Aber es kommt noch besser: Mit den sogenannten "Metallifacts" baut Neversoft ein Feature ein, das ihr eher aus dem Menü einer Film-DVD gewohnt seid. Denn damit werden bei jedem Lied Hintergrundinformationen, etwa über die Entstehung, eingeblendet. Das beschränkt sich aber nicht nur auf Metallica-Stücke, sondern funktioniert auch bei den 21 Liedern anderer Künstler. Die wurden eigens von den Metallica-Bandmitgliedern ausgesucht. Wir durften einer hauseigenen Band dabei zusehen, wie sie sich an "War Ensemble" von Slayer versuchte. Wer dieses Lied kennt, kann erahnen, welch anspruchsvolle Herausforderung auf Hobbygitarristen und -schlagzeuger zukommt. Mit Sicherheit wird Guitar Hero: Metallica zu den schwersten Musikspielen der Serie gehören. Aber keine Angst: Auf den niedrigeren Schwierigkeitsstufen könnt ihr euch bedenkenlos austoben, ohne euch die Gliedmaßen zu verknoten.
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Nothing Else Matters
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Profis am Schlagzeug dagegen freuen sich über eine Neuerung, denn Schlagzeuger Lars Ulrich spielt, wie viele seiner Kollegen in der Heavy-Metal-Szene, ein Doublebass-Schlagzeug. Um ein vergleichbares Spielgefühl für Guitar Hero zu vermitteln, haben die Entwickler ihrem neusten Werk eine zweite Fußmaschine beigefügt. So könnt ihr, entsprechende Übung vorausgesetzt, Bassschläge in beeindruckender Schnelligkeit absolvieren. Wer einfach nur ein wenig rocken will, muss übrigens nicht mehr im Karrieremodus erfolgreich sein: Bei Guitar Hero: Metallica sind alle Songs im schnellen Spiel bereits freigeschaltet. Nach einem ganzen Tag beim Entwickler und stundenlangem Abrocken sind wir sicher: Für Fans ist Guitar Hero: Metallica eine Offenbarung, die dank exquisiter Liederauswahl aber auch Menschen anspricht, die mit den Metal-Legenden nicht richtig warm werden. Ein vorsichtiger Blick in die Zukunft zeigt, wohin die Reise gehen soll: Der Wunschkandidat für den nächsten Teil, so verriet uns Alan Flores im Vertrauen, sei Led Zeppelin. Das kann ja was werden.
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