Guitar Hero: Aerosmith
Guitar Hero: Aerosmith - Wii
Seit über 30 Jahren sind Aerosmith eine feste Größe im Rock-Geschäft. Mehr als 150 Millionen Platten haben die Jungs um den charismatischen Frontmann Steven Tyler weltweit verkauft. Jetzt bekommen die Rockgiganten als erste Band einen eigenen Guitar Hero-Auftritt. Dabei schlüpft ihr in die Rolle des Lead-Gitarristen Joe Perry und spielt noch einmal die wichtigsten Auftritte der Band. Zwischen den Kapiteln erzählen die Stars von Aerosmith über magische Momente ihrer langen und erfolgreichen Karriere.
LIVIN' ON THE EDGE
In Guitar Hero: Aerosmith spielt ihr aber nicht nur Songs der amerikanischen Band selbst. Auch andere Künstler wie Lenny Kravitz, Run-D.M.C. oder The Cult sind im Spiel vertreten. Ähnlich wie in Guitar Hero III: Legends of Rock besteht jedes Kapitel aus fünf Songs. Dabei besitzen die ersten beiden Lieder Vorband-Charakter und kommen von anderen Künstlern. Im Anschluss entern die Herren von Aerosmith die Bühne und spielen zwei ihrer Hits, gefolgt von einer Zugabe. Zwischen den Songs bekommt ihr sehr gut inszenierte Videos zu sehen, in denen die Kultband aus dem Nähkästchen plaudert. Leider sind neben Aerosmith-Krachern wie Love in an Elevator, Livin' on the Edge oder Walk This Way auch echte Gurken dabei. Dies betrifft in erster Linie die Songs der anderen Künstler. Oder kennt ihr etwa die Band Mott the Hoople, geschweige denn deren Hit All the Young Dudes?
EINFACHE ROCK-RIFFS
Guitar Hero: Aerosmith - Wii
Am Guitar Hero-Spielprinzip hat sich in der Aerosmith-Ausgabe gar nichts geändert. Wer schon Guitar Hero III besitzt, kauft statt des Bundles nur das Spiel. Genau wie im Vorgänger flattern virtuelle Noten von oben nach unten. Ihr drückt im richtigen Moment die entsprechenden Tasten auf dem Griffbrett und schlagt gleichzeitig den Anschlagshebel an. Trefft ihr alle sternenförmigen Noten, lädt sich eure Starpower-Anzeige auf. Um richtig Punkte zu machen, reißt ihr einfach die Wii-Gitarre nach oben. Einziger spielerischer Unterschied ist der deutlich niedrigere Schwierigkeitsgrad: Während es im Vorgänger richtig knackige Killer-Riffs und hammerharte Soli zu meistern gab, geht es in Guitar Hero: Aerosmith deutlich ruhiger zu. Dadurch bietet dieser Teil der Serie zwar einen leichteren Einstieg für Guitar Hero-Anfänger, allerdings werden die beinharten Rock-Profis unterfordert sein. Neben dem Einzelspieler-Modus zockt ihr euch auch zu zweit durch die Aerosmith-Karriere und Online darf ebenfalls kräftig gerockt werden.
Im ersten bandeigenen Guitar Hero-Teil gibt es außer dem niedrigeren Schwierigkeitsgrad und der Songliste wenige Unterschiede. In Sachen Grafik benutzt Guitar Hero: Aerosmith die gleiche Engine wie Guitar Hero III: Legends of Rock. Die Auftrittsorte reichen von einem kleinen Club in New York bis hin zur Halftime-Stadion-Show des Super Bowl. Dabei fällt auf, dass sich die Entwickler soundtechnisch richtig ins Zeug gelegt haben. Nicht nur die Songs brillieren in feinstem Dolby-Sound, auch die Atmosphäre in den einzelnen Locations kann sich wirklich hören lassen. Alles in allem steht Guitar Hero: Aerosmith aufgrund der Bandbezogenheit doch klar hinter dem Vorgänger zurück. Spielerisch und technisch braucht sich der Titel aber keineswegs zu verstecken. Der niedrigere Schwierigkeitsgrad macht den Titel insgesamt sehr einsteigerfreundlich und die Präsentation der Aerosmith-Laufbahn bietet gerade für Fans eine tolle, interaktive Band-Chronik. Bis zum Release des mit Spannung erwarteten Guitar Hero World Tour dürfen sich aber nicht nur Aerosmith-Fans mit Guitar Hero: Aerosmith gerne die Zeit vertreiben.