Nach der Achtziger-Compilation Rocks the 80s ist mit Aerosmith nun die erste Band-Auskopplung innerhalb des erfolgreichen Guitar-Hero-Franchise erhältlich. Das Problem: Fans von Steven Tyler (Gesang), Joe Perry (Gitarre), Brad Whitford (Gitarre), Tom Hamilton (Bass) und Joey Kramer (Drums) werden mit der Klampfe im Anschlag direkt die Wohnzimmer stürmen, während sich Metal-Heads ob des weichgespülten Hardrocks lieber weiterhin zu Slayers Raining Blood die Finger blutig spielen. Die Zielgruppe ist also klar definiert.
Old School
Innovationen sollte man sich vom aktuellen Ableger nicht erwarten. Neu ist lediglich die Aerosmith-Faceplate, mit der die im Bundle enthaltene Les-Paul-Gitarre bestückt ist. Einzige Gameplay-Besonderheit: Zu Beginn jeder "Show" spielen zunächst zwei Opening Acts, die entweder bereits mit Aerosmith performt haben oder seinerzeit Vorbilder der Jungs waren. Erst dann geben sich die Altrocker selbst die Ehre. Nach zwei ihrer Songs erfolgt die Zugabe, danach geht's zum nächsten Veranstaltungsort. Statt der ulkigen Comic-Cut-Scenes aus Teil 3 werden zwischendurch neu aufgenommene Interview-Schnipsel der Band eingespielt, in denen Tyler und Co. die jeweilige Etappe in ihrer Karriere kommentieren. Und die führt euch von ihrem ersten Auftritt an der Nipmuc High School bis hin zur Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame.
Ein Guitar-Battle gegen Joe Perry ist auch dabei, allerdings fehlen beim Blick auf die Setlist einige berühmte Aerosmith-Gassenhauer wie Eat the Rich, Crazy oder Dude (Looks Like a Lady). Unverständlich! Der Multiplayer-Modus blieb ebenfalls gänzlich unangetastet. Sprich: Es gibt noch immer keine Möglichkeit, Freunde einzuladen oder sich während der Jam-Session über Headset zu verständigen. Buuuh!
